Dalfazalm

Schutzhütte im Rofangebirge From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Dalfazalm ist eine privat bewirtschaftete Schutzhütte im Rofangebirge in Tirol. Sie befindet sich auf 1693 m Höhe in der Gemeinde Eben am Achensee. Der Name Dalfaz hat romanischen Ursprung und bedeutet sinngemäß „dort, wo sie Heu machen“.[1]

Schnelle Fakten
Dalfazalm
Dalfazalm, Blick auf den Achensee
Dalfazalm, Blick auf den Achensee

Dalfazalm, Blick auf den Achensee

Gebirgsgruppe Rofan
Geographische Lage: 47° 26′ 59,8″ N, 11° 44′ 30,6″ O
Höhenlage 1693 m ü. A.
Dalfazalm (Tirol)
Dalfazalm (Tirol)
Erbaut 1981–84, Sennhütte von 1664
Bautyp Almhütte
Erschließung Materialseilbahn
Beherbergung 4 Betten, 33 Lager
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p6

Geschichte

Das älteste Gebäude der Dalfazalm ist eine Sennhütte aus dem Jahr 1664, in welcher heute historische Milchverarbeitungsgeräte ausgestellt werden. Zeitgenössische Aufzeichnungen über die Historie der Alm existieren nicht mehr, da sämtliche Unterlagen, die im Tal archiviert waren, bei einem Brand vernichtet wurden. Mit dem Bau der Rofanseilbahn in den 1950er Jahren stiegen die Besucherzahlen merklich, so dass die vorhandenen Almgebäude nicht mehr ausreichend Kapazitäten boten. Von 1981 bis 1984 wurde die Dalfazalm zu ihrer heutigen Form aus- und umgebaut.[2]

Landwirtschaft

Auf den Bergweiden der Dalfazalm werden vom Frühling bis zum Almabtrieb Milchkühe, Jungvieh, Schweine und Schafe gehalten.[3]

Wege

Zustieg

Touren von der Dalfazalm / Gipfelbesteigungen

Übergänge zu anderen Hütten

Sonstiges

In den 1930er Jahren fand ein Senner auf dem Gebiet der Dalfazalm eine Dolchklinge, die auf die Mittlere Bronzezeit datiert wurde. Dieser Fund wird, in Verbindung mit einem alten Höhenweg von Maurach zum nördlichen Rand des Achensees, als Beleg für die urgeschichtliche Nutzung der Almflächen als Weideland angesehen.[4]

Die Dächer einiger der Almgebäude sind in traditioneller Legschindel-Bauweise ausgeführt. Dabei werden die Schindeln ohne Nägel verlegt, sie werden auf Holzstangen (sogenannte Schwerstangen) aufgelegt und zur Beschwerung mit Steinen (Schwersteinen) versehen.[1]

Literatur

  • Franziska Baumann: Alm- und Hüttenwanderungen Bayerische Alpen. Bergverlag Rother, München 2018, ISBN 978-3-7633-3012-6, S. 91 ff.
Commons: Dalfazalm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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