Chrysler PT Cruiser

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Der Chrysler PT Cruiser ist ein Pkw-Modell des amerikanischen Herstellers Chrysler, das von Anfang 2000 bis Sommer 2010 gebaut wurde.

Schnelle Fakten PT Cruiser ...
Chrysler
Bild
Bild
Chrysler PT Cruiser (2000–2006)
PT Cruiser
Produktionszeitraum 2000–2010[1]
Klasse Kompaktklasse
Karosserieversionen Kombi, Cabriolet
Motoren Ottomotoren:
1,6–2,4 Liter
(85–164 kW)
Dieselmotoren:
2,2 Liter
(89–110 kW)
Länge 4288 mm
Breite 1748 mm
Höhe 1539–1665 mm
Radstand 2616 mm
Leergewicht 1441–1605 kg
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Schnelle Fakten
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2002)[2] 3 Sterne
Sterne im US-NCAP-Crashtest (2001),[3] Frontal, Front driver side 2 Sterne
Sterne im US-NCAP-Crashtest (2002),[4] Frontal, Front driver side 4 Sterne
Bewertung im IIHS-Crashtest (2006),[5] Moderate overlap front
G
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Modellgeschichte

Vor dem Serienmodell wurde mit mehreren Konzeptfahrzeugen ein Ausblick auf den Chrysler PT Cruiser gegeben. Das erste war der auf der North American International Auto Show (NAIAS) 1997 präsentierte Plymouth Pronto, das zweite der Chrysler Pronto Cruizer auf dem Genfer Auto-Salon 1998[6] und als drittes in etwa zugleich mit dem Serienmodell der Chrysler Pronto Cruizer AWD, auf der NAIAS 1999.[7] Das Kürzel PT steht für „Personal Transportation“. Das Fahrzeug wurde vom Designer Bryan Nesbitt[8] als Interpretation des Chrysler Airflow mit Dodge-Neon-Elementen konzipiert, aber auf einer eigenen Plattform (PT-Plattform) aufgebaut.[9]

Auch nach der Präsentation des Serienmodells wurden einige Konzeptfahrzeuge basierend auf dem Chrysler PT Cruiser präsentiert, von denen die meisten nicht in Serie gingen: unter anderem der Panel Cruiser[10] und der GT Cruiser (Serienmodell: PT Cruiser Turbo) auf der NAIAS 2000, das Konzeptfahrzeug für die Cabriolet-Variante auf der New York International Auto Show (NYIAS) 2001[11] oder der Chrysler California Cruiser mit einer Vorschau während des Pebble Beach Concours d’Elegance 2002 und einer Öffentlichkeitspremiere auf der Mondial de l’Automobile 2002.[12]

Im Frühjahr 2004 folgte die Serienversion des viersitzigen Chrysler PT Cruiser Cabriolet mit Stoffverdeck auf der NAIAS 2004.[13]

Modellpflege

Im Frühjahr 2006 erhielt der PT Cruiser ein Facelift, das Mitte 2005 vorgestellt wurde.[14] Verändert wurde hauptsächlich die Frontansicht mit neuen Scheinwerfern und der Innenraum mit neuen Farben und Materialien. Die Motoren wurden ebenfalls leicht überarbeitet.

Produktion

Der Wagen wurde von Februar 2000[15] bis zum 9. Juli 2010[16] im Chrysler-Werk Toluca (Mexiko)[17] gebaut. Zudem wurden die mit Dieselmotoren ausgestatteten Einheiten von Juli 2001[18] bis Juli 2002 zunächst ausschließlich im österreichischen Eurostar Automobilwerk montiert.[19] Als sich der Standort Graz für den PT Cruiser als zu teuer erwies,[20] übernahm das Toluca-Werk die Montage der mit Dieselmotoren ausgestatteten Einheiten.

Die Produktion des Cabriolets begann im Januar 2004[21] und wurde am 21. Dezember 2007 eingestellt.[22]

Im Sommer 2009 wurde offiziell auch der Verkauf der Limousine in Deutschland beendet.[23][24]

Technik

Der Chrysler PT Cruiser hat Frontantrieb und ist für fünf Personen zugelassen.

Bei der Cabriolet-Variante erhöhte sich die Masse aufgrund der verstärkten Fahrzeugstruktur um etwa 68 kg.[25]

Im Euro-NCAP-Crashtest erreichte der Chrysler PT Cruiser 3 von 5 Sternen bei der Insassensicherheit und 1 von 5 bei der Fußgängersicherheit.[2]

Das Fahrwerk hat vorn MacPherson-Federbeine, hinten eine Achse mit Wattgestänge.[26]

Typbezeichnungen

Die Typenbezeichnungen des PT Cruisers unterscheiden sich je nach der Karosserieform und der Seite, auf der sich die Lenkung befindet. Dabei wird das geschlossene Modell mit Linkslenkung als Typ FY sowie mit Rechtslenkung als Typ FZ bezeichnet. Beim Cabriolet dagegen wurden die Typenbezeichnung JY für den Linkslenker und JZ für den Rechtslenker verwendet.

Auszeichnungen

Der PT Cruiser wurde im Jahr 2001 auf der Car-and-Driver 10Best Cars-Liste[27] unter den ersten zehn geführt und gewann im selben Jahr den North-American-Car-of-the-Year-Preis.[28]

Technische Daten

Weitere Informationen Modell, Motorart ...
ModellMotorartHubraummax. Leistungmax. DrehmomentHöchst­geschwind­igkeitKraftstoff­verbrauch
auf 100 km
Bauzeit
1.6 (1) Ottomotor1598 cm³85 kW (116 PS) bei 6300/min157 Nm bei 4550/min176 km/h07,7 l2001–2010
1996 cm3 100 kW (136 PS) 188 Nm bei 4200/min 166 km/h (Automatik) 8,9 l 2003
2.0 1996 cm³104 kW (141 PS) bei 5700/min188 Nm bei 4150/min166 km/h (2) / 190 km/h07,2 l2000–2004
2.4 (3) 2429 cm³105 kW (143 PS) bei 5200/min214 Nm bei 4000/min195 km/h09,4 l2004–2009
2.4 Turbo (4) 164 kW (223 PS) bei 5100/min332 Nm bei 3950/min200 km/h (abgeregelt)10,2 l2003–2006
2.2 CRD (5) Dieselmotor2148 cm³89 kW (121 PS) bei 4200/min300 Nm bei 1600–2600/min183 km/h06,9 l2000–2005
2.2 CRD 110 kW (150 PS) bei 4000/min300 Nm bei 1600–3200/min183 km/h06,7 l2006–2010
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Auch mit 4-Gang Automatik, als „AUTOSTICK“ mit zusätzlicher manueller Schaltebene

(1) 
Nicht in Österreich erhältlich
(2) 
bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe
(3) 
In den USA von 2000 bis 2003
(4) 
In den USA nur noch mit Automatikgetriebe und 132 kW (180 PS)
(5) 
Motortyp MB OM 644, aus Mercedes-Benz[29] OM 611 und OM 646 als Spezialversion des OM 646 für Quereinbau entstanden, Vor-Facelift i. d. R. nur Euro 3 und in D gelbe U-Plakette, Facelift mit 150 PS haben Euro 4 und grün

Zulassungszahlen

Zwischen 2000 und 2010 sind in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 38.437 Einheiten des Chrysler PT Cruiser neu zugelassen worden. Mit 7.417 Einheiten war 2002 das erfolgreichste Verkaufsjahr.

Bestand

Quelle: KBA: FZ12[31]

Literatur

  • Matt DeLorenzo, John Lamm: Chrysler PT Cruiser. MotorBooks International, 2000, ISBN 978-1-61060-874-9 (englisch, google.com [abgerufen am 9. April 2019]).
  • Robert Ackerson: Chrysler PT Cruiser: The book of Chryslers classic design for a modern age. Veloce Publishing Ltd, 2007, ISBN 978-1-84584-881-1 (englisch, google.com [abgerufen am 9. April 2019]).

Einzelnachweise

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