Coronarchiv

Public-History-Archivprojekt zur COVID-19-Pandemie From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Coronarchiv (Eigenschreibweise: coronarchiv) ist ein Ende März 2020 von den Universitäten Hamburg, Bochum und Gießen initiiertes digitales Public-History-Projekt.[1][2] Ziel des Projekts ist die fortlaufende Sammlung, Archivierung, Kontextualisierung und langfristige Bereitstellung von persönlichen Erinnerungen, Alltagserfahrungen und Fundstücken zur „Corona-Krise“. Eine möglichst vielfältige Dokumentation soll damit zur Pluralität und Diversität zukünftiger Erinnerung beitragen und diese anregen.[3][4][5][6][7][8][9][10]

Inhalt, Aufbau und Ziel des Archivs

Das coronarchiv ist ein freies und offenes Onlineportal, zu dem jeder beitragen kann und das jedem zugänglich ist. Prinzipiell kann alles, was digital vorliegt oder sich digitalisieren lässt, hochgeladen werden: Texte, wie Tagebücher[11][12], „Corona-Collagen[13][14], Briefe, E-Mails, Gedichte, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften, Einkaufszettel, Einladungen (bspw. zu „Corona-Partys[15]), Einsatzberichte, Aushänge, Warnhinweise (bspw. zur räumlichen Distanzierung), Verordnungen sowie Fotos, Zeichnungen, Bilder, Videos, Aushänge, Speisekarten[16], Chats und Social-Media-Posts bis hin zu Sprachnachrichten, Songs und Lesungen.

Technische Grundlage des Archivs ist das Open Source Content-Management-System Omeka S.[17]

Das Online-Archiv, das sich seit Ende März 2020 im Aufbau befindet und zunächst auf Deutsch startet, soll künftig um weitere Sprachen ergänzt werden.[18] Gesucht werden auch freiwillige „Corona-Archivare“, die aktiv an dem Projekt mitwirken.[19]

Es ist geplant, nach Beendigung des Projekts die gesammelten digitalen und nicht-digitalen Materialien den kooperierenden Museumspartnern zur Verfügung zu stellen.[20]

Die Dokumentation unterschiedlicher Aspekte des Krisenalltags soll insbesondere der künftigen zeithistorischen Forschung und politischen Bildung dienen.[21][22]

Projektleitung

Projektleiter des Archivs sind:[23]

Kooperationspartner des Archivs

Ähnliche Projekte und Sammlungsaufrufe

Deutschland

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

IMPF-WUNSCH 2020
  • Die landesweite Ausstellung KUNST HEUTE - ZEITGENÖSSISCHE KUNST ERLEBEN IN MECKLENBURG-VORPOMMERN[68] im Oktober 2020 gab Künstlern ein Forum Werke der Zeit, auch der Coronazeit, auszustellen. Beispiel aus dem Atelier Haller/Gerner des Künstlervereins KunstWasserWerk Schwerin e. V.[69]:

Niedersachsen

  • Das Kreisarchiv Verden sammelt Tagebuchaufzeichnungen zur Corona-Krise.[70]

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

  • Das Haus der Stadtgeschichte in Bad Kreuznach sammelt Dokumente zum Corona-Alltag.[78][79]

Sachsen

Schleswig-Holstein

  • Der Kieler Filmemacher Gerald Grote[82] sammelt Filme, die während der Corona-Krise in Schleswig-Holstein entstanden sind. Daraus soll, unter dem Arbeitstitel „Fieberhaft“, eine Dokumentation entstehen.[83]

Thüringen

Österreich

Quelle für den ganzen Abschnitt:[100]

Schweiz

Luxemburg

  • Das Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History an der Universität Luxemburg hat die Online-Plattform #covidmemory eingerichtet.[106]

Irland

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI