Cornflakes
Lebensmittel aus Mais und Zucker
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Cornflakes ([], engl. corn „Mais“ und flakes „Flocken“) sind Frühstücksflocken aus gekochtem, breitgewalztem und anschließend getrocknetem Mais, meist mit Zucker und weiteren Zutaten. Sie werden üblicherweise mit Milch oder Fruchtsäften verzehrt oder sind manchmal Teil von Müsli. Cornflakes bestehen größtenteils aus Kohlenhydraten.

Geschichte
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten der Arzt John Harvey Kellogg und sein Bruder Will Keith Kellogg die ersten Cornflakes.
- 1894 servierten die Brüder ihren Patienten im Battle Creek Sanatorium, Michigan, die ersten zerbröselten und gebackenen Flocken (Name: Granose) mit noch anderer Rezeptur.[1][2] Sie hatten ein gesundes vegetarisches Grundnahrungsmittel für ihre Patienten gesucht, um deren Genesungsprozesse zu fördern. Ihr Rezept bestand aus gekochtem, anschließend gepresstem und wärmegetrocknetem Weizen, der so zubereitet in dünnen, knusprigen Flocken vorlag und mit etwas Salz gegessen wurde. Bei der Einführung der Cornflakes gab Kellogg an, dass diese Verdauungsstörungen und das Verlangen nach Masturbation senken würden. Diesen Vermarktungsweg wählte er in enger Abstimmung mit den Siebenten-Tags-Adventisten, welchen er angehörte.[3]
- 1906 gründete Will Keith Kellogg, der den Gerichtsprozess gegen seinen Bruder gewann, die Firma Battle Creek Toasted Corn Flake Company und vermarktete die Flocken, inzwischen mit dem Inhaltsstoff Zucker.[1][2]
- 1914 expandierte die Firma zusätzlich unter dem Namen Kellogg’s Corn Flakes® nach Kanada.[2]
- Ab 1915 wurden weitere Kreationen mit unterschiedlichen Zutaten auf den Markt gebracht, z. B.: mit Mais und Reis sowie in Vollkornvarianten, so dass die Nahrungsmittelindustrie eine erhebliche Zunahme an Variationen erfuhr.[2]
- 1922 wurde die Firma in Kellogg Company umbenannt.[2]
- In den 1940ern produzierte die Firma für die amerikanischen Streitkräfte k-rations (= Kampfrationen). Sie eigneten sich, weil sie leicht und gut transportabel sind.[2]
- Ab den 1950er Jahren: Weitere Veränderungen der Rezepturen fanden statt, damit sich die Produkte auf die sich verändernden Konsumgewohnheiten einstellen und mehr Marktmacht erzielen konnten.[2]
- Ab 1952 wurde Tony the Tiger® auf den Verpackungen der Frosties eingeführt.[2]
- Ab 1958 wurde der Hahn Cornelius® auf den Verpackungen der Cornflakes eingeführt.[2]
- 1969 waren Cornflakes als Teil der Ernährung bei der Mondexpedition der Apollo 11 mit erster Landung mit an Bord.[2]
- Ab den 1970er Jahren: Weitere Veränderungen der Rezepturen und Marktanpassungen fanden statt, um die Produkte an die sich weiter verändernden Konsumgewohnheiten anzupassen und damit sich die Firma auf dem Markt weiter behaupten konnte.[2]
- 2022 wurde die erste Kreation im Plastikbecher ohne die Notwendigkeit von Milchzugabe vorgestellt.[2]
- 2025 übernahm Ferrero den Konzern WK Kellog.[2][4]

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Wirtschaftliche Bedeutung

Kurz nach Beginn der industriellen Produktion geriet die Kellogg Company in einen Lieferengpass und startete eine legendäre Anzeigenserie: „For thirty days please stop eating toasted corn flakes.“ („Essen Sie bitte 30 Tage keine gerösteten Cornflakes.“) Der Effekt war eindeutig – die Nachfrage explodierte. Nach dem großen Erfolg in den Vereinigten Staaten wurden die Cornflakes etwa um 1915 in Kanada eingeführt, später in Australien, im Vereinigten Königreich und von dort aus in Kontinentaleuropa. In Deutschland wurden Cornflakes erstmals 1965 von H. & J. Brüggen hergestellt. Cornflakes findet man heute in nahezu jedem Supermarkt auf der ganzen Welt. Es gibt sie in vielen Varianten, in Mischungen, als salzige oder süße Speise und mit unterschiedlichen Beigaben.
Durchschnittliche Zusammensetzung
Die Zusammensetzung von Cornflakes schwankt naturgemäß, sowohl in Abhängigkeit von der jeweiligen Rezeptur als auch den Umweltbedingungen (Boden, Klima) und auch von der Anbautechnik (Düngung, Pflanzenschutz).
Angaben je 100 g essbarem Anteil:[5]
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* Eiweißgehalt nach der EU-Richtlinie zur Nährwertkennzeichnung; (Faktor: 6,25): 7,7 g
** Differenzberechnung
1 mg = 1000 µg
Der physiologische Brennwert der verdaulichen Bestandteile beträgt 1498 kJ/100 g (353 kcal/100 g).
Literatur
- Harry D. Schurdel: Das Weltfrühstück. In: Franz Metzger (Hrsg.): Zipp und zu. Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2165-7, S. 14–16.
- Waldemar Ternes, Alfred Täufel, Lieselotte Tunger, Martin Zobel (Hrsg.): Lebensmittel-Lexikon. 4., umfassend überarbeitete Auflage. Behr, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2., siehe Maisflocken, S. 1123