Dainrode

Stadtteil von Frankenau From Wikipedia, the free encyclopedia

Dainrode ist ein Stadtteil von Frankenau im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Durch Dainrode verläuft die B253
Schnelle Fakten Stadt Frankenau ...
Dainrode
Stadt Frankenau
Koordinaten: 51° 4′ N,  55′ O
Höhe: 351 m ü. NHN
Fläche: 4,36 km²[1]
Einwohner: 187 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 35110
Vorwahl: 06455
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Geographische Lage

Dainrode liegt im Kellerwald am Rand des Naturparks Kellerwald-Edersee. Hindurch fließt der Eder-Zufluss Lengelbach. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 253.

Geschichte

Das älteste Haus des Dorfes

Ortsgeschichte

Zwischen 1197 und 1200 erscheint in einer Urkunde des Fritzlarer Propstes Gumbert für das Kloster Haina ein Reinbold von Dragenrode. Das Geschlecht derer von Dragenrode (Dainrode) wurde bereits im 12. Jahrhundert erwähnt. 1214 wird der Ort ein weiteres Mal urkundlich erwähnt (in anderen Quellen wird auch das Jahr 1200 als Ersterwähnung genannt[2]), als in einer Urkunde Graf Heinrich III. von Reichenbach den Erwerb von Gütern durch das Kloster Haina genehmigte.[3]

Im Sternerkrieg, der 1372 begann und erst Ende des 14. Jahrhunderts endete, wurde Dainrode verwüstet und erst im 15. Jahrhundert wieder aufgebaut. Ab 1571 und danach gehörte der Ort zum Gericht Geismar. Während der Zeit des napoleonischen Königreichs Westphalen, von 1807 bis 1813, wurde Dainrode vom Kanton Frankenau verwaltet. Von 1821 bis 1848 gehörte der Ort dann zum Landkreis Frankenberg. Ab 1848 bis zum Jahr 1851 wurde Dainrode vom Bezirk Marburg verwaltet. Im Jahr 1851 bis zum Jahr 1974 war der Ort wieder im Kreis Frankenberg.

Wann eine erste Kirche erbaut wurde, ist urkundlich nicht überliefert. Zur heutigen Kirche wurde im Jahr 1833 der Grundstein gelegt.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Januar 1974 wurde Dainrode im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Frankenau eingegliedert.[4][5] Für Dainrode wurde wie für die übrigen Stadtteile ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.[6]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Dainrode angehört(e):[7][8]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Dainrode 195 Einwohner. Darunter waren 3 (1,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 30 Einwohner unter 18 Jahren, 78 waren zwischen 18 und 49, 48 zwischen 50 und 64 und 39 Einwohner waren älter.[11] Die Einwohner lebten in 75 Haushalten. Davon waren 15 Singlehaushalte, 21 Paare ohne Kinder und 30 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 45 Haushaltungen leben keine Senioren.[11]

Einwohnerentwicklung

 1577:32 Hausgesesse[7]
 1747:25 Haushaltungen[7]
Dainrode: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019
Jahr  Einwohner
1834
 
289
1840
 
450
1846
 
297
1852
 
306
1858
 
282
1864
 
272
1871
 
263
1875
 
246
1885
 
222
1895
 
237
1905
 
262
1910
 
238
1925
 
239
1939
 
236
1946
 
356
1950
 
331
1956
 
258
1961
 
246
1967
 
262
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2011
 
195
2016
 
182
2019
 
187
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[7]; nach 1970: Stadt Frankenau:[1]; Zensus 2011[11]

Historische Religionszugehörigkeit

Die evangelische Kirche in Dainrode
 1885:222 evangelische (= 100,00 %) Einwohner[7]
 1961:231 evangelische (= 93,90 %), 13 katholische (= 5,28 %) Einwohner[7]

Sonstiges

  • In der Nähe des Dorfes werden seit dem Ersten Weltkrieg in einem Steinbruch Grauwacke abgebaut.
  • Dainrode gehört zum Evangelischen Pfarramt Geismar.
  • In dem kleinen Ort gibt es verhältnismäßig viele Vereine, die auch auf kulturellem Gebiet tätig sind.

Literatur

  • Stadtteil Dainrode. In: Internetauftritt der Stadt Frankenau.
  • Dainrode. Ortsgeschichte, Infos. In: www.dainrode.de. Private Website, archiviert vom Original am 30. März 2016;.
  • Dainrode, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).

Anmerkungen und Einzelnachweise

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