Daniel Joncktys

niederländischer Dichter und Mediziner From Wikipedia, the free encyclopedia

Daniel Joncktys (auch Daniël Jonctys oder Jonctijs; * Oktober 1611 in Dordrecht; begraben am 1. Februar 1654 in Rotterdam)[1] war ein niederländischer Mediziner und Dichter.

Leben

Joncktys Eltern waren der Dordrechter Hutverkäufer und Hutpolsterer Ewout Anthonisz Jonctys und dessen Frau Jacomijntje Daniëlsdr van Nas aus Rotterdam.[1] Er besuchte die Lateinschule in Dordrecht, wo unter anderem Isaac Beeckman sein Lehrer war. Er schrieb ich am 6. Mai 1630 als Daniël Jongtys im Album Studiosorum an der Universität Leiden für ein Studium der Philosophie und Medizin ein und gab sein Alter mit 20 Jahren an. Am 23. März 1635 erhielt er dort seinen Doktortitel in Medizin und bereiste nach der Promotion Frankreich, Deutschland und Italien. Anschließend ließ er sich in Dordrecht als Arzt nieder. Am 2. März 1638 wurde er von den Herren des Gerichts von Dordrecht zum „Doktor extraordinaire“ der Medizin ernannt und mit einem Jahresgehalt von 72 Gulden bedacht. Dort begann er auch sein schriftstellerisches Wirken. Als Dichter verfasste er Minnesang. Seine Schriften zeichneten sich durch Satire und Kritik aus, so schrieb er auch gegen Folter oder Zauberei. Für sein satirisches Gedicht Hedendaegse Venus en Minerva aus dem Jahr 1641 wurde er vom Dordrechter Kirchenrat vorgeladen, der über seine Darstellung der Theologen verärgert sehr verärgert war. Jonctys verteidigte sich und beteuerte, dass er nichts gesagt habe, was der Religion schaden könnte. Er wurde jedoch in Dordrecht von der Feier der Heiligen Kommunion ausgeschlossen und mit einem Kirchenbann belegt, so dass er nach Rotterdam übersiedelte. Der dortige Kirchenrat setzte sich dafür ein, dass die Zensur gegen ihn aufgehoben werden sollte. Dies geschah jedoch erst am 8. Oktober 1649. Joncktys wurde 1645 in Rotterdam zum Schöffen gewählt.[2] Unter den Mitbürgern genoss er hohes Ansehen, so dass er 1648 und 1649 Ratsherr der Stadt Rotterdam wurde. Sein Name ist nicht in den Rotterdamer Sterberegistern der Jahre 1651–1666 verzeichnet.[3]

Familie

Joncktys verheiratete sich am 20. April 1636 in Rotterdam mit Geertruyt Hugers (auch Huigen oder Huybers), mit der er mindestens 10 Kinder hatte, die jedoch fast alle früh starben. Bereits bei der Heirat hatten seine Frau ein neugeborenes Kind bei sich.

  • Jacomina oder Iacomijna Joncktys (getauft am 1. September 1637) ⚭ 1657 mit Lambert Grommé

Nach seinem Tod heiratete die Witwe am 6. Oktober 1658 Jean Huet, Herr von Fiboutin (gestorben am 27. Januar 1664).[1]

Werke (Auswahl)

  • Roselijns Ooghies ontleed. Dordrecht 1620–1623.
  • Verhandeling der Toover-ziekte. Geschil van de Schoot- en Steekvrije. Geschil van de Wapen-zalve. Paracelsi Vrije konst…. Dordrecht 1638.
  • Hedendaagse Venus en Minerva; of Twistgesprek tussen die zelfde. Dordrecht 1641.
  • Der Mannen Opper-waardigheyd, beweert tegen de Vrouwelyke Lof-redenen van Doctor Johan van Beverwyk, Rotterdam 1646.
  • Minne-Dichten gepast op de bevalligheeden van de schoone Roselyn, Dordrecht 1660.

Literatur

Einzelnachweise

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