Copley Fielding

englischer Maler und Zeichner From Wikipedia, the free encyclopedia

Anthony Vandyke Copley Fielding (* 22. November 1787 in East Sowerby bei Halifax, West Yorkshire; † 3. März 1855 in Worthing bei Brighton, Sussex) war ein englischer Landschafts-, Marinemaler und Zeichner, der sich besonders in der Aquarellmalerei auszeichnete und lange als Hauptvertreter dieser Kunst galt.[1]

Antony Vandyke Copley Fielding, William Boxall, 1843

Leben

Fielding war ein Sohn des Porträtmalers Nathan Theodore Fielding (um 1775–1818).[2] Er erhielt seinen Rufnamen nach dem mit seinem Vater befreundeten Maler John Singleton Copley (1737–1815)[3] und lebte in seiner Jugend zumeist in Yorkshire und besuchte ein Vorbereitungsschule in Acton, obwohl die Familie bald nach seiner Geburt wieder nach London übersiedelte.[4] Vom Vater, der nach Ambleside gezogen war, erlernte er ab 1803 das Malen und das genaue Studium nach der Natur. Die Aquarellmalerei hingegen wurde ihm von dem in Troutbeck bei Ambleside lebenden Aquarellisten Julius Caesar Ibbetson beigebracht, der des Öfteren im Haus des Vaters zu Gast war. Nachdem Fielding einige Bilder Richard Wilsons studiert und dessen Apollo and the Seasons in Wasserfarben kopiert hatte, entschloss er sich ebenfalls Maler zu werden. 1807 kam er mit dem Vater nach Liverpool, wo seine Landschaftszeichnungen bereits von Kennern gelobt wurden. Anschließend unternahm er 1808 eine Studienreise durch Wales und ließ sich im Herbst 1809 in London nieder, wo er einige Unterweisungen von John Varley (1778–1842) erhielt.

Im Jahr 1810 debütierte er mit 5 Zeichnungen bei der Society of Painters in Watercolours, deren Associate er bereits am 22. Januar geworden war.[5] Fortan nahm er regelmäßig an Ausstellungen in der Pall Mall East und ab 1811 als Aussteller in der Royal Academy of Arts und seit 1812 in der British Institution teil. Im Jahr 1813 wurde er Vollmitglied der Society of Painters in Watercolours, 1817 Schatzmeister, 1818 Sekretär, 1823 Vizepräsident und von 1831 bis zu seinem Tod auch deren Präsident. 1815 erwarb er das Haus „Capo di Monte“ am Judges Walk in Hampstead, in dem bis dahin Sarah Siddons gelebt hatte. 1817 kaufte er zudem ein Haus in der Newman Street 26. Aufgrund des schlechten Gesundheitszustands seiner Frau und seiner Tochter zog die Familie 1817 nach Sandgate in Kent. Von dort zogen sie nach Brighton in die Regency Square 41 und wohnten ab 1840 in der Lansdowne Place 2. 1847 zog er nach Worthing.[6]

Wirken

Fielding sammelte die Motive für seine Werke auf ausgedehnten Reisen durch England, Schottland und Wales, wobei er zunächst die Berge und Seen darstellte. Später bereiste er Kent und Sussex, wo er Küsten-, Strand- und Marinedarstellungen von den South Downs, den Gegenden bei Brighton, Dover und Worthing oder Fischerboote auf dem Meer malte. Die Seestücke sind dabei oftmals in einen sanften Nebel gehüllt. Die weißen Kreidefelsen bei Dover setzte er kunstvoll in Kontrast zum blauen Meer. Es folgten Seebilder mit Sturm- und Gewitterstimmungen mit kontrastreicher Beleuchtung. Er unternahm keine Auslandsreisen und seine Ansicht von Dieppe oder 1821 eine Darstellung aus dem Schweizer Kanton Wallis entstanden nach Vorlagen. Große Erfolge als Maler erzielte er mit seinen Gemälden von den Sussex Downs. Er fertigte auch einige italienische Motive, die nach Skizzen anderer Künstler entstanden. Er versuchte sich auch in der Ölmalerei, eines seiner Ölgemälde kam, zusammen mit achtzehn Aquarellen, in das South Kensington Museum. Zu seinen Schülern zählten William Callow, William Leighton Leitch, William Andrews Nesfield und John Ruskin.

1824 wurde Fielding gemeinsam mit Richard Parkes Bonington und John Constable im Pariser Salon eine Goldmedaille verliehen.

Familie

Seit Dezember 1813 war er mit Susannah (geborene Gisborne; getauft am 9. Juli 1783) einer Tochter von Zachariah Gisborne (1747–1786) und dessen Frau Esther (geborene Rogers) verheiratet. Esther Gisborne (* 21. Dezember 1779), eine Schwester seiner Frau, war mit John Varley, eine weitere, Emma Gisborne (getauft am 29. Januar 1785), mit dem Musiker und Komponisten Muzio Clementi verheiratet.

Mit seiner Frau hatte Fielding zwei Töchter:

  • Susanna Henrietta (30. Juli 1814 – 28. Juni 1817)
  • Emma Fielding (18. November 1815 – 3. Januar 1867)

Nach der Geburt der zweiten Tochter erkrankte seine Frau schwer und begab sich 1816 nach Brighton. Ab 1817 lebten sie auf Anraten der Ärzte dauerhaft am Meer, da auch die ältere Tochter krank war.[7]

Der Schriftsteller, Maler und Zeichner Theodore Henry Adolphus Fielding (1781–1851) war sein älterer Bruder.[8] Er hatte noch zwei weitere Brüder, die ebenfalls Künstler waren. Thales Fielding (1793–1837, Aquarellist)[9] und Newton Smith Fielding (1799–1856, Maler und Lithograf).[10]

Fielding starb 1855 in Worthing und wurde in Hove beigesetzt.

Werke (Auswahl)

  • Dieppe, in Normandy (nach einer Skizze von Robert Hills, Esq.)
  • 1812: Pegwell Bay, Kent
  • um 1814: Views of Goodrich Castle
  • um 1819/1822: Coast Scene with a Beached Boat
  • Ragland Castle, Monmouthshire
  • Rydal Water, Westmoreland
  • View on Ulleswater, Cumberland
  • Sandown Bay, Isle of Wight
  • Dolbadern Castle and Lianberis Lake, Caernarvonshire
  • Scene at the Entrance of Glen Coe, from King’s House, Argyllshire
  • View of Loch Leven, with the Mountains of Glen Coe, from near Balahulish, Argyllshire
  • 1830: Richmond Hill
  • The morning mist (Ölgemälde)
  • The lisfting fog
  • 1854: Scarborough Castle

Literatur

Commons: Copley Fielding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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