Col du Silberloch
Gebirgspass in Frankreich im Département Haut-Rhin im Elsass in der französischen Region Grand Est
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Der Col du Silberloch („Silberloch-Pass“) ist ein 883 m hoher Pass im Département Haut-Rhin im Elsass in der französischen Region Grand Est. Er liegt etwa 20 km nordwestlich von Mülhausen am Weg zum Grand Ballon in den südlichen Vogesen.[1]
| Col du Silberloch | |||
|---|---|---|---|
| Himmelsrichtung | Nord | Süd | |
| Passhöhe | 906 m | ||
| Département | Haut-Rhin | ||
| Wasserscheide | Wuenheimerbach | Sielberlochrunz | |
| Talorte | Wuenheim (Soultz-Haut-Rhin) | Wattwiller (Cernay) | |
| Ausbau | Route des Crêtes (Cernay – Grand Ballon) | ||
| Gebirge | Vogesen | ||
| Besonderheiten | Straßenverlauf oberhalb Passhöhe | ||
| Profil | |||
| Länge | 15,5 | 10,0 | |
| Anstieg | 630 m | 585 m | |
| Ø-Steigung | 4 % | 5,8 % | |
| Karte (Haut-Rhin) | |||
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| Koordinaten | 47° 51′ 35″ N, 7° 9′ 10″ O | ||
Geografie
Geographisch verbindet der Pass die Gemeinden Wuenheim mit dem Wuenheimerbach und Wattwiller im Tal des Silberlochrunz. Er liegt zwischen dem Vorberg des 1125 Meter hohen Molkenrains und dem Felsenvorsprung des 956 Meter hohen Vieil Armand – dem Hartmannswillerkopf.[2]
Verkehrstechnisch liegt die „Passhöhe“ an der Route des Crêtes etwas westlich auf einem höheren Punkt des Bergsattels. Sie liegt an der Strecke vom südlich gelegenen Cernay über Uffholtz kurz nach dem Col de Herrenfluh (bei der Burg Herrenfluh) noch vor dem Col Amic auf dem Weg zum Grand Ballon – dem Großen Belchen.
Zwischen der Straße und dem Sattelpunkt befinden sich Gedenkstätte und Soldatenfriedhof Nécropole nationale du Silberloch - Hartmannswillerkopf.
Name
Der Name Silberloch besteht aus den alemannischen Wörtern Silber und Loch. Er belegt die Vorkommen von Silberbergwerken in den 15. und 16. Jahrhunderten.[3]
Auffahrten
Die Strecke von Wattwiller führt über die D 5.3 zur Route des Cretes und auf dieser weiter über den Col de Herrenfluh zur 906 m hohen Stelle oberhalb des Soldatenfriedhof.
Von Uffholtz ist die Südauffahrt 10,6 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 5,6 % auf. Die Steigungsprozente liegen dabei meist bei 7 %, ehe die Straße am Col du Herrenfluh rund zwei Kilometer vor der Passhöhe für einen Kilometer abflacht. Auf dem letzten Kilometer beträgt die Steigung 6,5 %.
Alternativ kann der Col du Silberloch von Willer-sur-Thur und Soultz-Haut-Rhin erreicht werden, wobei sich die beiden Auffahrten beim Col Amic treffen. Von diesem führt die D431G für 4,3 Kilometer großteils flach auf die Passhöhe. Die Auffahrt von Willer-sur-Thur ist 13,6 Kilometer lang und steigt mit 4,1 % an, während der Anstieg von Soultz-Haut-Rhin auf 15,5 Kilometer eine Durchschnittsteigung von 4 % aufweist.
Radsport
Die Tour de France führte erstmals im Jahr 1952 über den Col du Silberloch, wobei er auf der 8. Etappe eine kurze Gegensteigung in der Abfahrt nach Mulhouse darstellte. Zuvor war die Auffahrt von Willer-sur-Thur auf den Col Amic absolviert worden.[4]
Im Jahr 1969 wurde der Pass in der Auffahrt des Grand Ballon überquert, ehe im Jahr 1970 erstmals eine Bergwertung auf dem Col du Silberloch abgenommen wurde. Damals wurde er als kurze Gegensteigung mit der 3. Kategorie klassifiziert.[5] Dies wurde bei der Tour de France 1973 wiederholt,[6] ehe in den Jahren 1976 und 2014 keine Punkte vergeben wurden.[7]
Bei der Tour de France 2026 soll der Col du Silberloch erneut während des Anstiegs auf den Grand Ballon überquert werden. Es soll jedoch keine Bergwertung auf dem Pass abgenommen werden.[8]
| Jahr | Etappe | Bergwertung | Sieger | Auffahrt |
|---|---|---|---|---|
| 1970 | 9. Etappe | 3. Kategorie | von Col Amic | |
| 1973 | 5. Etappe | 3. Kategorie | von Col Amic |

