Dadu He

rechter Nebenfluss des Min Jiang in China From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Dadu He oder Dadu-Fluss (chinesisch 大渡河, Pinyin Dàdù Hé, W.-G. Tatu Ho) ist ein rechter Nebenfluss des Min Jiang, des wasserreichsten Nebenflusses des Jangtsekiang.

Schnelle Fakten
Dadu He
Dajin Chuan (Oberlauf)
Dadu He am Unterlauf bei Jinkouhe

Dadu He am Unterlauf bei Jinkouhe

Daten
Lage Sichuan (China Volksrepublik Volksrepublik China)
Flusssystem Jangtsekiang
Abfluss über Min Jiang Jangtsekiang Ostchinesisches Meer
Zusammenfluss von Make He (links) und Duke He (rechts)
31° 47′ 59″ N, 101° 54′ 40″ O
Quellhöhe ca. 2250 m
Mündung bei Leshan in den Min Jiang
29° 32′ 58″ N, 103° 45′ 53″ O
Mündungshöhe ca. 361 m
Höhenunterschied ca. 1889 m
Sohlgefälle ca. 2,9 
Länge ca. 642 km[1] (einschl. Quellflüssen: 1083 km)
Einzugsgebiet ca. 77.700 km²[2]
Linke Nebenflüsse Xiaojin Chuan, Qingyi Jiang
Rechte Nebenflüsse Nanya He, Niuri He
Durchflossene Stauseen Shuangjiangkou-Talsperre (), Houziyan-Talsperre (), Changheba-Talsperre (), Wasserkraftwerk Dagangshan (), Pubugou-Talsperre ()
Karte
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Weitere Informationen Tibetische Bezeichnung, Chinesische Bezeichnung ...
Tibetische Bezeichnung
Wylie-Transliteration:
rgyal rong rgyal mo rngul chu
Chinesische Bezeichnung
Vereinfacht:
大渡河
Pinyin:
Dàdù Hé
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Der Dadu He ist 642 km lang (einschließlich Quellflüssen etwa 1083 km). Das Einzugsgebiet umfasst 77.700 Quadratkilometer.[3] Er ist auch unter der englischen Bezeichnung Tatu River bekannt. Er fließt durch den Westen Sichuans. Eine berühmte Station ist dort die Luding-Brücke. Die Mündung des Dadu in den Min markiert der Buddha von Leshan.

Bei der als Folge des Erdbebens im Süden von Kangding (1. Juni 1786) verursachten Katastrophe brach am 10. Juni 1786 ein durch einen Erdrutsch entstandener Damm, der den Fluss gestaut hatte. Etwa 50 Millionen Kubikmeter Wasser bahnten sich den Weg durch die Landschaft[4] und verwüsteten über eine Länge von 1.400 Kilometern das Land. Etwa 100.000 Menschen starben.[5]

Talsperren und Wasserkraftwerke

Es sind insgesamt 28 Wasserkraftwerke entlang dem Flusslauf des Dadu He vorgesehen, viele davon sind schon fertiggestellt und in Betrieb.

Die Staudämme und Wasserkraftwerke in Abfluss-Richtung sind:

Weitere Informationen Talsperre / Wehr, Leistung in MW ...
Talsperre / Wehr Leistung
in MW
Inbetrieb-
nahme
Koord.
Shuangjiangkou-Talsperre 2000 2025 Welt-Icon
Jinchuan-Talsperre 860 vorauss. 2025 Welt-Icon
Anning-Talsperre 400 in Planung
Badi-Talsperre 720 in Planung
Danba-Talsperre 1130 in Planung
Houziyan-Talsperre 1700 2017 Welt-Icon
Changheba-Talsperre 2600 2017 Welt-Icon
Huangjinping-Talsperre 850 2015 Welt-Icon
Luding-Talsperre 920 2012 Welt-Icon
Yingliangbao-Wasserkraftwerk (Wehr)1 1116 2025 Welt-Icon
Dagangshan-Talsperre 2600 2017 Welt-Icon
Longtoushi-Talsperre 700 2009 Welt-Icon
Laoyingyan-1-Talsperre 300 in Planung
Laoyingyan-2-Talsperre 420 im Bau Welt-Icon
Pubugou-Talsperre 3600 2010 Welt-Icon
Shenxigou-Talsperre 660 2011 Welt-Icon
Zhentouba-1-Talsperre 720 2015 Welt-Icon
Zhentouba-2-Talsperre 300 im Bau Welt-Icon
Shaping-2-Talsperre 360 im Bau Welt-Icon
Shaping-1-Talsperre 348 2018 Welt-Icon
Gongzui-Talsperre 770 1978 Welt-Icon
Tongjiezi-Talsperre 700 1994 Welt-Icon
Shawan-Talsperre 480 2010 Welt-Icon
Fahuasi-Talsperre 240 in Planung
Angu-Talsperre 772 2015 Welt-Icon
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1: Yingliangbao-Wasserkraftwerk flussabwärts mit 15 km langem Umleitungstunnel

Einsturz der Hongqi-Brücke

Am 11. November 2025 stürzte ein Teil der ein halbes Jahr zuvor eröffneten Straßenbrücke Hongqi () ein.[6] Die neu gebaute Straßenbrücke mit einer Länge von 758 m sowie einer Höhe über dem Talboden von 172 m überspannt den linken Quellfluss Make He 2,5 km oberhalb dessen Zusammenfluss mit dem Duke He, dem rechten Quellfluss des Dadu He. Ursache des Brückeneinsturzes war offenbar eine Instabilität im Hang auf einer Seite des Flusstals und ein darauf folgender Erdrutsch. Da die Brücke wegen zuvor aufgetretener Risse gesperrt war, gab es keine Opfer.[6]

Einzelnachweise

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