Cradefeld

Ortsteil von Taucha From Wikipedia, the free encyclopedia

Cradefeld ist ein Gemeindeteil der sächsischen Stadt Taucha im Landkreis Nordsachsen.

Schnelle Fakten Stadt Taucha ...
Cradefeld
Stadt Taucha
Koordinaten: 51° 23′ N, 12° 30′ O
Einwohner: 307 (9. Mai 2011)[1]
Eingemeindung: 1934
Postleitzahl: 04425
Vorwahl: 034298
Cradefeld (Sachsen)
Cradefeld (Sachsen)
Lage von Cradefeld in Sachsen
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Geografie

Cradefeld liegt etwa 1,5 Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Taucha. Westlich der Ortslage verläuft von Süd nach Nord die Parthe. Östlich tangiert in Süd-Nord-Richtung die Bahnstrecke Leipzig–Eilenburg die Ortslage.

Nachbarorte von Cradefeld sind Pönitz und Gordemitz im Nordosten, Dewitz/Döbitz im Osten, Taucha im Süden, Graßdorf im Südwesten sowie Seegeritz im Nordwesten.

Geschichte

Cradefeld auf einer Karte von Hermann Oberreit (1836/39)
Eisenbahn- und Fußgängerbrücke über die Parthe

Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1350 als Krodewen.[2] August Schumann nennt 1816 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Cradefeld betreffend u. a.:

„[…], Dorf im Herzogthum Sachsen, im Leipziger Kreise, bisher zum Kreisamte Leipzig und dem Rathe dieser Stadt gehörig, nahe bei Taucha, auf der rechten Seite der Partha gelegen. Es hat 100 Einwohner mit 3 Magazinhufen und gehört amtssässig zum Rittergute Graßdorf.“[3]

Cradefeld lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.[4] Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Taucha und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig.[5] Am 1. Januar 1934 wurde Cradefeld nach Taucha eingemeindet.[2]

Entwicklung der Einwohnerzahl

Weitere Informationen Jahr, Einwohnerzahl ...
JahrEinwohnerzahl[2]
15517 besessene Mann, 2 Gärtner, 7 Inwohner
17648 besessene Mann, 12 Häusler, 2 ¼ Hufen
1834178
JahrEinwohnerzahl
1871184
1890285
1910353
JahrEinwohnerzahl
1925369
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Sehenswertes

Das Gut Cradefeld wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Wesentlich älter ist die barocke alte Försterei, die später als Inspektorenhaus für das Gut diente. Das Bauwerk stammt aus dem 3. Drittel des 18. Jahrhunderts. Die alte Schäferei in Cradefeld hat einen markanten Stall- und Scheunenkomplex, sie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebaut. Ein ebenfalls in dieser Zeit errichtetes Wohnhaus in offener Bebauung diente vermutlich einem Schäfer als Wohnstätte.

Literatur

  • Detlef Porzig:
    • Die Chronik von Taucha nebst Cradefeld, Dewitz, Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis – Von den Anfängen bis zum Jahr 1918. Herausgegeben vom Heimatverein Taucha e.V. Tauchaer Verlag, Taucha 2012, ISBN 978-3-89772-216-3.
    • fortgesetzt von: Von der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR. Taucha 2020, ISBN 978-3-00-065504-3.
Commons: Cradefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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