Daniel Köbler
deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), MdL
From Wikipedia, the free encyclopedia
Daniel Köbler (* 3. April 1981 in Mainz) ist ein rheinland-pfälzischer Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Seit 2026 ist er Bürgermeister der Landeshauptstadt Mainz und Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Sport. Zuvor war er von 2011 bis 2026 Abgeordneter im Landtag Rheinland-Pfalz, von 2011 bis 2016 als Vorsitzender der grünen Landtagsfraktion. Von 2008 bis 2011 war er Co-Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz.


Familie und Studium
Köbler wurde als einer zweier Söhne einer Ärztin und eines Betriebswirts geboren und besuchte zunächst die Martinusschule und das Bischöfliche Willigis-Gymnasium. 1997 wechselte er von Schulen in kirchlicher Trägerschaft zu einer in städtischer Trägerschaft und machte im Jahr 2000 am Gutenberg-Gymnasium in Mainz das Abitur. Danach studierte Köbler Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2008 schloss er sein Studium mit einem Magister ab. Köbler lebt mit seiner Ehefrau und seinen drei Töchtern in Mainz.[1]
Politik
Köbler trat im September 2001 der Grünen Jugend und zum Jahreswechsel 2002 der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei. Bei der Grünen Jugend hatte er 2002 bis 2005 verschiedene Ämter inne, zuletzt Landesvorstandssprecher (= Landesvorsitzender). Von 2002 bis 2006 arbeitete er auch als Mitarbeiter des rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten Nils Wiechmann. 2004 wurde er für die Grünen in den Mainzer Stadtrat gewählt, wo er aktuell für die Politikbereiche Finanzen und Beteiligung zuständig ist. 2005 kandidierte er als Direktkandidat des Bundestagswahlkreises Mainz und war auch auf Listenplatz 4 der rheinland-pfälzischen Grünen. Im November des gleichen Jahres wurde er in den Landesparteirat gewählt. Von November 2008 bis 2011 war als Nachfolger von Nils Wiechmann Co-Landesvorstandssprecher gemeinsam mit Eveline Lemke.[2]
2011 bildete er zusammen mit Eveline Lemke das Spitzenkandidatenduo der rheinland-pfälzischen Grünen für die Landtagswahl.[3] Er wurde als Direktkandidat im Wahlkreis Mainz I aufgestellt, in dem er mit einem Wahlkreisstimmenanteil von 27,0 Prozent das beste Wahlkreisergebnis der Grünen bei dieser Wahl erzielte.[4] Im Landtag wurde er im Mai 2011 zum Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen gewählt und 2013 in diesem Amt bestätigt. Nach der Landtagswahl 2016, bei der ihm der Wiedereinzug in den Landtag gelang, gab er dieses Amt ab.[5] 2019 erreichte er mit 56301 Stimmen Platz 6 von 17 der Grünen Stadtratskandidaten. Von 2019 bis 2026 war er zudem Ortsvorsteher des Mainzer Ortsbezirks Oberstadt.[6]
Am 18. Mai 2021 zog er als B-Kandidat im Wahlkreis Mainz I erneut in den rheinland-pfälzischen Landtag ein, nachdem Katharina Binz zur Ministerin ernannt worden war und ihr Mandat niedergelegt hatte.[7] Köbler war stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Pflege und Transformation.[8] Am 9. Februar 2026 legte er sein Landtagsmandat nieder; für ihn rückte Paul Bunjes in den Landtag nach.
Am 21. Mai 2025 wählte ihn der Mainzer Stadtrat als Nachfolger von Günter Beck zum Bürgermeister und Finanzdezernenten der Landeshauptstadt Mainz. Er trat sein Amt am 10. Februar 2026 an.[9]