Cros-de-Ronesque

französische Gemeinde im Département Cantal From Wikipedia, the free encyclopedia

Cros-de-Ronesque (okzitanisch Cròs de Ronesca) ist eine französische Gemeinde mit 145 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Cantal in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört zum Arrondissement Aurillac und zum Gemeindeverband Carladès Communauté.

Schnelle Fakten Cròs de Ronesca ...
Cros-de-Ronesque
Cròs de Ronesca
Cros-de-Ronesque (Frankreich)
Cros-de-Ronesque (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Cantal (15)
Arrondissement Aurillac
Kanton Vic-sur-Cère
Gemeindeverband Carladès Communauté
Koordinaten 44° 52′ N,  37′ O
Höhe 440–871 m
Fläche 16,23 km²
Einwohner 145 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 9 Einw./km²
Postleitzahl 15130
INSEE-Code
Website www.crosderonesque.fr

Kirche Saint-Hilaire
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Lage

Cros-de-Ronesque gehört zur historischen Region des Carladès. Der Ort liegt in einer Höhe von ca. 710 m ü. d. M. am Flüsschen Rasthène. Es mündet in den Goul, der die östliche Gemeindegrenze bildet. Die Entfernung nach Aurillac beträgt ca. 28 km (Fahrtstrecke) in nordwestlicher Richtung.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr180018511901195419992013
Einwohner411593663381137138
Quellen: Cassini und INSEE

Der Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert resultiert im Wesentlichen aus dem Mangel an Arbeitsplätzen infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft.

Wirtschaft

Der Ort Cros-de-Ronesque diente jahrhundertelang den ausschließlich landwirtschaftlich orientierten und sich selbstversorgenden Weilern (hameaux) und Einzelgehöften in der Umgebung als Handwerks-, Handels- und Dienstleistungszentrum. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine nicht unbedeutende Rolle für das Wirtschaftsleben des Ortes.

Geschichte

Über die Geschichte des Ortes ist nur wenig bekannt. Im Jahr 1643 erhob der französische König Ludwig XIII. das Carladès zur Grafschaft und gab es der in Monaco residierenden Familie Grimaldi zum Lehen; diese verwaltete es bis zum Ausbruch der Französischen Revolution.

Sehenswürdigkeiten

  • Die spätgotische Pfarrkirche Saint-Hilaire entstand im 15. Jahrhundert. Markant ist die aus Bruchsteinen gemauerte portal- und schmucklose Westwand mit aufsitzendem Glockengiebel (clocher mur); die Strebepfeiler in den Ecken sind hingegen aus exakt behauenen Steinen gefügt. Zwei Seitenkapellen wurden im 16./17. Jahrhundert angebaut. Die im Innern gratgewölbte Kirche ist seit dem Jahr 1930 als Monument historique anerkannt.[1]
  • Zwei Häuser aus dem frühen 19. Jahrhundert (Maisons Delpuech) bilden ein regionaltypisches Ensemble, welches im Jahr 1990 unter Schutz gestellt wurde.[2]
  • Die auf einem Plateau oberhalb des Ortes stehende Kirche Saint-Jacques ist ein Bau des 19. Jahrhunderts. Sie entstand an der Stelle einer – wahrscheinlich in den Hugenottenkriegen zerstörten – von der Abtei Saint-Géraud in Aurillac abhängigen Prioratskirche aus dem 15. Jahrhundert.

Einzelnachweise

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