Cuisery
französische Gemeinde
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Cuisery ist eine französische Gemeinde im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Louhans und zum Kanton Cuiseaux. Sie hat 1576 Einwohner (Stand 1. Januar 2023)[1], die Cuiserotains, resp. Cuiserotaines genannt werden.[2] Sie ist Partnergemeinde von Wachenheim an der Weinstraße.
| Cuisery | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Bourgogne-Franche-Comté | |
| Département (Nr.) | Saône-et-Loire (71) | |
| Arrondissement | Louhans | |
| Kanton | Cuiseaux | |
| Gemeindeverband | Terres de Bresse | |
| Koordinaten | 46° 34′ N, 5° 0′ O | |
| Höhe | 172–213 m | |
| Fläche | 11,29 km² | |
| Einwohner | 1.576 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 140 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 71290 | |
| INSEE-Code | 71158 | |
| Website | Homepage der Gemeinde | |
Hôtel de ville (Rathaus) an der Place d’Armes in Cuisery | ||
Geografie


Cuisery liegt in der Landschaft Bresse, im Südwesten des Arrondissement Louhans und grenzt im Süden und Südwesten an das Arrondissement Mâcon. Die Gemeinde wird in West-Ost-Richtung von der Departementsstraße D975[3] (Abschnitt Lacrost–Brienne) durchzogen. Im Ortszentrum kreuzt sie die Departementsstraße D933[4] (Abschnitt Simandre–Sermoyer). Die östliche Gemeindegrenze wird auf der ganzen Länge durch die Seille[5] gebildet. Das nördliche Gemeindegebiet wird durch den Bief du Moulin Richy[6] entwässert, der letztlich in die Saône[7] mündet. Waldflächen finden sich vorwiegend im Süden des Gemeindegebietes. Im Westen der Gemeinde liegt der Flugplatz Tournus-Cuisery,[8] die Piste liegt teilweise auf dem Gemeindegebiet von L’Abergement-de-Cuisery. Zur Gemeinde gehören die folgenden Weiler und Fluren: l’Arquebuse, la Bèche, Champ-des-Ravières, la Chaux, Chemin-du-Pont-de-Vaux, le Colombier, le Cornon, Croix-Bouilloux, Crot-Gaule, les Dîmes, Fontaine-Couverte, la Fontenelle, les Fouilles, la Grande-Maison, la Louère, la Mare-Balay, Montrevost, la Motte, Moulin-au-Molet, Moulin Chantemerle, Moulin Charvet, les Platières, la Pommeraie, Quart-Guinet, les Sables, Saint-Benoît, le Tachet, les Tonnettes[9].
Klima
Das Klima in Cuisery ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 12,0 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,1 °C, der kälteste der Januar mit 3,3 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1120 mm, dabei ist der November mit 118 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 82 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2754 Sonnenstunden gezählt.
| Cuisery | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Cuisery
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Toponymie
Die erste Erwähnung von Cuisery geht zurück auf das Jahr 1119, die Kirche Ecclesia de Cuisiriaco wird genannt. Offensichtlich bestand zu gallo-römischer Zeit bereits eine Siedlung, die einem Cuiserius gehörte, zusammen mit dem Possessivsuffix -acum ergab sich der Ortsname, der letztlich zu Cuisery wurde (allenfalls lautete der Personenname Casurius gemäß Ernest Nègre[10]). Gleichzeitig stellen wir fest, dass in diesem Jahr bereits eine Kirche bestand, auf die Bezug genommen wird. Es besteht die Vermutung, dass die Gegend von Cuisery bereits in vorrömischer Zeit besiedelt war.
Geschichte
Es ist anzunehmen, dass bereits in gallo-römischer Zeit eine Römerstraße von Seurre nach Cuisery führte. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass auch Besitzungen der Invasoren bestanden und Cuisery spätestens zu dieser Zeit besiedelt war. Im Mittelalter war Cuisery Sitz einer Kastellanei, die etwa 30 Dörfer, Herrschaften und Pfarreien umfasste[11]. Von der Festung aus 1185 besteht nur noch der Turm. Die Kastellane von Cuisery waren berechtigt, Münzen zu schlagen. Die Stadt war umgeben von einer Stadtmauer mit Wachttürmen und Eingangstoren. Henri de Bagé hatte Cuisery 1220 von Hugues IV., Herzog von Burgund, zu Lehen übernommen. Durch die Heirat von Sybille de Bagé als einzige Tochter von Guy de Bagé († 1248), gelangte die Herrschaft 1272 an Amé V., Graf von Savoyen. Er tauschte 1289 Ländereien mit Robert II, Herzog von Burgund, wodurch Cuisery mit dem Herrschaftsgebiet der Herren von Bagé wieder burgundisch wurde. Die andauernden Auseinandersetzungen zwischen Burgund, Franche-Comté und Königreich Frankreich führten dazu, dass Cuisery 1478 geplündert und verwüstet wurde. 1568 griffen die Calvinisten Cuisery an und die sechs Priester der Kirche wurden geköpft.
Eine Besonderheit von Cuisery sind die gedeckten Waschtröge, von denen heute noch sechs bestehen. Mit Montrevault und Lamotte bestehen zwei Schlösser aus dem 19. Jahrhundert. Cuisery besaß ein Spital mit 12 Betten für Kranke und 4 Betten für Alte und Invalide.[12] 1813 wurde die Schleuse in der Seille gebaut, seit 1878 besteht die Eisenbahnlinie Chalon–Bourg, zwischen 1906 und 1939 bestand eine weitere Eisenbahnlinie Tournus–Louhans, die Cuisery bediente. Mitte des 19. Jahrhunderts bestanden eine Kalkbrennerei, eine Wassermühle an der Seille und eine Dampfmühle und 1988 bestanden noch 16 Landwirtschaftsbetriebe.
Die Herren von Cuisery
In Cuisery, genauer im Weiler La Chaux (1,7 Kilometer nordnordwestlich des Bourg von Cuisery), gründete die Benediktinerabtei Tournus im 12. Jahrhundert ein Priorat und die Kirche Notre-Dame de la Chaux.
Cuisery gehörte ursprünglich zum Einflussgebiet der Grafen von Savoyen. 1220 leistete Horry de Bâgé Hommage an Herzog Hugues IV. für das Schloss in Cuisery. 1255 verlangte Renaud de Bâgé den Besitz der Herrschaften Saint-Trivier, Bourg, Cuisery und Sagy, die er von seinem Vater Renaud ererbt hatte, der auf dem Ersten Kreuzzug sein Leben verlor.
1289 kam es zum Gebietsabtausch zwischen Herzog Robert II. und Amé (Amadeus) V., Graf von Savoyen. Dadurch gehörte die Kastellanei von Cuisery endgültig zum Herzogtum Burgund.
Nach dem Gebietsabtausch im Jahr 1289 wurden die Burgunderherzöge zusehends überheblich. Sie ließen die Mönche plagen und quälen, beraubten sie und zerstörten ihre Gebäude. Die Benediktiner klagten beim Parlement de Paris und machten einen Schaden von über 25.000 Livres geltend. Herzog Hugues V. lehnte aber die Zuständigkeit des Gerichtes ab, das 1308 den Herzog zu Schadensersatz verpflichtete. Die Mönche vermochten sich allerdings nicht gegen die Macht der Herzöge durchzusetzen.
1357 wurde Cuisery durch den Grafen von Savoyen, Amé VI. belagert. Schließlich kam es zu einem Friedensvertrag und einem Bündnis zwischen dem Grafen von Savoyen und dem Herzog von Burgund.
Die Herzöge von Burgund ließen die Kastellanei von Cuisery weiter bestehen, sie erhielt sogar das Münzrecht. Die Herren waren die Kastellane und erst spät begannen sich Einzellehen herauszubilden.
Insbesondere bildeten sich vier Lehen auf dem Gebiet der Gemeinde:
- La Fontenelle (etwas östlich von La Chaux an der D175) gehörte im 17./18. Jahrhundert einem Écuyer Gabriel de Brung, Pierre de Lunay, François David, Guy de la Loge, Toussaint de Pize und weiteren.
- Montrevost (etwa ein Kilometer südlich des Bourg), hieß früher Petitpont, gehörte 1643 einem Lazare Humbert Perreault, Advokat in Autun.
- Grande-Maison (umfasst den eigentlichen Bourg) besteht seit dem 14. Jahrhundert. König Jean II. le Bon gewährte die Gerichtsbarkeit 1362 an Girard de Thurey, der vermutlich Kastellan war. 1524 war Philibert de Nanton Lehensnehmer, 1537 ging es an Richard de la Palu und schließlich an André Busserol.
- La Chaux verkauften die Nonnen von Lancharre 1660 an Nicolas Ruffin de Lozier für einen Jahreszins von 50 Livres, zuzüglich 10 Livres für die Schirmherrschaft.
Die Kastellanei von Cuisery

Der burgundische Herzog Robert II. tauschte 1289 mit dem savoyischen Graf Amadeus V. und dessen Frau, Sibylle de Bagé, verschiedene Güter. Dabei erhielt er die Kastellaneien Cuisery, Sagy und Savigny-en-Revermont und damit die Herrschaft über die gesamte Bresse. Im Gegenzug gab er Coligny, Treffort, Marboz und weitere Gebiete im Revermont an die Savoyer ab.
Die Kastellanei von Cuisery umfasste im Jahr 1451 32 Pfarreien, Weiler und Lehensgüter, im Jahr 1779 waren es lediglich noch 27[A 1]. Das Amt des Kastellans war eine sehr hohe und angesehene Funktion. Er war Gouverneur und Statthalter des Herzogs von Burgund, später des Königs von Frankreich, beauftragt mit der Überwachung des zugehörigen Bezirkes. Bei wichtigen Vorkommnissen oder im Kriegsfall bot der Kastellan die Adligen und Nichtadligen auf. Die Kastellaneien waren direkt dem Herrscher unterstellt, der als Kastellane ausschließlich zuverlässige Edelleute betraute. Da der Kastellan die Steuern und Abgaben zuhanden des Herzogs und Königs verwaltete, handelte es sich um ein ausgesprochenes Vertrauensamt. Der Kastellan von Cuisery hatte zudem das Münzrecht[A 2].
Mit dem Tod von Karl dem Kühnen 1477 fiel das Burgund an Ludwig XI., die Kastellanei blieb bestehen, wurde jetzt aber zu einer königlichen Kastellanei.
Um das Ende des 16. Jahrhunderts ernannte der König vermehrt Kastellane im Sinne eines Gutsverwalters. Adlige oder Bürgerliche erhielten das Amt unter gewissen Bedingungen auf befristete Zeit.
Obwohl Cuisery einstmals eine wehrhafte Stadt mit Turm und etlichen Schlössern war, hatte es während der vielen Kriege arg gelitten, belagert, ausgeraubt, abgebrannt. Die Funktion des Kastellans war schließlich vorwiegend eine administrative Aufgabe und ein repräsentativer Posten, wenn auch mit weitreichenden Kompetenzen verbunden.
Kirchengeschichte
Die älteste Kirche von Cuisery, Notre-Dame de la Chaux[13], wurde schon 1119 genannt und ist der Heiligen Jungfrau geweiht. Sie besteht heute als Kapelle, die durch den ehemaligen Chor gebildet wird, und war die einzige Kirche bis ins 14. Jahrhundert. Als die Stadtmauern gebaut wurden, wurde das Schiff der Kirche abgerissen und das Material für den Mauerbau verwendet.
Am 6. Juli 1358 ließ Girard de Thurey, Marschall von Burgund, in der Kirche von Cuisery eine Kapelle bauen, geweiht der Heiligen Jungfrau, Sankt Peter, der Heiligen Katharina und der Heiligen Martha, setzte zwei Kapläne ein, die in Cuisery wohnen mussten, wofür er ihnen ein Haus zur Verfügung stellte, und von denen jeder wöchentlich fünf Messen zu seinem Seelenheil lesen musste. Er sollte dafür das Recht haben, jederzeit die Kapelle zu besuchen und dieses Recht sollte auf die jeweils Erstgeborenen weitervererbt werden. Nebst dem Haus für die Kapläne, stiftete er Einkünfte und Vermögen, dafür sollten die Kapläne keine anderen Einnahmen haben. Sollten sie dennoch andernorts noch Einkünfte beziehen, sollte sie der Diözesanbischof entlassen, sollten sie nicht innert Monatsfrist nach Aufforderung diese andere Quelle aufgegeben haben. Zwischen 1510 und 1520 wurde eine neue Kirche (Notre-Dame-de-l’Assomption)[14][15][16] gebaut, die Maria geweiht ist. Der Glockenturm stammt aus dem Jahr 1809. 1222 wird La Chaux erstmals erwähnt, 1303 als Priorat des Klosters Lancharre, die heutige Kapelle datiert von 1860.
Heraldik
Die Gemeinde verwendet das Wappen der alten Kastellanei, die Grundlage dazu findet sich in den Archiven von Dijon. Blasonierung: In Silber vier blaue Schräg(links)balken.[17] Allerdings findet sich bei René Hozier[18] die Darstellung des Wappens der Gemeinde Cuisery als auf Silber vier blaue Schräglinksbalken, während die Gemeinde Schrägbalken verwendet.
Bevölkerung
| Cuisery: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.418 | |||
| 1800 | 1.301 | |||
| 1806 | 1.294 | |||
| 1821 | 1.625 | |||
| 1831 | 1.704 | |||
| 1836 | 1.658 | |||
| 1841 | 1.758 | |||
| 1846 | 1.695 | |||
| 1851 | 1.745 | |||
| 1856 | 1.704 | |||
| 1861 | 1.600 | |||
| 1866 | 1.586 | |||
| 1872 | 1.591 | |||
| 1876 | 1.666 | |||
| 1881 | 1.734 | |||
| 1886 | 1.767 | |||
| 1891 | 1.670 | |||
| 1896 | 1.563 | |||
| 1901 | 1.535 | |||
| 1906 | 1.598 | |||
| 1911 | 1.621 | |||
| 1921 | 1.509 | |||
| 1926 | 1.554 | |||
| 1931 | 1.531 | |||
| 1936 | 1.556 | |||
| 1946 | 1.441 | |||
| 1954 | 1.365 | |||
| 1962 | 1.329 | |||
| 1968 | 1.378 | |||
| 1975 | 1.501 | |||
| 1982 | 1.617 | |||
| 1990 | 1.505 | |||
| 1999 | 1.612 | |||
| 2006 | 1.604 | |||
| 2009 | 1.641 | |||
| 2014 | 1.594 | |||
| 2020 | 1.588 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 2006,[19] ab 2009 INSEE[20] Anmerkung(en): • Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz • Höchste Einwohnerzahl 1886 mit 1767, tiefste Einwohnerzahl 1806 mit 1294 (73,2 % vom Maximum) | ||||
| Bevölkerungsstruktur | Anzahl Einwohner | männlich | weiblich | davon Ausländer | Anteil % |
|---|---|---|---|---|---|
| 1579 | 735 | 844 | 50 | 3,1 |
| Männer | Alterstufe | Frauen |
|---|---|---|
16 |
58 | |
90 |
133 | |
183 |
191 | |
163 |
157 | |
101 |
110 | |
93 |
95 | |
94 |
104 |
Die Bevölkerungsstruktur weist einen Überhang zugunsten der Frauen auf, die 53,4 % der Bevölkerung ausmachen, wobei 37 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre sind. Demgegenüber sind 42 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter, wobei 74 Einwohner gar älter als 90 Jahre sind, das entspricht 4,7 % der Bevölkerung.
| Wohnstruktur | Anzahl Wohneinheiten | davon Häuser | Wohnungen | sonstige |
|---|---|---|---|---|
| 923 | 647 | 276 | ||
| davon Hauptwohnsitz | 749 | |||
| Zweit- oder Ferienwohnsitz | 39 | |||
| vakant | 135 |
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen
In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen:
| Branche | Anzahl Betriebe |
|---|---|
| Industrie und verarbeitendes Gewerbe | 14 |
| Baugewerbe | 13 |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 55 |
| Information und Kommunikation | 1 |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 12 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 6 |
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 18 |
| Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen | 25 |
| Sonstige Dienstleistungen | 22 |
| Land- und Forstwirtschaftsbetriebe[23] | 2 |
In der Gemeinde befinden sich ein Supermarkt und ein Baubedarf, zwei Bäckereien und eine Metzgerei, zwei Blumenläden und zwei Banken, ferner vier Coiffeur- und ein Schönheitssalon, ein Möbel-, ein Optiker- und drei Papeteriegeschäfte. Dazu kommen sechs Autogaragen, zwei Immobilienagenturen und ein Bestattungsunternehmen.
In der Gemeinde befinden sich zudem eine Zeitarbeitsfirma, eine technische Autokontrolle, eine Fahrschule und eine Tankstelle.
Im sportlichen Bereich besteht ein Tennis-, ein Fußball-, ein Pétanqueplatz, zwei Reitzentren, sowie eine Ballsport- und eine Kampfsporthalle, ein Sportplatz und eine Turnhalle.
Der Gesundheitsbereich wird abgedeckt durch drei Ärzte drei Zahnärzte, zwei Physiotherapeuten, zwei Apotheken und sechs Krankenschwestern. Ferner befinden sich in der Gemeinde ein Seniorenheim und zwei Hilfezentren für Betagte.
Ein Campingplatz (*** 33 Stellplätze), ein Hotel, sieben Restaurants und zwei Gîtes bilden die Einrichtungen für den Tourismus, ein Gendarmerieposten für die Sicherheit.
Für die Öffentlichkeit sind eine Bibliothek, eine Post, eine Touristeninformation, Finanzbehörde und Arbeitslosenamt vorhanden[24]. Ein Wochenmarkt findet jeweils am Dienstagvormittag statt.
Geschützte Produkte in der Gemeinde
Als AOC-Produkte sind in Cuisery Crème et beurre de Bresse[25][26] zugelassen, ferner Volaille de Bresse[27][28][29] und Dinde de Bresse[30].
Bildungseinrichtungen
In der Gemeinde bestehen folgende schulischen Einrichtungen[31]:
- eine École élémentaire Les Petites Vignes, die von 67 Kindern besucht wird,
- eine école primaire (École maternelle und École élémentaire), die von 45 Kindern besucht wird,
- das Collège les Dîmes,
die alle der Académie de Dijon[32] unterstehen. Für die Schulen gilt der Ferienplan der Zone A[33].
Anmerkungen
- Die Kastellanei von Cuisery umfasste in etwa die folgenden Gemeindegebiete: Cuisery, die westliche Hälfte von Louhans, L’Abergement-de-Cuisery, Bantanges, Branges, Brienne, La Chapelle-Naude, La Chapelle-Thècle, La Genête, Huilly-sur-Seille, Jouvençon, Juif, Loisy, Ménetreuil, Montret, Montpont-en-Bresse, Rancy, Ratenelle, teilweise Saint-Étienne-en-Bresse, Savigny-sur-Seille, Sornay, La Truchère, Préty, der Bourg und die Weiler la Serrée und Trésoire in Simandre.
- Als Kastellane von Cuisery werden genannt: 1350 Renaud de Verrey, 1353 Hugues de Vercels, Ritter, Vogt und Marktvogt von Chalon-sur-Saône (Er war noch Kastellan von Sagy und Cuisery), 1380 Philippe de Valois, 1395 Renaud de Sercy, 1484 Charles de la Marche, 1682 Henri François de Foix de Candolle, Pair de France, 1701 Antonin Nompar de Caumont, Herzog von Lauzun, Giraudin de Frangey, François de Ganay, Claude Delachault, Claude Droin, Jacques Droin, 1778 Antoine Barras, 1783 Armand-Louis de Gontaut, duc de Biron, 1790 Jean-Marie Passault.
Kultur und Sehenswürdigkeiten

- Seit 1999 laufen Projekte, Cuisery zu einem Bücherdorf („Village du Livre“) zu machen. Zurzeit gibt es rund 20 Antiquariate und Buchläden im Ort.
- Büchermarkt jeweils am ersten Sonntag im Monat
- Sechs gedeckte Waschhäuser: Rue des Echeneaux, Rue Bas du Pavé, Mare Balay, Fontaines Couvertes, zwei im Schloss Lamotte sind nicht zugänglich.
- Centre Eden, ein Park von zwei Hektaren erlaubt auf spielerische und pädagogische Weise, Flora und Fauna der Region zu entdecken.
- Notre-Dame de Cuisery, erbaut 1504, Renaissance-Architektur mit zwölf Kapellen, flämischem Triptychon aus dem 16. Jahrhundert, Malereien, Chorgestühl
- Turm vom alten Schloss der Bagés
- La Grande Maison in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Schlosses[34]
- Rundsicht auf das Tal der Seille bis zu den Alpen
- Sankt-Peters-Kapelle aus dem 11. Jahrhundert mit Dach und Mauerwerk aus Lavastein, eines der ältesten Bauwerke der Bresse. Beschreibung und Fotos der Kirche[35]
- Die Zeder von la Chaux, angeblich 1734 gepflanzt durch Bernard de Jussieu aus Zedernsamen aus dem Libanon
Literatur
- Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, google.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps anciens et le Moyen Âge. Band 1. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps modernes jusqu’à 1789. Band 2. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, bnf.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
Weblinks
- Cuisery. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 5. Februar 2026 (französisch).
- Cuisery. Présentation de la commune. Ministère de la Culture, 2008, abgerufen am 5. Februar 2026 (französisch).
- Cuisery. in der POP Plateforme ouverte du patrimoine. Ministère de la Culture, abgerufen am 5. Februar 2026 (französisch).
- Cuisery. in Patrimoine en Bourgogne-Franche-Comté. Direction Culture, Sport et Jeunesse, abgerufen am 5. Februar 2026 (französisch).
- Webpräsenz der Gemeinde. Cuisery. Mairie de Cuisery, abgerufen am 5. Februar 2026 (französisch).
- Village du livre. Bücherdorf Cuisery. Village du livre de Cuisery (Verein), abgerufen am 5. Februar 2026 (französisch).
Siehe auch
- Geschichte der Bresse
- Römerstraßen in der Bresse
- Bresse, Geografie, Geomorphologie, Wirtschaft
- Bresse bourguignonne, Beschreibung der Bresse als Naturlandschaft
