Coiba

Insel des mittelamerikanischen Staates Panama From Wikipedia, the free encyclopedia

Die ca. 503 km² große, aber – abgesehen von einer Ranger-Station – unbewohnte Insel Coiba ist die größte Insel des mittelamerikanischen Staates Panama. Sie gehört zum Bezirk Montijo in der Provinz Veraguas.[1] Seit dem Jahr 2005 gehört sie zum UNESCO-Welterbe.[2]

Schnelle Fakten
Coiba
Insel Coiba, Panama
Gewässer Golf von Chiriquí
Geographische Lage  26′ N, 81° 46′ W
Coiba (Veraguas)
Coiba (Veraguas)
Länge 35 km
Breite 20 km
Fläche 503 km²
Höchste Erhebung 65 m
Einwohner unbewohnt
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Lage und Klima

Die Insel Coiba liegt im Golf von Chiriquí, d. h. auf der Pazifikseite etwa 25 km südwestlich des Festlands und ca. 120 km (Luftlinie) von der Hauptstadt Panama-Stadt entfernt. Das Klima ist tropisch schwülwarm; Regen (ca. 1900 mm/Jahr) fällt überwiegend im Sommerhalbjahr.

Geschichte

Bis zu ihrer Eroberung (ca. 1560) durch die Spanier war sie von Coiba-Cacique-Indianern bewohnt. Im Jahr 1919 wurde auf der Insel eine Strafkolonie eingerichtet, deren ohnehin schlechter Ruf sich während den Diktaturen von Omar Torrijos (reg. 1969–1981) und Manuel Noriega (reg. 1983–1989) weiter verschlechterte – man spricht von extrem grausamen Foltern und etwa 300 Morden. Das Gefängnis wurde im Jahr 2004 geschlossen und wird von der Bevölkerung Panamas wegen angeblicher Geistererscheinungen gemieden.

Natur

Die maximal etwa 65 m[3] hohe Insel ist zu drei Vierteln bewaldet; es gibt felsige Küstenabschnitte, aber auch Sandstrände. Im Jahr 1992 wurde ein ca. 2700 km² großer Nationalpark eingerichtet, der die Insel selbst sowie 38 kleinere Nachbarinseln und ein umfangreiches Meeresgebiet umfasst.

Sowohl der Coiba-Brüllaffe wie das Coiba-Aguti kommen auf der Insel als Endemiten vor.

Commons: Coiba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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