Cinidon-ethyl

chemische Verbindung, Herbizid From Wikipedia, the free encyclopedia

Cinidon-ethyl ist ein Herbizid aus der Klasse der PPO-Hemmer und eine chemische Verbindung aus der Gruppe der N-Phenylphthalimide.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Cinidon-ethyl
Allgemeines
Name Cinidon-ethyl
Andere Namen

Ethyl-(Z)-2-chlor-3-(2-chlor-5-(cyclohex-1-en-1,2-dicarbox-imido)phenyl)acrylat;
Ethyl-(2Z)-2-chlor-3-[2-chlor-5-(1,3-dioxo-1,3,4,5,6,7-hexahydro-2H-isoindol-2-yl)phenyl]acrylat[1]

Summenformel C19H17Cl2NO4
Kurzbeschreibung

beiges Pulver[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 142891-20-1
EG-Nummer (Listennummer) 604-318-6
ECHA-InfoCard 100.120.583
PubChem 5851439
ChemSpider 4722745
Wikidata Q2392858
Eigenschaften
Molare Masse 394,25 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

1,398 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

109–110 °C[2]

Siedepunkt

360 °C[3]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (0,057 mg·l−1 bei 20 °C)[2]
  • löslich in organischen Lösemitteln (213 g·l−1 in Aceton)[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 317351410
P: 201202273280302+352308+313[2]
Toxikologische Daten

>2.200 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Wirkung

Cinidon-ethyl wirkt selektiv gegen einjährige Zweikeimblättrige wie Klettenlabkraut, Ehrenpreis und Brennnessel.[5]

Zulassung

Die EU-Kommission nahm Cinidon-ethyl 2002 in die Liste der zulässigen Pflanzenschutzmittel auf.[6] Eine Verlängerung der bis Ende September 2012 gültigen Zulassung wurde nicht beantragt, so dass die EU-Kommission sie nicht erneuerte. Zugelassene Pflanzenschutzmittel mit Cinidon-ethyl durften bis 31. März 2013 verkauft, bis Ende März 2014 verwendet werden.[7]

In der Schweiz waren mehrere Pflanzenschutzmittel mit Cinidon-ethyl zugelassen, die gegen Unkräuter beim Getreideanbau und zum „Abbrennen“ von Kartoffelfeldern vor der Ernte verwendet werden konnten. Inzwischen sind weder in Deutschland oder Österreich noch in der Schweiz Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[8]

Einzelnachweise

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