Conrad Poten

königlich hannoverischer General-Lieutenant sowie Kommandant der Haupt- und Residenzstadt Hannover From Wikipedia, the free encyclopedia

Conrad Poten (* 14. Oktober 1792 in Wunstorf; † 29. Juni 1863 in Hannover) war ein königlich hannoverischer General-Lieutenant sowie Kommandant der Haupt- und Residenzstadt Hannover.

Herkunft

Er entstammt der Soldaten-Familie Poten. Sein Vater war der Oberstleutnant im leichten Dragoner Regiment Prinz von Wallis Johann Henrich Poten (* 8. August 1733; † 25. Januar 1806). Seine Mutter war Friederike Christine Sander. Zwei weitere Brüder wurden ebenfalls Generäle: August (1789–1869) war hannoverischer Generalleutnant und Friedrich Bernhard Heinrich (1779–1845), dieser war hannoverischer Generalmajor und erhielt 1827 den badischen Freiherrenstand.

Leben

Er war noch keine 15 Jahre als er 1807 aus dem französisch besetzten nach England ging, wo er sich am 16. Juli 1807 als Kadett dem 1. Husaren-Regiment der King’s German Legion (KGL) anschloss. Er kam 1809 nach Spanien und wurde am 24. März 1810 Kornett und am 14. Juni 1811 Leutnant. Er kämpfte in den Schlachten von Busaco, Fuentes de Onoro, Salamanca, Vitoria, Nivelle, Orthes und Toulouse, wo er zwei Wunden erhielt. Nach dem Pariser Frieden von 1814 wurde die Legion nach Brabant verlegt. Er nahm am Feldzug von 1815 teil sowie an der Schlacht bei Waterloo.

Nach dem Krieg wurde die Legion 1816 aufgelöst und Poten kam am 1. März 1816 (Patent zum 25. Februar 1816) als Stabsrittmeister in das neuerrichtete Leib-Kürassier-Regiment nach Aurich. 1831 wurde er als Rittmeister und Schwadronschef zum derzeitigen 3. Husaren-Regiment versetzt. Am 1. Juli 1833 wechselte er in das 1. Dragoner-Regiment (ab 1. Januar 1838 Garde-Husaren) und kam am 8. März 1840 als Major in das 3. Dragoner-Regiment (Herzog von Cambridge). Am 22. September 1846 wurde er zum Oberstleutnant befördert und 5. Juli 1847 kam er als Kommandeur in das 4. Dragoner-Regiment (Prinzregent). Während des Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieges führte er das Regiment nach Holstein und wurde noch während der Krieges am 25. Juni 1848 als Kommandeur in das Husaren-Regiment (Königin) versetzt. Er wurde am 5. Dezember 1851 zum Oberst und 24. Mai 1854 zum Generalmajor befördert.

Am 27. Mai 1855 wurde er dann Kommandeur der 1. Kavallerie-Brigade und am 26. Mai 1858 Generalleutnant. Nach über 50 Jahren Dienstzeit wurde er dann am 5. Mai 1859 auf eigenes Ersuchen in Pension geschickt und zum Kommandanten der Haupt- und Residenzstadt Hannover ernannt. Er starb hochgeschätzt 1863.

Poten war Träger des Großkreuzes des Guelphen-Ordens (1862) sowie des Preußischen Roten Adlerordens ferner des Ernst-August-Kreuzes und mehreren Kriegsmedaillen.

Familie

Poten heiratete am 10. Oktober 1832 in Göttingen Marianne Henriette Philippine Rehberg (* 26. Oktober 1808; † 26. März 1869), Tochter des hannoverschen Staatsmann August Wilhelm Rehberg. Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Karl August Wilhelm (* 11. August 1845; † 12. Juni 1905), sächsischer Generalleutnant ⚭ Sidonie Jaenicher
  • Marie (1834–1895)
  • Charlotte (1835–1871)
  • Friedrich Carl Ernst (* 15. Februar 1837), sächsischer Major ⚭ 1882 Freiin Ida von Barnekow verwitwete von Hake (* 18. August 1843), Tochter von Generalmajor Ulrich von Barnekow

Literatur

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