Cigi

italienischer Rapper From Wikipedia, the free encyclopedia

Cigi (dʃɪɢɨ, * 8. Mai 1975 in Schiers; bürgerlich Salvatore Ciccone) ist ein italienischer Rapper, der in der Schweiz lebt.

Leben und Wirken

Als Kind wollte Ciccone ursprünglich Fußballprofi werden. Stattdessen begann er mit 15 eine Lehre als KV-Angestellter. Er lernte Leute aus der Schweizer Hip-Hop Szene wie Spooman oder Lou Geniuz kennen. Nach dem Lehrabschluss zog Cigi aus beruflichen Gründen nach Winterthur. 1994 produzierte er seine ersten Rap-Tracks mit Spooman und Inspirin (AOH - Family). Drei Jahre später gründete er mit Lou Geniuz, Tolis, Gina E, D Breez, Masta T und Jon die Rap-Crew Moshiba. Die Gruppe gewann den Wettbewerb an der Musikmesse in Luzern. Im selben Jahr produzierte Lou Geniuz sein erstes Soloalbum, auf dem Cigi einen Gastauftritt unter dem Namen G Blu hatte. 2000 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum Mondo Blu. Bei der AOH-Family hatte Cigi seine Texte teilweise noch auf Schweizerdeutsch geschrieben. Auf dem Album wurden alle Lieder auf Italienisch gerappt. Im folgenden Jahr erschien Figlio del Sud, auf dem Cigi Unterstützung von Lou Geniuz erhielt, der unter anderem alle Lieder aufnahm. Nach dem dritten Album Resisto 2004 gründete er die Band Straight Outta Mama, mit der er das Album Un giorno della vita di veröffentlichte. Die Gruppe ist immer bei Ciccones Live-Auftritten anwesend und besteht aus dem Schlagzeuger Thierry Schenk, dem Keyboarder Michael Gertschen, Gian Lorenz am E-Bass sowie Lou Geniuz und Nyna Cantiene als Backgroundsänger.[1]

Nachdem er zu Beginn seiner Karriere ausschließlich Hip-Hop gemacht hatte, begann Cigi spätestens ab seinem vierten Soloalbum Un Giorno della Vita di auch andere Musikstile wie Salsa, Latin Jazz, R&B, Reggae und Soul zu verwenden. Typisch sind zungenbrecherisch schnelle Raps. Die Salsa- und Pop-ähnlichen Beats werden meist von Lou Geniuz produziert. 2006 trat er der Hip-Hop Gruppe Oschtblock Kuabuaba (OBK) bei, welcher unter anderem auch Lou Geniuz, Gimma und Ali de Bengali angehören. Auf dem Album Panzer von Gimma rappte Cigi eine Strophe des Songs Jeda Tag. 2008 erschien das OBK-Album America is Back sowie die dazugehörige Singleauskopplung Feria in Guantanamo. Im Juli veröffentlichten Cigi und Lou Geniuz gemeinsam den Song L'estata che balla, welcher den ganzen Spätsommer über fast täglich auf DRS 3 gespielt und im Internet zum Download freigestellt wurde.[2] Cigi hatte auch einen Gastbeitrag auf dem 2009 erschienenen Album Hippie von Gimma. Er war gemeinsam mit Lou Geniuz auf dem Stück I liaba mina Job vertreten.

Diskografie

Alben
  • 2000: Mondo Blu
  • 2001: Figlio del Sud
  • 2004: Resisto
  • 2006: Un Giorno della vita di (mit Straight Outta Mama)
  • 2009: Ridendo o Piangendo
  • 2011: L’ultimo sballo
Singles
  • 2004: Resisto (feat. Gimma)
  • 2006: Siamo Soli
  • 2007: Face calle
  • 2008: L'estata che Balla (feat. Lou Geniuz)
  • 2009: La mia città
  • 2009: Siamo Uomini
  • 2011: Calmati (feat. Parayah) (Samplerbeitrag Bock uf Rap / (BMMP))
  • 2011: Stella Magica (feat. Lou Geniuz)

Einzelnachweise

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