DKW PRe 500

Rennmotorrad von DKW From Wikipedia, the free encyclopedia

Die DKW PRe 500 ist ein Rennmotorrad, das die Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen, ab Mitte 1932 Auto Union AG im DKW-Stammwerk in Zschopau herstellte.

DKW PRe 500 (Baujahr 1929) im Museum für sächsische Fahrzeuge

Geschichte und Technik

Schnittmodell des Motors einer PRe 500, unten die Kolbenladepumpe

Die PRe 500 entstand 1928 auf Basis des Zweizylinder-Zweitaktmotors und des Rahmens des Tourenmodells DKW Z 500 und wurde ausschließlich für die Werksrennfahrer produziert. Der Motor hatte eine Wasserkühlung ohne Pumpe und zur Leistungssteigerung eine Kolbenladepumpe. Die Ladepumpe war unter den leicht nach vorn geneigten Zylindern unter dem Kurbelgehäuse angeordnet und steigerte mit ihrem Kolben das Ansaugvolumen um rund 40 Prozent. Kolbenober- und Unterseite arbeiteten für jeweils einen Zylinder. Das Pleuel dieses Hilfskolbens war auf einem Exzenter neben dem mittleren Zapfen der Kurbelwelle gelagert. Wurden zuerst 26 PS (19 kW) Leistung und damit annähernd das Doppelte der Z 500 erzielt, waren es 1930 bereits 36 PS (26 kW). Mit der Ladepumpe stieg folglich auch der Kraftstoffverbrauch, was einen voluminösen Tank für den Renneinsatz erforderlich machte.[1]

Toni Bauhofer gewann die Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft 1930 auf einer PRe 500.[2]

Über die produzierte Stückzahl liegen keine gesicherten Angaben vor.

Weitere Informationen PRe 500, Baujahre ...
Technische Daten[1]
PRe 500
Baujahre 1928–1932
Motor Zweizylinder-Zweitakt-Reihenmotor mit 180° Kurbelversatz
Steuerung Kolbenkantensteuerung
Ladungswechsel Querstromspülung
Motoraufladung Kolbenladepumpe, doppelt wirkend
Hubraum 494 cm³
Bohrung × Hub 68 mm × 68 mm
Nennleistung 26 PS (19 kW) bei 4000/min, später bis 36 PS (26 kW) bei 5500/min
Motorschmierung Zweitaktgemisch 1:12
Vergaser n. b.
Kühlung Thermosiphon
Rahmenbauart Rohrrahmen im Unterzug
Radaufhängung vorn Parallelogrammgabel mit Schraubenfeder
Radaufhängung hinten Starrrahmen
Höchstgeschwindigkeit n. b.
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DKW-Dirt-Track-Spezialmaschine

Die Zschopauer Motorenwerke bauten als seinerzeit erster deutscher Hersteller eine Dirt-Track-Spezialmaschine mit dem Motor der PRe 500. Der Kühler wurde verkleinert und schmaler als der Tank ausgeführt, damit er bei Stürzen wenig zu Schaden kommen konnte. Durch die Anforderungen dieser Rennen wurde ein besonderer Rahmen mit verstärktem Heckteil sowie optimalem Lenkkopfwinkel konstruiert, die Fußrasten waren verstellbar. Der Antrieb hatte kein Getriebe, stattdessen ein nicht schaltbares Vorgelege. Die Endübersetzung konnte nur über die Größe der Kettenritzel voreingestellt werden. Zudem hatte sie keinen Kickstarter, keine Auspufftöpfe und auch keine Bremsen.[3]

Die Maschine wog rund 100 Kilogramm, leistete 30 PS und erreichte 125 km/h.[1]

Literatur

  • Woldemar Lange: Sportliches aus sechs Jahrzehnten. DKW-Rennmaschine PRe 500 (1928–1932). In: Allgemeiner Deutscher Motorsport-Verband (Hrsg.): Illustrierter Motorsport. 32. Jahrgang, Heft 8. Sportverlag Berlin, 1982, ISSN 0442-3054, S. 192.

Einzelnachweise

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