Christoph Spering

deutscher Dirigent From Wikipedia, the free encyclopedia

Christoph Spering (* 23. Juni 1959 in Simmern/Hunsrück) ist ein deutscher Dirigent und Kirchenmusiker. Er wirkte von 1983 bis 2025 als Kantor der evangelischen Kirchengemeinde in Köln-Mülheim.

Leben

Christoph Spering ist wie sein jüngerer Bruder Andreas Spering Sohn eines Pfarrers und Enkel des Simmerner Superintendenten Ernst Gillmann. Er studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Kirchenmusik (A-Examen). Er lebt in Kerpen.

Spering wurde besonders für seine Ausdehnung der historischen Aufführungspraxis auf die Musik des 19. Jahrhunderts, besonders Schumanns und Mendelssohns bekannt. 1983 wurde er Kantor der evangelischen Kirchengemeinde in Köln-Mülheim. 1985 gründete er den Chorus Musicus Köln und 1988 das Neue Orchester. Bekannt wurde er international mit der Ersteinspielung der Bachschen Matthäuspassion in der Version Mendelssohns von 1841. Für die Einspielung von Mendelssohns Elias erhielten Spering und seine Ensembles im Jahr 2011 die Auszeichnung ECHO Klassik,[1] ebenso 2017 zusammen mit dem Chorus Musicus Köln und dem Neuen Orchester für die Einspielung der Luther-Kantaten von Johann Sebastian Bach.[2] 2005 wurde er mit dem Ehrentitel Kirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche im Rheinland ausgezeichnet.[3] Eines seiner Verdienste ist das Engagement für die Woehl-Orgel in der Kölner Friedenskirche, erbaut 2017.[4] Im September 2025 wurde er nach über 42 Jahren als Kantor in den Ruhestand verabschiedet.[5]

Aufnahmen (Auswahl)

Einzelnachweise

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