Christina Ager

österreichische Skirennläuferin From Wikipedia, the free encyclopedia

Christina Ager (* 11. November 1995) ist eine ehemalige österreichische Skirennläuferin. Sie fuhr in allen Disziplinen, wobei ihre Stärken in der Abfahrt und im Super-G lagen, und gehörte zuletzt dem B-Kader des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) an.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Christina Ager
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 11. November 1995 (30 Jahre)
Geburtsort Österreich
Größe 181 cm
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G (früher auch Kombination, Riesenslalom, Slalom)
Verein WSV Söll
Status zurückgetreten
Karriereende 10. März 2026
Medaillenspiegel
Olympische Jugendspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
EYOF 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Jugend-Winterspiele
Gold 2012 Innsbruck Teamwettbewerb
Bronze 2012 Innsbruck Super-G
 Europäisches Olympisches Jugendfestival
Gold 2013 Brașov Mannschaftswettbewerb
Silber 2013 Brașov Slalom
Bronze 2013 Brașov Riesenslalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 16. November 2013
 Gesamtweltcup 36. (2023/24)
 Abfahrtsweltcup 18. (2023/24)
 Super-G-Weltcup 24. (2023/24)
 Slalomweltcup 25. (2013/14)
 Kombinationsweltcup 6. (2018/19)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 0 0 1
 
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Biografie

Ager stammt aus Söll in Tirol. Ihre ersten FIS-Rennen bestritt sie als 15-Jährige im Dezember 2010. Im August 2011 fuhr sie auf dieser Stufe erstmals unter die besten zehn, während des Sommertrainings in Ushuaia. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 in Innsbruck legte sie den olympischen Eid ab und sorgte mit einem Missgeschick für internationale Schlagzeilen: Sie verhaspelte sich nach dem ersten Satz, worauf ihr spontan der Fluch Scheiße… entfuhr.[1][2][3] In den darauf folgenden Rennen gewann sie die Goldmedaille im Teamwettbewerb und die Bronzemedaille im Super-G.

Am 26. November 2012 fuhr Ager in Vemdalen erstmals in einem Europacup-Rennen, die ersten Europacup-Punkte gab es für sie eine Woche später beim Super-G von Kvitfjell. Nachdem sie im Jänner 2013 erstmals ein FIS-Rennen gewonnen hatte, gelang ihr am 4. Februar 2013 ihre bis dahin beste Europacup-Platzierung (Rang 5 in der Super-Kombination von Sella Nevea). Beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2013 in Brașov wurde sie Zweite im Slalom und Dritte im Riesenslalom. Am 16. November 2013 hatte sie beim Slalom von Levi ihr Debüt im Weltcup; völlig überraschend belegte sie mit der hohen Startnummer 53 den vierten Platz, nur fünf Hundertstelsekunden hinter der Drittplatzierten Tina Maze.[4] Am 13. Jänner 2014 gewann Ager mit der Super-Kombination in Innerkrems ihr erstes Europacuprennen.

Da sie in ihrer bisher stärksten Disziplin, dem Slalom, allmählich den Anschluss verlor, begann sich Ager zunehmend auf Abfahrt und Super-G zu konzentrieren. Diese Umstellungsphase dauerte rund zwei Jahre. Am 11. März 2016 gewann sie in Saalbach erstmals eine Europacup-Abfahrt. Zwei weitere Abfahrtssiege am selben Ort folgten im Jänner 2017.

In der Weltcupsaison 2016/17 klassierte sie sich in den Abfahrten von Garmisch-Partenkirchen und Jeongseon erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder in den Punkterängen. Im Dezember 2017 konnte sie in Lake Louise mit Rang 27 erstmals auch im Super-G punkten. Nach einem 22. Platz in der zweiten Abfahrt auf der Tofana erreichte sie in der Kombination von Lenzerheide Rang 13. Bereits bei einem Sturz im Zielraum des Kombinations-Super-G hatte sie einen Teilriss des Innenbandes im linken Knie sowie eine Knochenprellung erlitten. Damit fiel sie rund einen Monat aus.[5] 2019 wurde sie für die Ski-WM in Åre nominiert. Im Super-G schied sie aus.

Am 26. Januar 2024 gelang Ager überraschend ihr erster Podestplatz. Bei der Abfahrt von Cortina d’Ampezzo belegte sie zeitgleich mit Sofia Goggia und Valérie Grenier den dritten Platz.[6]

Im März 2026 gab sie ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt.[7]

Erfolge

Weltmeisterschaften

Weltcup

  • 7 Platzierungen unter den besten zehn, davon 1 Podestplatz

Weltcupwertungen

Weitere Informationen Saison, Gesamt ...
Saison Gesamt Abfahrt Super-G Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2013/1469.6625.66
2014/1592.1938.19
2016/17130.3513
2017/1886.4044.953.420.27
2018/1949.14029.5730.436.40
2020/21117.649.6
2022/2355.12325.9437.29
2023/2436.22618.14824.78
2024/2553.11925.5427.65
2025/2611101
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Europacup

Weitere Informationen Datum, Ort ...
Datum Ort Land Disziplin
13. Jänner 2014InnerkremsÖsterreichSuper-Kombination
11. März 2016SaalbachÖsterreichAbfahrt
10. Jänner 2017SaalbachÖsterreichAbfahrt
11. Jänner 2017SaalbachÖsterreichAbfahrt
6. Dezember 2018KvitfjellNorwegenSuper-G
9. Dezember 2021ZinalSchweizSuper-G
1. Februar 2023ChâtelFrankreichAbfahrt
3. Februar 2023ChâtelFrankreichSuper-G
7. Februar 2023SarntalItalienSuper-G
13. Februar 2023BjelašnicaBosnienSuper-G
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Olympische Jugend-Winterspiele

Juniorenweltmeisterschaften

  • Hafjell 2015: 5. Kombination, 8. Abfahrt, 11. Super-G, 11. Slalom

Weitere Erfolge

Commons: Christina Ager – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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