Christine Maxwell
britische Internetunternehmerin und Pädagogin
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Christine Yvonne Malina-Maxwell (* 16. August 1950 in Maisons-Laffitte, Frankreich) ist eine britische Internetunternehmerin und Pädagogin. Sie ist die Entwicklerin und Mitbegründerin der McKinley Group (Herausgeber der frühen Suchmaschine Magellan), Mitbegründerin des Softwareunternehmens Chiliad und Autorin mehrerer Bücher.
Frühes Leben und Ausbildung
Christine Maxwell wurde in Frankreich als Tochter von Elisabeth Maxwell, einer französischen Holocaust-Forscherin, und Robert Maxwell, einem in der Tschechoslowakei geborenen britischen Verleger und mutmaßlichem Spion. Ihr Vater war jüdischer Herkunft und ihre Mutter war Hugenottin, die Kinder wuchsen allerdings Anglikanisch auf. Christine war eines von 9 Kindern und sie ist die Zwillingsschwester von Isabel Maxwell, eine weitere jüngere Schwester ist Ghislaine Maxwell.[1]
Nachdem sie 1969 die Milham Ford School in Oxford, England, besucht hatte, schrieb sie sich am Pitzer College in Claremont, Kalifornien, ein, wo sie im Mai 1972 den Bachelor of Arts mit den Hauptfächern Lateinamerikastudien und Soziologie erwarb. Im September 1973 schrieb sich Maxwell am Lady Spencer Churchill College of Education (heute Teil der Oxford Brookes University) ein. Sie schloss ihr Studium im Juni 1974 mit einem Post-Graduate Teaching Certificate ab. Später erwarb Maxwell einen Master-Abschluss in Interdisziplinären Studien an der University of Texas at Dallas.[1]
Karriere
Nach ihrer Ausbildung arbeitete Maxwell als Redakteurin bei Pergamon Press (im Besitz von ihrem Vater Robert) und als Pädagogin. Zu ihrer Tätigkeit dazu gehörten die Leitung der Niederlassung von Pergamon Press an der Westküste sowie eine Beteiligung an einer seiner Software-Akquisitionen des Verlags.[2] Von September 1974 bis Juni 1976 arbeitete Maxwell als Lehrerin an der Shepherd's Hill Middle School in Blackbird Leys, Oxford. Ende der 1970er Jahre wurde sie Schulredakteurin bei A. Wheaton & Company in Exeter. Maxwell ist Autorin von The Pergamon Dictionary of Perfect Spelling, das 1977 erstmals bei Pergamon Press erschien. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller und erwies sich als wertvolle Hilfe für Lernende mit Legasthenie. Das Buch wurde später mehrfach neu aufgelegt.[3][1] Maxwell arbeitete auch als Führungskraft für Science Research Associates (SRA) and Macmillan Publishers.[4]
Ende der 1970er Jahre ließ sich Christine in der San Francisco Bay Area nieder, wo sie in der Technologiebranche tätig wurde.[5] Im Jahr 1982 übernahm Maxwell Information on Demand, eine der ersten Datenbanken, die später in Research on Demand umbenannt wurde.[1] 1994 verfasste sie als Mitautorin eine der ersten gedruckten Nachschlagewerke zum Thema Internet mit dem Namen New Riders' Official Internet Yellow Pages (Publiziert von Macmillan Publishers).[6] Gemeinsam mit ihrer Schwester Isabel war sie außerdem an der Gründung und Entwicklung von Magellan beteiligt, einer der ersten Suchmaschinen überhaupt, die Mitte der 1990er online ging und auf dem Verzeichnis der Yellow Pages basierte.[5][7] Nachdem Magellan 1996 von der konkurrierenden Suchmaschine Excite übernommen worden war[8], wurde sie Mitbegründerin von Chiliad, einem Softwareunternehmen, das sich mit der Auswertung großer Datenmengen befasste.[9] Die Software des Unternehmens bildete die Grundlage für die Datensuchtechnologie, die im Datenlager des FBI zur Terrorismusbekämpfung zum Einsatz kam.[10] Im August 2019 war Maxwell weiterhin im Vorstand von Chiliad, Inc aktiv.[3]
Maxwell ist Programmmanagerin für Lerntechnologien an der University of Texas at Dallas.[1] Sie war außerdem in der Arbeit verschiedener Stiftungen involviert, darunter als Trustee des Santa Fe Institute und der Internet Society.[7] Sie ist/war Mitglied im Vorstand des International Center for Disability Resources on the Internet und von Leonardo/OLATS.[4] Maxwell wurde im Juni 2019 zur Direktorin der Environment4Change Foundation ernannt, einer in London ansässigen Umweltberatungsorganisation.[11]
Privatleben
Im Juni 1986 heiratete sie den Physiker und Astronomen Roger Malina von der UC Berkeley, dem Sohn von Frank Malina. Maxwell und Malina haben drei Kinder.[12][1][3]