Cimadera

Dorf und ehemalige Gemeinde in Lugano im Kanton Tessin, Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Cimadera war bis am 13. April 2013 eine politische Gemeinde im Kreis Sonvico, Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz. Seit dem 14. April 2013 ist Cimadera eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Lugano.

Schnelle Fakten
Wappen von Val Colla
Wappen von Val Colla
Wappen von Lugano
Wappen von Lugano
Val Colla
Quartier von Lugano
Karte von Val Colla
Karte von Val Colla
Koordinaten 724393 / 104320
Höhe Ø 1100 m
Fläche 5,28 km²
Einwohner 121 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte 23 Einwohner/km²
Eingemeindung 14. Apr. 2013
BFS-Nr. 519-2027
Postleitzahl 6951
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Gemeindestand vor der Fusion am 13. April 2013

Geographie

Die ehemalige Gemeinde liegt auf 1087 m ü. M. am linken Seitenhang im oberen Val Colla und 11 km nordöstlich von Lugano. Sie grenzt an Italien.

Geschichte

Eine erste urkundliche Erwähnung ist für das Jahr 1422 belegt. Das Dorf trug den Namen Cima d’Era. Ursprünglich wurde es nur während der Zeit bewohnt, in der die Bauern von Treciore (Weiler von Sonvico) ihr Vieh auf die Alpen trieben. Infolge der Pest von 1525 liess sich die Bevölkerung endgültig hier nieder. Cimadera gehörte zur Gemeinde und vicinìa von Sonvico. Von beiden wurde es durch Dekret vom 9. Mai 1878 abgetrennt.[1]

Seit dem 14. April 2013 gehören die ehemaligen Gemeinden Bogno, Certara, Cimadera und Valcolla dem neuen Luganer Quartier Val Colla an. Cimadera aber bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[2]

Ehemaliges Wappen von Cimadera

Bevölkerung

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten, Website Stadt Lugano[3][4][5]

Veranstaltungen

  • Unione Tiratori Monte Era[6]

Sehenswürdigkeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[7]

  • Kapelle Sant’Antonio von Padua (17. Jahrhundert)[8]
  • Gebetshaus (Oratorium) Sante Maria und Elisabetta aus dem Jahr 1670[8]

Literatur

  • Antonio Gili: Cimadera. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. März 2023.
  • Flavio Maggi: Patriziati e patrizi ticinesi. Pramo Edizioni, Viganello 1997.
  • Simona Martinoli u. a.: Cimadera. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. (Hrsg. GSK), Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 383.
  • Celestino Trezzini: Cimadera. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Basel – Egnach. Attinger, Neuenburg 1924, S. 589 (Digitalisat [PDF; 28,1 MB]).
  • Benedetto Vannini: Appunti per una storia della Val Colla. In: Valli di Lugano. Armando Dadò Editore, Locarno 1990, S. 105–126.
  • Fernando Zappa (Hrsg.): Cimadera. In: Valli di Lugano. Armando Dadò Editore, Locarno 1990.

Einzelnachweise

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