Contratiempo

rhythmisches Gestaltungsmittel in der Musik From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Contratiempo (spanisch Gegenzeit) ist ein rhythmisches Gestaltungsmittel in der Musik, namentlich im Flamenco.[1]

Regelmäßige Contratiempos beim 4/4-Takt

Es beruht darauf, dass perkussive Schläge nicht auf die Zählnoten im Takt gelegt werden, sondern „zwischen die Schläge“. Beim regulären 44-Takt ist dies das zweite Achtel einer Viertelnote. Im einfachsten Fall können die Schläge so gesetzt werden:[1]

reguläre Betonung:éinsundzweiunddréiundvierund
Perkussion: X X X X

Contratiempos, kurz contras, werden insbesondere bei der Begleitung durch Händeklatschen, den Palmas, und bei den perkussiven Fußtechniken der Tänzerinnen und Tänzer, den sogenannten Zapateados, eingesetzt.[1]

Bei komplizierteren Rhythmen können sich die Contratiempos sehr komplex gestalten. Bei der Soleá kann das Muster beispielsweise so aussehen:[2]

Rhythmus:1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 
Händeklatschen: xx X  xx X x X xxX x X 

Zwischen der Eins und der Zwei, der Vier und der Fünf sowie der Neun und der Zehn ist jeweils ein Contratiempo-Schlag.[2]

Einzelnachweise

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