Claus Kerwer

Claus Kerwer, deutscher Architekt und Glaskünstler From Wikipedia, the free encyclopedia

Claus Kerwer (* 10. April 1910 in Merzig; † 23. November 1991 in Rheinbach) war ein deutscher Architekt, Zeichner, Keramiker und Glaskünstler.

Werdegang

Geboren in Menzig wuchs Claus Kerwer mit seinen vier Geschwistern in Rheinbach auf, besuchte das Städtische Gymnasium und begann 1928 eine Schreinerlehre in Rheinbach. Von 1932 bis 1934 besuchte Kerwer die Städtische Handwerker- und Kunstgewerbeschule Trier. Nach seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg gründete er im Jahr 1946 ein Architekturbüro in Bonn und plante zahlreiche Bauten in der Bundeshauptstadt. Er hatte maßgeblichen Einfluss auf den historisierenden Wiederaufbau des im Krieg stark zerstörten Rheinbachs.[1]

In den 1950er Jahren entwarf Kerwer Glasfenster für Kirchen, Kapellen und Verwaltungsgebäude. Über seinen Schwager Rudolf Schardt, der die Rheinbacher Keramikfabrik „Ruscha“ - bekannt als ein Hersteller von Westdeutscher Kunstkeramik - betrieb, machte Kerwer sich auf dem Gebiet der Baukeramik einen Namen, wie auch das von ihm gestaltete Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs im Stadtpark Rheinbach zeigt.

Eine Straße in Rheinbach wurde 2019 nach Claus Kerwer benannt.[2][3][4]

Werk (Auswahl)

Weitere Informationen Jahr, Ort ...
Jahr Ort Objekte Abb. / Quelle
1949 Nideggen Gedenktafeln der Kriegergedächtnisstätte Marienkapelle (Keramik) [5]
1950 Bonn Wohnhaus Fritz-Schäffer-Straße 15 [6]
1954 Sankt Augustin-Menden Fenster für die kath. Kirche St. Augustinus [7]
1954/1956 Beuel Fenster für die Kapelle des St.-Josefs-Hospitals [8][9]
1956 Troisdorf-Spich Fenster für die kath. Kirche St. Mariä Himmelfahrt [10]
1958 Bonn-Poppelsdorf Fenster für das Institut für Pharmokologie beim Universitätsklinikum Bonn [11][12]
1960 Bonn-Kessenich Fenster für die kath. Kirche St. Stephanus [13]
1964 Rheinbach Gedenkstätte für die Opfer der Weltkriege [14][15][16]
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Commons: Claus Kerwer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Werke von Claus Kerwer auf den Seiten der Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e. V., zuletzt eingesehen am 6. Mai 2022

Einzelnachweise

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