Csemő
Gemeinde in Ungarn
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Csemő () ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Cegléd im Komitat Pest.
| Csemő | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Mittelungarn | |||
| Komitat: | Pest | |||
| Kleingebiet bis 31.12.2012: | Cegléd | |||
| Kreis: | Cegléd | |||
| Koordinaten: | 47° 7′ N, 19° 42′ O | |||
| Fläche: | 79,44 km² | |||
| Einwohner: | 4.319 (1. Jan. 2022) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 54 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+36) 53 | |||
| KSH-kód: | 05184 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Bürgermeisterin: | Judit Szűcs[1] (parteilos) | |||
| Postanschrift: | Petőfi Sándor u. 1 2713 Csemő | |||
| Website: | ||||
| (Quelle: Localities 01.01.2022. bei Központi statisztikai hivatal) | ||||
Geografische Lage
Csemő liegt 65 Kilometer südöstlich des Zentrums der Hauptstadt Budapest und grenzt im Nordwesten an die Kreisstadt Cegléd. Nachbargemeinden sind Mikebuda, Nyársapát, Nagykőrös und Lajosmizse.


Geschichte
Im Jahr 1913 gab es eine Siedlung namens Csemő, von der ein Teil zur Stadt Czegléd, der andere Teil zur Stadt Nagykőrös gehörte.[2][3] Sie gehörte zu dieser Zeit zum Komitat Pest-Pilis-Solt-Kiskun. 1952 entstand aus diesen Siedlungsteilen eine eigenständige Gemeinde.[4]
Der Ort war landwirtschaftlich geprägt vom Wein- und Obstbau sowie dem Ackerbau. Die Blütezeit der Region mit traditionellem Wein- und Obstbau lag in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ende des 19. Jahrhunderts wurden zwei Bauernschulen errichtet. Sie entstanden auf Initiative zweier Weinbauern für die Kinder der auf den Höfen lebenden Weinarbeiter. Die Schulen umfassten ein Klassenzimmer und eine Lehrerwohnung. 1909 wurde die Eisenbahnstrecke Cegléd–Hantháza gebaut, hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen. Zwischen 1920 und 1945 wurden unter der Schirmherrschaft von Kunó Klebelsberg vier weitere Bauernschulen gebaut. Von 1962 bis 1975 gab es in Csemő drei Produktionsgenossenschaften, die versuchten, den Weinbau fortzuführen, aber dafür gab es kaum mehr Fachkräfte und eine Mechanisierung war nicht möglich, was dazu führte, dass die einst weitläufigen Weinbaugebiete ab den 1970er Jahren aufgelöst wurden. Auf den so entstandenen freien Flächen wurden mehrere hundert Hektar Akazien- und Pappelwälder angepflanzt. Durch die Änderung verkehrspolitischer Konzepte im Jahr 1968 wurde der Verkehr auf der Eisenbahnstrecke Cegléd–Hantháza am 28. Februar 1978 eingestellt.
Gemeindepartnerschaft
Ghimeș-Făget, Rumänien, seit 2023[5]
Sehenswürdigkeiten
- György-Dózsa-Büste, erschaffen 1979 von István Kiss
- Heimatgeschichtliche Sammlung (Helytörténeti Gyűjtemény)
- Holzbildhauerische Arbeiten von Ferenc Orisek, die über das ganze Ortsgebiet verteilt sind
- Mihály-Ladányi-Gedenkhaus
- Plastik A vágy születése, erschaffen von Gábor Varga
- Reformierte Kirche, erbaut 1993 bis 1998
- Römisch-katholische Kirche Urunk Mennybemenetele, erbaut 1992, mit Kreuzweg-Darstellungen, die aus Holz geschnitzt sind
- Römisch-katholische Kapelle Kisboldogasszony, erbaut 1958, im Ortsteil Zöldhalom
Verkehr
Durch Csemő verläuft die Landstraße Nr. 4608. Es bestehen Busverbindungen nach Mikebuda und Cegléd, wo sich der nächstgelegene Bahnhof befindet.
Literatur
- Csemő – településképi arculati kézikönyv. Hrsg. von der Gemeindeverwaltung, Csemő 2017.
