Curt Nebel
deutscher Architekt
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Curt Nebel (* 17. Januar 1843 in Grimma; † 21. Dezember 1917) war ein deutscher Architekt.
Leben
Er wurde als Sohn des Amtsmaurermeisters Carl Gottfried Nebel geboren. 1867 eröffnet er ein Architekturbüro im Ranstädter Steinweg 80 in Leipzig, im Jahr 1890 ist er dann in der Hospitalstr. 1 verzeichnet.[1][2] Im Jahr 1876 ist er als Mitglied im Förderverein des Museums für Völkerkunde in Leipzig aktenkundig.[3] Am 4. Dezember 1880 heiratete er in Leipzig seine Frau Caroline Emma. 1883 trat er dem Deutschen Verein zum Schutze der Vogelwelt bei.[4] Im Jahr 1895 ist sein Büro im Gerichtsweg 15 verzeichnet.[5] 1904 zog er mit seiner Frau in die von ihm geplante Villa in Cröbern um. Beim Bau des Druck- und Verlagshaus Oscar Brandstetter 1906 in der Dresdner Straße 11 bis 13 setzte er eine Weiterentwicklung der Fassaden beim Eisenbetonbau ein.[6] Bei der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik 1914 in Leipzig erhielt er in der Kategorie Baugewerbe XVIa: Bauwesen den Goldenen Preis. Um diese Zeit ist sein Büro in Brüderstraße 49 zu finden.[7] Es sind von ihm (außer seiner Villa) nur Bauten in Leipzig bekannt. Curt Nebel plante als Architekt Anfang des 19. Jahrhunderts in Leipzig diverse Großbauten im Jugendstil, vor allem im Graphischen Viertel, mit einer Mischung aus historistischer Formensprache mit angepassten Schmuckformen und großen Giebeln.
Werk
- 1877–1878 Villa Fischer-Brill, Dorotheenstraße 13 (heute Otto-Schill-Straße) ehemals Reichels Garten
- 1883 bis 1886: Wohnhäuser, Josephinenstraße 9, 11, 15
- 1887/1888: Wohnhäuser, Poetenweg 5, 7, 9
- 1889: Koburger Straße 5
- 1889: Ludwigstraße 1
- 1889 bis 1890: Villa Lieberoth-Leden, Karl-Tauchnitz-Straße 25
- 1890: Haus der Buchhandlung Alfred Lorentz, Leplaystraße 3 (früher Kurprinzstraße 10)
- vor 1892: Geschäftshäuser, Brühl 7 und 9 (für Bankhaus August Lieberoth, ehemals Gasthof zu den drey Schwanen und Zum roten Ochsen)
- 1892–1893 Geschäftshäuser, Brühl 62 und 66 (1910 Erhöhung des Vordergebäudes Brühl 62 (Planung ebenfalls durch Nebel))
- 1893: Fichtestraße 26
- 1896: Geschäftshaus, Katharinenstraße 13
- 1896–1897: Geschäftshaus, Nikolaistraße 40
- 1898: ehem. Lipsia-Schuhfabrik J. C. Burckhardt & Sohn, Untere Eichstädtstraße 17
- 1898 bis 1899: Wohnhaus, Menckestraße 24 (Entwurf auch für Menckestraße 26, aber nicht realisiert)
- 1899–1900 Geschäftshaus, Brühl 66
- 1901: Druckereigebäude für die Firma von Louis Glaser, Kreuzstraße 20
- 1901 Villa Säuberlich, Connewitzer Straße 19, Probstheida
- 1903: Wohnhaus, Menckestraße 26
- 1904: Villa Nebel, Cröbern (1972 abgerissen),
- 1906: Haus des Handwerks Leipzig (ehem. Druck- und Verlagshaus Oscar Brandstetter), Dresdner Straße 11 bis 13
- 1906 bis 1907: Geschäftshaus, Hainstraße 10
- 1911: Seemann Karee (ehem. Druck- und Verlagshaus E. A. Seemann), Prager Straße 13 / Eilenburger Straße 1a
- Bauten von Curt Nebel in Leipzig
- Haus des Handwerks, Dresdner Straße 11 bis 13
- Detail Haus des Handwerks, Dresdner Straße 11 bis 13 (mit Inschrift 'Curt Nebel * Architekt')
- Villa Lieberoth-Leden (jetzt Musikhochschule), Karl-Tauchnitz-Straße 25
- Geschäftshaus, Kreuzstraße 20
- Geschäftshäuser, Brühl 62 und 64
- Untere Eichstädtstraße 17
Literatur
- Alfred Langer: Kunstliteratur und Reproduktionen – 125 Jahre Seemann Verlag im Dienste der Erforschung und Verbreitung der Kunst. E. A. Seemann, Leipzig 1983, S. 64.
- Wolfgang Hocquél, Peter Franke: Glanzlichter Leipziger Baukunst. Schlütersche, Hannover 1997, S. 47.
- Hans-Christian Schink, Peter Guth, Ulrich Hess, Ulrich Krüger: Industriearchitektur in Leipzig. Kiepenheuer, Köln 1998, S. 22 und 25.
- Kurt-Rudolf Böttger: Neues Leipziger Taschenwörterbuch für Einheimische und Fremde. Universitätsverlag, Leipzig 1999, S. 36 und 75.
Weblinks
- Curt Nebel auf www.architektur-blicklicht.de, abgerufen am 14. März 2026
- Denkmalliste Freistaat Sachsen Leipzig Connewitzer Str. 19 Obj.-Nr. 09263836, abgerufen am 14. März 2026
- Denkmalliste Freistaat Sachsen Leipzig Eilenburger Str. 1a Obj.-Nr. 09290079, abgerufen am 14. März 2026