Daglan
französische Gemeinde
From Wikipedia, the free encyclopedia
Daglan (Aussprache [daˈɡlɑ̃], okzitanisch Daglan) ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit 570 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de Domme Villefranche-du-Périgord. Die Bewohner werden Daglanais und Daglanaises genannt.
| Daglan | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Sarlat-la-Canéda | |
| Kanton | Vallée Dordogne | |
| Gemeindeverband | Domme Villefranche-du-Périgord | |
| Koordinaten | 44° 45′ N, 1° 12′ O | |
| Höhe | 83–282 m | |
| Fläche | 19,96 km² | |
| Einwohner | 570 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 29 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24250 | |
| INSEE-Code | 24150 | |
| Website | www.daglan.fr | |
Rathaus (Mairie) | ||
Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Vier Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wird.[1]
Geografie

Daglan liegt etwa 62 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 17 Kilometer südsüdwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 38 Kilometer nordnordwestlich von Cahors in der Région naturelle des Périgord noir im gleichnamigen, touristisch benannten Landesteil. Das Gemeindegebiet erstreckt sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert vom Céou, von den Flüsschen Lousse, Buguet und Riol sowie von einem kleineren Fließgewässer.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Daglan liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat.[2] Die Gemeinde liegt im Causse von Daglan zwischen Saint-Cyprien, Domme und Villefranche-du-Périgord, einem weitläufigen, zerklüfteten Gebiet mit zahlreichen Kalksteinfazies, das hauptsächlich aus trockenen Graslandschaften, Steppen und Wäldern besteht, die im Winter ihre Blätter verlieren. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.
Das Relief des Gemeindegebiets weist eine zu großen Teilen bewaldete Hügellandschaft auf, die durch die Flusstäler markant eingeschnitten wird, nach Westen hin mit über 260 m höheren Erhebungen. Der topografisch höchste Punkt befindet sich dort mit 282 m Höhe im Westen in der Nähe des Lieu-dit la Croix de Barbier. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Norden mit 83 m Höhe beim Austritt des Céou aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt im Tal des Céou auf etwa 99 m.
Rund 48 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 46 % werden landwirtschaftlich, zumeist heterogen genutzt, rund 4 % entfallen auf Flächen mit Strauch- und/oder Kräutervegetation, rund 2 % auf bebaute Flächen.[3]
Daglan wird von folgenden sieben Gemeinden umgeben:
| Saint-Cybranet | Cénac-et-Saint-Julien | |
| Saint-Laurent-la-Vallée | Saint-Martial-de-Nabirat | |
| Saint-Pompon | Campagnac-lès-Quercy | Bouzic |
Natürliche und technologische Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in Daglan neben den meteologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als
- Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen, besonders entlang des Céou
- Dürren
- Waldbrände
- Bodensetzungen.
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1996 und 1999 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Im gesamten Gemeindegebiet besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[4]
Wie die Risikokarte zeigt, sind etwa 10 % des Gemeindegebiets von einer mittleren Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1992 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
Die Gemeinde liegt flussabwärts des Staudamms Bort-les-Orgues, einem Bauwerk der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter) im Département Corrèze, das seit 2009 einem sogenannten Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegt. Dieser findet Anwendung bei diesen Staudämmen der Klasse A und mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch eines dieser Bauwerke entstünde.[5]
Etymologie und Geschichte
Der Name von Daglan erschien im 14. Jahrhundert in der Bezeichnung der Kirche als Sanctus Martinus de Daglonio. Zuvor war das Dorf Sitz eines Erzpriestertums, genannt Castro novo (deutsch neue Burg). Der Ortsname wurde in der Folge in den Schreibweisen Dagliano (1489) und Dagland im 18. Jahrhundert (1744) geführt. Er ist alleinstehend im Périgord und anscheinend gibt es auch keine nähere Form in Frankreich. Albert Duzat und Charles Rostaing bieten einen gallischen Ursprung an, nach dem der Name von °dago-lanum (deutsch gute Ebene) käme. Denkbar wäre auch ein ursprünglich germanischer Personenname, gebildet aus dags (deutsch Tag). Es gibt Dagilo, aber er passt aus phonetischen Gründen nicht.[6]
Die Wasserwege bei Daglan boten ideale Bedingungen für frühe menschliche Besiedlung. Archäologen haben Schlacke (Abfallprodukte der Metallverarbeitung) freigelegt, die die Existenz gallischer Schmieden belegt, sowie monolithische Sarkophage aus dem 5. Jahrhundert. In jedem Fall muss dort am Ende des Frühmittelalters ein einfaches Dorf existiert haben. Tatsächlich bestanden bei der Gründung des Bistums Sarlat im Jahr 1317 bereits die Pfarrkirche und die Kapellen Sainte-Marie de las Novas und du Bedeaux. Letztere war schon immer ein bedeutender Wallfahrtsort, wie bereits im 12. Jahrhundert belegt ist.
Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter unter der wachsamen Aufsicht der Burg Paulhiac, die noch heute zu sehen ist. Die recht bevölkerungsreiche Pfarrgemeinde zählte 1365 zwischen 500 und 600 Einwohner. Als Beweis für ihre Größe erhob Raimund de Roquecorn, der erste Bischof von Sarlat, sie zu einer der sieben Erzpriesterschaften seiner Diözese, die insgesamt 18 Pfarrgemeinden umfasste.
Daglan litt schwer unter den Verwüstungen des Hundertjährigen Krieges und des Schwarzen Todes, die Daglan und seine Umgebung fast vollständig entvölkerten. Von 1281 bis zum Ende des 14. Jahrhunderts waren die beiden kleinen Lehen von Domme Vieille abhängig und gehörten zum Besitz von Gilbert de Domme, Seneschall des französischen Königs. Er hinterging die Pfarrgemeinde wiederholt und nutzte die daraus resultierenden Unruhen, um seinen Reichtum und sein Lehen zu vergrößern. So plante er 1358 sogar, Sarlat zu erobern und die Beute nach Daglan zu bringen. Ende des 14. Jahrhunderts wurde das Schloss Le Peyruzel von englischen Söldnern besetzt, die das Land und die Umgebung verwüsteten. Nach der Wiederherstellung des Friedens wurde Daglan mithilfe von Menschen aus dem Limousin, dem unteren Quercy und dem Zentralmassiv rasch wieder besiedelt. Die Pfarrgemeinde erlebte im 15. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung, was zur Anpflanzung oder Wiederherstellung von Weinbergen führte, und erreichte Ende des 17. Jahrhunderts fast 1500 Einwohner.
Doch diese Blütezeit endete mit den Hugenottenkriegen. Daglan, an der späteren Königsstraße von Limoges nach Agen gelegen, erlitt in dieser Zeit den Durchzug von Truppen und wurde von Plünderungen, Diebstahl und Zerstörung heimgesucht. Das Schloss Pauliac sollte als „Hospital“ für Geoffroy de Vivans, einen der Hauptmänner der Hugenotten, dienen – also als Nachschubstützpunkt. Das Edikt von Nantes beendete den Bürgerkrieg. Während die Pfarrgemeinde unter der Rebellion der Croquants von 1594/95 nicht allzu sehr litt, war dies beim Aufstand der Tard-avisés von 1707 nicht der Fall. Am 15. März jenes Jahres, bei Einbruch der Dunkelheit, fielen fast zweihundert Männer mit Mistgabeln, Stöcken und Gewehren bewaffnet in das Dorf ein und forderten unter Androhung von Gewalt von den Einwohnern, dass eine bestimmte Anzahl ihnen bei ihrem Vorhaben folgen sollte.
Das Amt des Erzpriesters war aufgrund des damit verbundenen Einkommens beneidenswert. Die Französische Revolution schaffte das Amt ab. Sechs Jahre lang war Daglan Hauptort eines Kantons mit eigenem Friedensrichter, bevor es 1800 zu einer einfachen Gemeinde innerhalb des Kantons Domme wurde. Obwohl die Revolution die Feudalrechte abschaffte und die Strukturen und wichtigsten Symbole des Ancien Régime beseitigte, war sie auch gleichbedeutend mit häufigen Unruhen in einer Zeit großer Umbrüche. Das Hauptproblem rührte von der religionsfeindlichen Politik des Nationalkonvents und der nachfolgenden Regierungen bis hin zum Konsulat her. Einer seiner Vertreter, Abbé Guillaume-Antoine Delfaud, der letzte Erzpriester von Daglan und Abgeordneter der Verfassunggebenden Versammlung, der dennoch für die Abschaffung der Feudalrechte und zahlreiche andere dem Zeitgeist entsprechende Maßnahmen gestimmt hatte, weigerte sich, den Eid auf die Zivilverfassung des Klerus zu leisten. Damit wurde er, wie man damals sagte, zu einem „Widerstand leisteten Priester“ und am 10. August 1792 verhaftet und zusammen mit anderen im Karmeliterkloster in Paris inhaftiert. Am 2. September desselben Jahres, nach einer flammenden Rede Georges Dantons über die Lage der Truppen der Republik, überwältigten die eifrigen Jakobiner die kleine Wache vor dem Kloster und demonstrierten ihre Entschlossenheit gegenüber den Feinden des Volkes, indem sie fast 150 Geistliche, darunter Abbé Delfaut, massakrierten.
Der Weinbau erlebte vom 15. bis zum 18. Jahrhundert eine Blütezeit. Im 18. Jahrhundert zählte die Gemeinde Daglan über 1600 Einwohner. Die lokalen Weine wurden exportiert und von den Häfen Domme und Castelnaud verschifft. Damals waren die Hänge dicht mit Weinreben bewachsen. Diese nahezu monokulturelle Bewirtschaftung hielt bis zum Ende des 19. Jahrhunderts an, als eine Reblausplage die Weinberge, die wichtigste Einnahmequelle der Gegend, vernichtete. Es folgte eine Landflucht, die zur Entvölkerung des Tals führte. Die Wiederaufforstung, unterstützt durch die Erfindung der Bordeauxbrühe, und Versuche, Kiefern und Lavendel auf den Kalksteinplateaus anzubauen, konnten der Mechanisierung und der bereits einsetzenden Entvölkerung kaum entgegenwirken. Der Erste Weltkrieg versetzte Daglan einen verheerenden Schlag. Dieser Aderlass führte zu einem allmählichen Bevölkerungsrückgang.[7][8][9][10]
Bevölkerungsentwicklung
| Daglan: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.270 | |||
| 1800 | 1.776 | |||
| 1806 | 1.287 | |||
| 1821 | 1.452 | |||
| 1831 | 1.355 | |||
| 1836 | 1.508 | |||
| 1841 | 1.536 | |||
| 1846 | 1.568 | |||
| 1851 | 1.527 | |||
| 1856 | 1.575 | |||
| 1861 | 1.458 | |||
| 1866 | 1.510 | |||
| 1872 | 1.573 | |||
| 1876 | 1.615 | |||
| 1881 | 1.534 | |||
| 1886 | 1.527 | |||
| 1891 | 1.557 | |||
| 1896 | 1.543 | |||
| 1901 | 1.526 | |||
| 1906 | 1.324 | |||
| 1911 | 1.518 | |||
| 1921 | 1.038 | |||
| 1926 | 947 | |||
| 1931 | 903 | |||
| 1936 | 892 | |||
| 1946 | 706 | |||
| 1954 | 643 | |||
| 1962 | 591 | |||
| 1968 | 611 | |||
| 1975 | 627 | |||
| 1982 | 608 | |||
| 1990 | 477 | |||
| 1999 | 535 | |||
| 2006 | 540 | |||
| 2013 | 556 | |||
| 2020 | 527 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[11] INSEE ab 2006[12][13][14] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
- Der Ort mit seinen teilweise mittelalterlich anmutenden Gassen und vielen Natursteinhäusern bietet reizvolle Aspekte.
- Das Langhaus und die Apsis der dreischiffigen Pfarrkirche Saint-Martin tragen noch spätmittelalterliche Züge. Der Vierungsturm und die Westfassade mit ihrer nach einem Triumphbogenschema gestalteten Fenstergruppe wurden jedoch im 19. Jahrhundert komplett erneuert.
- Im Ort befindet sich das Maison de la Pierre Sèche – ein Museum, welches sich vorrangig den in Südfrankreich noch häufiger anzutreffenden Steinhütten aus Trockenmauerwerk (je nach Region als cabanes, capitelles oder bories bezeichnet) widmet.
- Umgebung
- Die auf dem Hintergrund einer Marienerscheinung im 13. Jahrhundert erbaute und im 17. Jahrhundert umgestaltete Wallfahrtskapelle Notre-Dame de Bedeau steht etwa drei Kilometer südwestlich des Ortes nahe der Grenze zur Nachbargemeinde Saint-Pompon (44° 43′ 46″ N, 1° 10′ 23″ O).
- Das hochaufragende Schloss Le Peyrouzel befindet sich etwa vier Kilometer nördlich von Daglan (44° 45′ 36″ N, 1° 11′ 49″ O) und stammt in seiner Substanz wahrscheinlich noch aus dem 13. Jahrhundert; es dient heute als Hotel. Der mehrgeschossige Bau erinnert eher an einen Wehrturm (donjon) als an eine Burg und wurde bereits im Jahr 1948 als Monument historique eingeschrieben.[15]
- Zu Fuß kann man mehrere Feldsteinhütten (cabanes) erwandern, die zumeist am Rand ehemaliger Weinfelder stehen. Sie stammen zumeist aus dem 19. Jahrhundert und dienten als Unterstand und Schlafplatz zur Bewachung der Trauben kurz vor der Lese. Einige sind seit 1991 als Monuments historiques eingeschrieben.[16][17]
- Innenhof eines Hauses
- Pfarrkirche Saint-Martin
- Pfarrkirche Saint-Martin, Eingangsportal
- Bleiglasfenster im Chor mit der Darstellung des Heiligsten Herzens Jesu und des Unbefleckten Herzens Mariä
- Wallfahrtskapelle Notre-Dame de Bedeau
- Schloss Le Peyrouzel
- Gruppe von Feldsteinhütten
Bildung
Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule (École élémentaire).[18]
Wirtschaft
Erwerbstätigkeit
Im Jahre 2022 waren 217 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Daglan erwerbstätig, entsprechend 73,8 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (73,2 %) etwas niedriger war als bei den Frauen (74,4 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 29 Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (33). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 15,9 % (2016) auf 13,5 % (2022).[19]
Branchen und Betriebe
70 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Daglan wirtschaftlich aktiv:[19]
| Branche | ||
|---|---|---|
| Anzahl | % | |
| Gesamt | 70 | |
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 7 | 10,0 % |
| Baugewerbe | 9 | 12,9 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 22 | 31,4 % |
| Finanzen und Versicherungen | 4 | 5,7 % |
| Immobilien | 2 | 2,9 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 12 | 17,1 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 7 | 10,0 % |
| Andere Dienstleistungen | 7 | 10,0 % |
Landwirtschaft
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[20] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde stieg von 29 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 32 im Jahr 2000, sank wieder auf 29 im Jahr 2010 und auf 16 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 44,8 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 560 Hektar im Jahre 1988 auf 412 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 19,3 Hektar auf 25,7 Hektar.[21][22][23]
Verkehr
Daglan liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Die Departementsstraße D 60 durchquert das Gemeindegebiet und führt im Westen nach Saint-Pompon, im Osten zur D 46. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.
Persönlichkeiten
- Guillaume-Antoine Delfaud (1733–1792), Jesuit, letzter Erzprister von Daglan, geboren in Daglan
Literatur
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
- Daglan – Fotos + Infos (französisch)
- Daglan, Maison de la Pierre Sèche – Fotos + Infos (französisch)
- Daglan, Kapelle Notre-Dame de Bedeau – Fotos + Infos (französisch) ( vom 24. September 2015 im Internet Archive)
- Daglan, Kapelle Notre-Dame de Bedeau – Foto (französisch) ( vom 14. Oktober 2016 im Internet Archive)
