Corystidae
Familie der Krabben
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Corystidae sind eine Familie der Krabben (Brachyura) mit neun rezenten Arten und die einzige Familie innerhalb der Überfamilie Corystoidea.[1] Sie leben meist im Sand vergraben. Während die Maskenkrabbe (Corystes) im Nordostatlantik zu finden ist, kommen die anderen Arten im Westpazifik vor.[2]
| Corystidae | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Maskenkrabbe (Corystes cassivelaunus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Überfamilie | ||||||||||||
| Corystoidea | ||||||||||||
| Samouelle, 1819 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Familie | ||||||||||||
| Corystidae | ||||||||||||
| Samouelle, 1819 |
Merkmale
Der Carapax ist längsoval und konvex, die Regionen sind kaum abgrenzbar. Die Seitenränder sind konvex, vorderer und hinterer Rand sind undeutlich abgegrenzt. Sie sind in der vorderen Hälfte oder über die gesamte Länge mit Zähnen oder Dornen bewaffnet. Die Stirn trägt zwei bis drei Lappen oder Zähne. Die Augenhöhlen sind nicht vollständig geschlossen. Die Antennulen sind längsgefaltet, ihr Flagellum sehr lang, häufig wie die halbe Carapaxlänge, und dicht mit Borsten besetzt. Die Flagella verhaken sich miteinander und bilden ein Atemrohr, über das sie wie durch einen Schnorchel im eingegrabenen Zustand Wasser zum Atmen ansaugen. Die zylindrischen Antennenglieder zwei und drei sind kaum beweglich und in engem Kontakt mit der Basis des Unteraugenzahns. Sie sind etwa so lang wie die beiden folgenden Glieder. Das Epistom ist klein und kaum auszumachen. Die Mundöffnung ist rechteckig und länglich, ihr vorderster Abschnitt leicht konvergierend. Das Endostom ist vorn deutlich abgesetzt. Der Palpus der Mandibel ist zweigliedrig, mit einer deutlichen Naht. Das dritte Maxilliped ist länglich und annähernd fußförmig.[1]
Die Scherenbeine zeigen einen Sexualdimorphismus, die Scheren (Chela) sind stets gleich groß. Die Schreitbeine sind typisch zum Schreiten gebaut, aber der Dactylus des letzten Paares ist manchmal spatelförmig. Das thorakale Sternum ist sehr schmal und hat annähernd parallele Grenzen, nur ein schmaler Streifen ist beidseits des Pleons sichtbar. Der vierte thorakale Somit hat annähernd parallele Grenzen. Die Nähte zwischen den Somiten sind ab dem vierten zum fünften Segment vollständig. Zwischen viertem und achten Somiten verläuft eine ununterbrochene mediane Linie. Der fünfte bis siebte thorakale Pleuriten sind ungeteilt, der Pleuralkanal dreieckig und vor allem vom achten Pleurit geformt. Die Sternopleonalhöhle ist eng, im Bereich des vierten bis sechsten Somiten V-förmig und kaum ausgehöhlt, im Bereich des siebten und achten U-förmig und tief ausgehöhlt.[1]
Der Arretiermechanismus für das Pleon fehlt oder ist ineffektiv. Das Pleon der Männchen ist sehr kurz, hinten positioniert und besteht aus sechs freien Somiten und dem kurzen Telson. Die ersten Somiten sind bei beiden Geschlechtern von oben sichtbar. Bei Weibchen bedeckt er die Geschlechtsöffnungen (Gonopode) nicht oder zumindest nicht vollständig. Die Geschlechtsöffnung der Männchen liegt coxal. Das erste Gonopodium ist kräftig und nahezu gerade bis stark gewunden und schlank.[1]