Clariden

Ein Gipfel in den Zentralschweizer Alpen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Clariden (auch Claridenstock) ist ein 3267 m ü. M. hoher Berg der Glarner Alpen in der Schweiz.

Schnelle Fakten
Clariden
Clariden vom Urner Boden her gesehen
Clariden vom Urner Boden her gesehen
Höhe 3267 m ü. M.
Lage Grenze Kanton Glarus/Kanton Uri, Schweiz
Gebirge Alpen (Glarner Alpen)
Dominanz 3,59 km Gross Schärhorn
Schartenhöhe 434 m Chammlilücke
Koordinaten 709264 / 188864
Clariden (Glarner Alpen)
Clariden (Glarner Alpen)
Erstbesteigung 13. August 1863 durch Rambert, Streiff und Stüssi
Normalweg Über die Claridenhütte (Gletschertour) oder vom Klausenpass (Gletscher und Fels)
Schließen

Lage

Der Clariden liegt oberhalb des Klausenpasses in der Bergkette Gross Schärhorn – Clariden – BocktschingelGemsfairenstock (von Westen nach Osten). Diese Kette ist dem Tödi nordwestlich vorgelagert. Nördlich befinden sich der Urner Boden und die Klausenpassstrasse. Über den Gipfel verläuft die Kantonsgrenze zwischen Glarus und Uri.

Einen Blickfang vom Gipfel bildet der Tödi.

Name

Der Name Clariden leitet sich wahrscheinlich von Clareta, lateinisch clarus (hell, leuchtend, glänzend), her.[1]

Routen zum Gipfel

Der Clariden kann von der Claridenhütte über den Claridenfirn erreicht werden. Eine weitere häufig begangene Aufstiegsroute führt vom Klausenpass über das Iswändli auf den Claridenvorgipfel und von dort über einen mit Ketten gesicherten Felsgrat auf den Hauptgipfel. Schlüsselstelle dabei ist der Übergang vom Claridenvorgipfel zum Hauptgipfel, der früher über den letzten Teil der Nordwand führte. Aufgrund von Unfällen und der Tatsache, dass diese Passage nur schwer zu sichern ist, wurden vor einigen Jahren Ketten in den Felsgrat oberhalb der Nordwand installiert.

Ein weiterer Zugang führt von Süden her von der Hüfihütte über den Hüfigletscher zum Clariden. Der Clariden ist im Winter auch Skitourenberg. Vor allem wenn im Frühjahr der Klausenpass geöffnet wird, ist er ein häufiges Tagesziel von Skitourengängern.

Der Nordwandtrichter ist eine bis zu 50° steile Eistour. Daneben gibt es weitere Eisrouten in der Nordwand (unter anderem den direkten Einstieg, erstbegangen durch Urs Odermatt), welche anspruchsvolleres Eisklettern bieten. Der Nordwandtrichter leidet im Hochsommer immer mehr unter Ausaperung und ist deshalb nur noch im Frühjahr/Frühsommer zu empfehlen. Auch der Claridenfirn schwindet, so waren in den Jahren 2022 und 2023insgesamt 10 Prozent des Schweizer Gletschervolumens verschwunden, so viel wie nie zuvor. Der folgende Winter 2023/24 war sehr niederschlagsreich gewesen, doch durch Saharastaub-Ereignisse wurde zuerst der Schnee abgedunkelt, was zur Schmelze beitrug, dann die Gletscher, was im Sommer trotz des vielen Schnees in einem weiteren Volumenverlust der Gletscher von 2,5 Prozent resultierte, mehr als das 10-Jahres-Mittel. Konkret waren die 6 Meter Schnee, welche Mitte Mai 2024 auf dem Claridenfirn gelegen hatten, bis im September komplett verschwunden.[2]

Commons: Clariden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI