Clara de Hirsch

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Clara de Hirsch (geborene Bischoffsheim 13. Juni 1833 in Antwerpen; gestorben 1. April 1899 in Paris) war eine belgische Philanthropin.

Clara de Hirsch

Leben

Clara Bischoffsheim wurde am 13. Juni 1833 in Antwerpen geboren. Ihr Vater war der Bankier und spätere belgische Senator Jonathan-Raphaël Bischoffsheim (1808–1883), ihre Mutter Henriette, geborene Goldschmidt aus Frankfurt am Main (1812–1892). Ihr Onkel Salomon Hayum Goldschmidt war Präsident der Alliance Israélite Universelle.[1] Sie hatte drei Geschwister, Ferdinand (1837–1909), der auch Bankier wurde, Regine (1834–1905), die ihren Vetter Leopold Benedict Goldschmidt (1830–1904) heiratete und Hortense (1843–1901), ebenfalls eine Philanthropin.

Sie genoss eine liberale Erziehung und lernte neben Französisch und Deutsch auch Englisch und Italienisch. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung arbeitete sie als Privatsekretärin ihres Vaters. Clara Bischoffsheim heiratete 1855 Moritz Freiherr von Hirsch, der in der Bank ihres Vaters berufliche Erfahrungen sammelte. Mit ihrem Mann lebte sie in München, Brüssel und zuletzt in Paris.[1]

Stifterin

Clara de Hirsch

In München gründete Clara de Hirsch die „Freiherrlich von Hirsch’sche Stiftung“ für Wöchnerinnen und Rekonvaleszenten.

Sie gründete in New York 1897 das „Clara de Hirsch Heim für berufstätige Mädchen“. Dafür stiftete sie 800.000 US-Dollar. Die Einrichtung fusionierte in den 1960er Jahren mit der Jewish Community Centers Association of North America (JCC).

Clara de Hirsch starb am 1. April 1899 in Paris. Die internationale Presse würdigte sie mit Nachrufen und durch einen Magistratsbeschluss vom 8. August 1899 wurde im Münchner Stadtteil Sendling die „Hirsch-Gereuth-Straße“ nach ihr benannt.

Commons: Clara de Hirsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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