DAV Summit Club

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Die DAV Summit Club GmbH ist eine deutsche Bergsteigerschule und ein Reiseveranstalter mit Sitz in München. Das Unternehmen ist eine kommerzielle Tochtergesellschaft des Deutschen Alpenvereins e.V. Als Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins und Spezialreiseveranstalter bietet der DAV Summit Club neben Ausbildungskursen in allen alpinen Disziplinen auch Berg- und Kulturreisen weltweit an. Seit Sommer 2025 wird dieses Portfolio durch die Markenzusammenführung mit dem Expeditionsreiseanbieter AMICAL ALPIN gestärkt.

Schnelle Fakten
DAV Summit Club GmbH
Logo
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1969 als DAV Berg- und Skischule
Sitz München, Deutschland Deutschland
Leitung Manfred Lorenz, Hagen Sommer
Mitarbeiterzahl 40
Branche Tourismus
Website www.dav-summit-club.de
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Zum Spektrum gehören: Expeditionen, Hochtouren, Skitouren, Skidurchquerungen, Freeriding, Tiefschneekurse, Eisklettern, Schneeschuhtouren, Lawinenkurse, Bergrettungskurse, Sportklettern, Alpinklettern, Klettersteige, Alpenüberquerungen, Trekking-Reisen, Kultur-Rundreisen, Inselwanderungen, Bike-Reisen (Mountainbike, Trekkingbike, Rennrad), Familienreisen, Frauenreisen sowie Reisen für junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren.

Geschichte

Die DAV Summit Club GmbH entwickelte sich aus dem 1957 gegründeten Bergfahrtendienst des Deutschen Alpenvereins. Am 21. September 1957 stimmten bei der Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins im Stadtsaal von Füssen (Allgäu) die Delegierten von 229 Sektionen dem Antrag von Hans Thoma, Referent für Ausbildung und Bergführerwesen im DAV-Verwaltungsausschuss, „mit großer Mehrheit“ zu.

Der DAV-Fahrtendienst veranstaltete unter der Federführung von Hans Thoma ab 1958 Ausbildungskurse, Tourenwochen, ausgewählte Wanderungen in abseitigen, besonders schönen Berggebieten und Hochgebirgsdurchquerungen. Die Leitung lag von Anfang an grundsätzlich bei „autorisierten, für die Veranstaltungen des Fahrtendienstes besonders ausgewählten und geschulten Bergführern“, unter anderem Otto Eidenschink und Anderl Heckmair, bekannt als Erstdurchsteiger der Eiger-Nordwand.

1969 berief der DAV den staatlich geprüften Berg- und Skiführer Günter Sturm, den Vertreter einer neuen Generation, zum Leiter des Fahrtendienstes, welcher gleichzeitig zur DAV Berg- und Skischule umbenannt wurde. Die DAV Berg- und Skischule sollte dem Alpenverein eigene alpine Kompetenz erhalten, die man bedroht sah, als 120 staatlich geprüfte Bergführer einen unabhängigen Berufsverband, den Verband Deutscher Berg- und Skiführer (VDBS), gründeten.

Steigende Umsätze und Gewinne erforderten neue Strukturen, da die unternehmerische Tätigkeit die Gemeinnützigkeit des Deutschen Alpenvereins gefährdete. So wurde 1977 eine selbständige Körperschaft gegründet, die DAV Berg- und Skischule GmbH.

Sieben Jahre später, 1984, erfolgte die Umbenennung in DAV Summit Club GmbH – Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins.

Die Ära Sturm wurde durch den Gedanken geprägt, ein marktfähiges Unternehmen zu formen, also eine Entwicklungsabteilung für moderne Alpinistik, deren Maßnahmen und Produkte am kommerziellen Erfolg gemessen werden können. Günter Sturm entwickelte von 1969 an die Idee der „wiederholbaren Auslandsbergfahrt“. Eine wesentliche Voraussetzung war dabei der Aufbau eines weltumspannenden Netzes einheimischer Trekkingagenturen – ein partnerschaftliches Konzept, das bis heute angewendet wird und von später entstandenen Bergreiseveranstaltern übernommen wurde. Von Anfang an verfolgte der DAV Summit Club das Ziel der „Ausbildung zum selbständigen Bergsteiger“ und organisierte von der ersten Stunde an Expeditionen für Top-Alpinisten.

Mit rund 12.000 Teilnehmern pro Jahr gehört die DAV Summit Club GmbH zu den größten Bergreiseunternehmen im deutschsprachigen Raum. Der Deutsche Alpenverein ist bis heute der alleinige Inhaber und damit 100%iger Gesellschafter der DAV Summit Club GmbH.[1]

Geschäftsführer

Folgende Personen waren oder sind Geschäftsführer der DAV Summit Club GmbH:

  • 1969–2003: Günter Sturm
  • 2004–2007: Günther Härter
  • 2007–0000: Interims-Geschäftsführer Michael Roepke
  • 2008–2011: Ralph Bernhard
  • 2011–2014: Ingo Nicolay
  • 2014–2015: Manfred Lorenz, Olaf Tabor
  • 2015–0000: Manfred Lorenz, Hagen Sommer

Expeditionserfolge und Extrem-Trekkings

  • 1969: Erste kommerzielle Expedition zum Aconcagua, 6959 m, unter der Leitung von Hermann Wolf
  • 1971: Erste Expedition nach Nepal zum Parchamo, 6273 m, Rolwaling Himal
  • 1975: Erstmals im Programm: Denali, 6190 m, höchster Gipfel Nordamerikas
  • 1976: Erste kommerzielle Siebentausender-Expedition zum Trishul, 7120 m, unter der Leitung von Erich Reismüller
  • 1981: Der DAV Summit Club bietet als erster Veranstalter Trekking-Touren in Tibet an
  • 1982: Erste kommerzielle Achttausender-Expedition zur Shishapangma, 8013 m
  • 1990: Erfolgreiche Expedition zum Cho Oyu, 8201 m, unter der Leitung von Expeditionsleiter Günther Härter und Sigi Hupfauer
  • 1992: Erste Durchquerung zu Fuß der Takla Makan Wüste in China, unter der Leitung von Reinhold Messner und Bruno Baumann
  • 2007: Deutsche Erstbesteigung des Koskulak Tagh, 7064 m, unter der Leitung von Matthias Robl

Ökologisches und soziales Engagement

Der DAV Summit Club verfolgt nach eigenen Angaben seit seiner Gründung 1957 einen Nachhaltigkeitsansatz, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Grundlage ist das Leitbild eines verantwortungsvollen Tourismus im Sinne der Prinzipien nachhaltiger Entwicklung.

Im ökologischen Bereich setzt das Unternehmen auf eine Begrenzung von Angeboten in stark frequentierten Regionen sowie auf eine Anpassung der Reisedauer an die jeweilige Destination. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Klimafreundliche Anreisemöglichkeiten werden durch Bahnreisen und digitale Mitfahrangebote gefördert. Seit 2019 kompensiert der DAV Summit Club nach eigenen Angaben 100 Prozent der CO₂-Emissionen aller Flugreisen in Zusammenarbeit mit der Organisation atmosfair[2]. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen Maßnahmen zur Abfallvermeidung, zur Reduzierung des Papierverbrauchs sowie zur ressourcenschonenden Gestaltung seiner Unternehmensinfrastruktur.

Im sozialen Bereich arbeitet der DAV Summit Club mit regionalen Partnern, familiengeführten Betrieben und lokalen Agenturen in verschiedenen Zielländern zusammen. Nach Unternehmensangaben werden faire Vergütungsmodelle sowie Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für lokale Fachkräfte unterstützt. Eine langjährige Kooperation besteht mit einem nepalesischen Partnerteam, für dessen Guides und deren Familien Krankenversicherungen finanziert werden.

An der Entwicklung des transnationalen Fernwanderwegs Peaks of the Balkans war der DAV Summit Club in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beteiligt. Ziel des Projekts ist die Förderung regionaler Wertschöpfung bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Natur- und Kulturschutzaspekten.

Der DAV Summit Club ist Mitglied der Allianz für Entwicklung und Klima des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und verfolgt Maßnahmen zur Emissionsvermeidung, -reduktion und -kompensation mit dem Ziel der Klimaneutralität.

Einzelnachweise

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