Christian Kullmann

deutscher Manager, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG From Wikipedia, the free encyclopedia

Christian Kullmann (geboren am 14. März 1969 in Gelsenkirchen) ist Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG.[1]

Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik
Christian Kullmann, 2024

Leben und beruflicher Werdegang

Christian Kullmann ist seit 2017 Vorstandsvorsitzender des Essener Chemiekonzerns Evonik. Zuvor war er 2014 zum Strategievorstand berufen worden. Kullmann studierte von 1990 bis 1994 Wirtschaftsgeschichte an der Universität Hannover.[2] Ab 1994 arbeitete er bei der Deutschen Vermögensberatung AG in Frankfurt am Main. 1996 wechselte Kullmann zur Dresdner Bank und war dort in verschiedenen Positionen des Generalsekretariats tätig. Ab 2000 war er Leiter der Public Relations/Public Affairs. Kullmann wechselte 2003 zur RAG AG[3] und war dort Leiter des Zentralbereichs Kommunikation & Vorstandsbüro bevor aus der RAG Beteiligungs AG am 12. September 2007 Evonik wurde.[4]

Kullmann war zudem seit 2007 im Aufsichtsrat der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA und seit September 2021 bis zu seinem turnusgemäßen Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 25. November 2024 Vorsitzender des Gremiums.[5] Von März 2020 bis September 2022 war Kullmann zudem Präsident des Branchenverbands VCI und Vizepräsident des Bundesverband der Deutschen Industrie.[6][7] Auf Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen wurde er zum Mitglied der 17. Bundesversammlung gewählt.

Christian Kullmann ist Mitglied des Senats der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).[8] Beim Goethe-Institut ist er Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats.[9]

Politische Äußerungen

Ende 2023 nachdem Wahlerfolg des Rechtspopulisten Geert Wilders in den Niederlanden warnte Christian Kullmann als Evonik Chef vor der AfD und sagte unter anderem: "wer AfD wählt, gefährdet Jobs – seine eigenen und die anderer Leute".[10] Außerdem forderte er, das andere Wirtschaftsführer deutlich energischer auftreten müssten und ihre gesellschaftliche Verantwortung, zum Beispiel als Manager in einem großen Konzern wahrnehmen sollten.[10]

Im Oktober 2025 forderte Christian Kullmann als Evonik Chef die Abschaffung oder eine deutliche Reform des europäischen Emissionshandels, den er als „CO2-Gebühr“ bezeichnete.[11] Er begründete die Maßnahme hauptsächlich mit dem dadurch entstehenden Wettbewerbsnachteil und den Änderungen der weltwirtschaftlichen Bedingungen, in der jede Industrienation für sich kämpft, statt globale Probleme gemeinsam zu lösen. Den von der EU geplanten Grenzausgleichungsmechanismus, der den Wettbewerbsnachteil aus dem EU-Emissionshandel ausgleichen und sogenanntes Carbon-leakage verhindern soll, nannte er "eine formal-bürokratische Trickserei ohne Effekt".[12]

Auszeichnung

Commons: Christian Kullmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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