Cornelius Tollius

niederländischer Historiker und Philologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Cornelius Tollius, auch Toll, (* um 1628 in Rhenen oder Utrecht; † 13. Juni 1654 in Gouda) war ein niederländischer Historiker und Philologe.

Leben

Tollius war ein Sohn des Johann Tollius und dessen Frau Maria (geborene Gordan) sowie ein älterer Bruder des Alexander Tollius (um 1630 – 30. Oktober 1675)[1] und Halbbruder des Jacobus Tollius (1633–1696).[2] Er hatte wahrscheinlich bei Gerhard Johann Vossius am Athenäum in Amsterdam gelernt und an der Universität Utrecht studiert. Gemeinsam mit Isaac Vossius, dem Sohn seines einstigen Lehrmeisters, ging er nach Stockholm, wo dieser ihn anklagte, ihm Schriften gestohlen zu haben.

Vermutlich auf Empfehlung von Johann Friedrich Gronovius wurde der Gräzist Tollius am 12. April 1648 außerordentlicher Professor für Geschichte und Griechischen Sprache sowie Sekretär der Kuratoren an der Universität Harderwijk. 1654 wurde er ordentlicher Professor der Geschichte, Politikwissenschaft und Geographie. Er war ein Bekannter von Georgius Hornius.

Am 5. März 1654 heiratete er, noch kurz bevor er im Juni starb, die Bürgermeistertochter Magarethe Kent.

Werke

  • mit Pierii Valeriani: De literatorum infelicitate librum appendix. Amsterdam 1647 (books.google.com), Leipzig 1707.
  • Oratio de pace inter Hisp. Regem Philippum et liberos Ordines Belgii. Amsterdam 1648.
  • Oratio in obitum G.J. Vossii. Amsterdam 1649.
  • Palaephatus de Incredibilibus. Amsterdam 1649 (books.google.com).
  • ed Pater. Frankfurt 1652.
  • Joannes Cinnami Historia Constantinopolitana. Utrecht und Frankfurt 1652 (books.google.com).
  • Oratio in obitum Joh. Andr. Schmitzii. Harderwijk 1652.
  • Medices legatus sive de exilio Oratio de natura et constitutione verae Politices. Harderslev 1655.

Literatur

Einzelnachweise

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