Cornelia Ruhe

deutsche Romanistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Cornelia Ruhe (* 8. Dezember 1973 in Aachen)[1] ist eine deutsche Romanistin.

Leben

Cornelia Ruhe studierte Romanistik, Slavistik und Anglistik an den Universitäten Regensburg und Konstanz. Nach der Promotion 2002 an der Universität Konstanz und der Habilitation 2009 sie seit 2010 Professorin für Romanische Literatur- und Medienwissenschaft am Romanischen Seminar der Universität Mannheim. Ab 2022 war sie zudem Dekanin der Philosophischen Fakultät. Seit 1. Oktober 2024[2] ist sie Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Mannheim.[3]

Schwerpunkte ihrer Forschung sind französische Literatur und Film insbesondere im 20. und 21. Jahrhundert sowie postkoloniale Literaturen, Siglo de Oro (v. a. Miguel de Cervantes) sowie das Kino des spanischen Bürgerkriegs und der Franco-Zeit. In der Theorie beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Intertextualität, Kultursemiotik und Über­setzung. Von 2016 bis 2025 gab sie die Zeitschrift Romanische Forschungen (Bereich Literaturwissenschaft) heraus.[4] 2018 erfolgte ihre Aufnahme in die Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

Ruhe engagiert sich seit Jahren in unterschiedlichen Rollen für die Studienstiftung des deutschen Volkes und ist 2024 in dessen Kuratorium gewählt worden.[5][6]

Schriften (Auswahl)

  • La cité des poètes. Interkulturalität und urbaner Raum. Königshausen & Neumann, Würzburg 2004, ISBN 3-8260-2765-5.
  • Cinéma beur. Analysen zu einem neuen Genre des französischen Films. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2006, ISBN 3-89669-607-6.
  • „Invasion aus dem Osten“. Die Aneignung der russischen Literatur in Frankreich und Spanien (1880–1910). Klostermann, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-465-03756-9.
  • als Herausgeberin mit Daniel Bengsch: Une femme puissante. L'œuvre de Marie NDiaye. Rodopi, Amsterdam 2013, ISBN 90-420-3714-8.

Einzelnachweise

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