Craig Steadman

englischer Snookerspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Craig Steadman (* 14. Juli 1982 in Farnworth)[4] ist ein englischer Snookerspieler, der zwischen 2009 und 2023 insgesamt 11 Jahre als Profi auf der World Snooker Tour spielte. Während seiner Profikarriere maximal nur auf Platz 66 geführt, gelang Steadman erst als Amateur mit einer Halbfinalteilnahme beim Snooker Shoot-Out 2021 sein größter Erfolg bei einem professionellen Turnier.

Schnelle Fakten Weltranglistenplatzierungen, Beste Ergebnisse ...
Craig Steadman
Craig Steadman
Craig Steadman
Steadman beim Paul Hunter Classic 2015
Geburtstag 14. Juli 1982 (43 Jahre)
Geburtsort Farnworth
Nationalität England England
Spitzname(n) Rock-Steady[1]
Profi 2009/10, 20122020, 20212023
Preisgeld 249.188 £[2]
Höchstes Break 145 (Turkish Masters 2022, Q)[2]
Century Breaks 80[2]
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 66 (Juli–September 2015 & März–April 2016)[3]
Beste Ergebnisse
Ranglistenturniere 1× Halbfinale (Shoot-Out 2021)
Andere Profiturniere 2× Viertelfinale
Amateurturniere Vize-Europameister 2008
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Karriere

Geboren in Farnworth, besuchte Steadman eine lokale Sekundarschule und bekam dort sein General Certificate of Secondary Education.[4] Seit der Saison 1999/2000 spielte Steadman recht erfolglos auf der Challenge Tour.[5] Mehr Erfolg hatte er bei seinen zahlreichen Teilnahmen an englischen und walisischen Amateurturnieren in den 2000er-Jahren. Darüber hinaus erreichte er das Viertelfinale der Amateurweltmeisterschaft 2006 und wurde im Rahmen der Europameisterschaft 2008 Vize-Europameister. Dies waren seine ersten großen internationalen Erfolge,[6] zuvor hatte er vor allem bei regionalen Turnieren Erfolge gefeiert.[7] Derweil war die Challenge Tour durch die Pontin’s International Open Series abgelöst worden,[8] auf der Steadman mehrfach knapp an den Qualifikationsplätzen vorbeischrammte.[9] Erst am Ende der PIOS 2008/09 erreichte er mit Platz 8 die Qualifikationsränge,[10] wodurch er zur Saison 2009/10 Profispieler wurde.[2] 2009 wurde er zudem mit Chris Norbury und Michael Wild englischer Team-Meister.[11] Steadman feierte zudem mehrfach Erfolge als Mitglied des englischen Teams bei den Home Internationals.[7]

In seiner Debütsaison schied Steadman bei den wichtigen Turnieren stets zu früh aus,[12] weshalb er bis zum Saisonende nicht die rettenden Top 64 erreichte und dadurch seinen Profistatus wieder verlor.[3] In den folgenden zwei Saisons nahm Steadman rege an den Events der Players Tour Championship teil und das mit verhältnismäßig viel Erfolg. Seine Ergebnisse bei der Players Tour Championship 2011/12 waren so gut,[13] dass er sich über die PTC Order of Merit eine Spielberechtigung für die nächsten zwei Saisons holte.[14] Die folgenden Jahre waren aber ein steter Kampf gegen den Verlust des Profistatus. Steadmans Ergebnisse reichten, trotz einzelner sehr guter Ergebnisse wie einer Viertelfinalteilnahme bei den Lisbon Open 2014 oder einer Hauptrundenteilnahme bei der Snookerweltmeisterschaft 2015, insgesamt nie aus,[15] um sich in den Top 64 der Weltrangliste zu platzieren, wodurch er nach jeweils zwei Saisons seinen Profistatus wieder verlor.[3] Er schaffte es aber stets, sich sofort wiederzuqualifizieren, jeweils über die Q School. 2014 und 2018 qualifizierte er sich direkt durch einen Sieg bei einem der Q-School-Events,[16][17] 2016 nahm er den kleinen Umweg über die Order of Merit der Q School.[18] Erst bei der Q School 2020 scheiterte die Wiederqualifikation,[19] sodass er nach Jahren wieder Amateur wurde.[2] Auch während seiner Profikarriere blieb Steadman den Amateurturnieren treu und nahm insbesondere an Pro/Am-Turnieren wie dem Pink Ribbon und den Vienna Open teil, bei denen er 2013 ins Finale kam. 2019 siegte er in der Ukraine beim Independence Day Cup.[20]

Als Amateur wurde er danach immerhin zum Snooker Shoot-Out 2021 eingeladen, wo er prompt das Halbfinale erreichte. Auch wenn er dort gegen Mark Selby verlor, war es für Steadman ironischerweise das beste Ergebnis bei einem Profiturnier.[19] Nur wenige Monate später qualifizierte er sich bei der Q School 2021 für zwei weitere Spielzeiten als Profi.[21] Spielpraxis sammelte er zwischenzeitlich unter anderem auf der Open Series des englischen Verbandes, wo er gleich zwei Events gewinnen konnte.[22] Bei seinem Profi-Comeback konnte Steadman bei fast allen Turnieren der Saison nur wenige Spiele gewinnen. Häufig verlor er bereits beim Auftakt, spätestens nach der zweiten Runde war für Steadman fast immer Schluss. Die einzige Ausnahme bildete das German Masters, bei dem der Engländer bis ins Achtelfinale kam.[21] Die nächste Saison begann er so auf Platz 80.[3] In dieser konnte Steadman bei Profiturnieren kaum Erfolge erzielen und schied häufig schon in der ersten Runde aus. Lediglich bei den British Open erreichte er die Runde der letzten 32 sowie bei den English Open und Northern Ireland Open ebenfalls fortgeschrittene Runden. Mit dem 90. Platz in der Weltrangliste verlor er 2023 erneut seine Startberechtigung für die Profitour. Auch bei der anschließenden Q School verpasste er deutlich die sofortige Wiederqualifikation. Ansonsten gelangen ihm vor allem Erfolge bei den Alten Herren, wo er dreimal das Finale und zweimal das Halbfinale erreichte.[veraltet]

Erfolge (Einzelturniere)

Weitere Informationen Ausgang, Jahr ...
Ausgang Jahr Turnier Finalgegner Ergebnis
Amateurturniere
Zweiter2004English Open ChampionshipEnglandEngland Judd Trump7:8
Zweiter2006English Open Championship – NorthEnglandEngland Jeff Cundy5:6
Zweiter2007Pontin’s International Open Series 2006/07 – Event 7Belgien Björn Haneveer2:6
Zweiter2007Pontins Pro/Am 2007/08 – Event 1EnglandEngland Andrew Norman2:4
Sieger2008Pontin’s International Open Series 2008/09 – Event 4EnglandEngland Mike Hallett6:1
Zweiter2008Pontins Pro/Am 2008/09 – Grand FinalEnglandEngland Jamie Cope1:4
Zweiter2008EuropameisterschaftEnglandEngland David Grace6:7
Zweiter2013Vienna OpenEnglandEngland Mark King0:5
Sieger2014Q School – Event 1Irland John Sutton4:0
Zweiter2016Q School – Event 2EnglandEngland Michael Georgiou1:4
Sieger2018Q School – Event 1EnglandEngland Adam Duffy4:0
Sieger2019Independence Day CupPolen Mateusz Baranowski4:0
Sieger2021Q School – Event 2EnglandEngland Hammad Miah4:3
Zweiter2022World Seniors Open Series – Event 1Wales Andrew Pagett1:3
Zweiter2023World Seniors Open Series – Event 2Nordirland Gerard Greene2:3
Zweiter2023World Seniors Championship – Golden TicketWales Philip Williams1:4
Zweiter2023WPBSA Q Tour – Event 1Wales Liam Davies2:5
Zweiter2024Englische 6-Reds-MeisterschaftEnglandEngland Daniel Womersley6:7
Zweiter2024EuropameisterschaftNordirland Robbie McGuigan4:5
Zweiter2024Vienna OpenSchweiz Alexander Ursenbacher4:5
Zweiter2024WPBSA Q Tour – Event 3China Volksrepublik Zhao Xintong3:4
Sieger2024Senioren-EuropameisterschaftEnglandEngland Wayne Brown5:4
Sieger2025Englische 6-Reds-MeisterschaftEnglandEngland Ryan Davies7:3
Zweiter2025Q School – Event 1EnglandEngland Oliver Brown1:4
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Commons: Craig Steadman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

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