Daniel Sormanni
Schweizer Politiker (MCG/GE)
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Leben
Der in Genf geborene Sormanni wuchs im Quartier Servette auf und machte eine Ausbildung zum Automechaniker. 1993 folgte ein Abschluss im Bereich Öffentliche Verwaltung an der Universität Genf.[1] Er arbeitete zwanzig Jahre lang in verschiedenen Werkstätten, bevor er als Beamter tätig war. Ab 2007 war er im Blumenladen seiner Partnerin in der Buchhaltung beschäftigt.[2]
Politik
Sormanni begann seine politische Laufbahn bei der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, welche er jedoch 2003 verliess. Seiner Meinung nach habe sie die Arbeiterklasse verlassen.[2] Er trat 2011 in die Protestpartei Mouvement citoyens genevois ein.
Nachdem er bereits von 1979 bis 2003 für die SP Teil des Conseil municipal (Stadtparlament) von Genf gewesen war, übernahm er dieses Amt im Jahr 2011 erneut.[2] 2013 wurde er in den Grossen Rat des Kantons Genf gewählt.[3]
Seine Kandidaturen für die Exekutive der Stadt Genf sowie für den Staatsrat des Kantons Genf blieben erfolglos.[2]
Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2023 wurde er in den Nationalrat gewählt und übernahm dort den Sitz von Mauro Poggia. Er hat sich der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei angeschlossen und ist Mitglied der Kommission für Rechtsfragen.
Im August 2023 reichte er eine Anzeige gegen die damalige Staatsrätin Fabienne Fischer ein, was der Anfang der sogenannten «Fischer-Affäre» war. Sormanni warf ihr vor, Personen aus der Verwaltung für ihre Wahlkampagne benutzt zu haben.[4]
Sormanni gilt als Teil des sozialen Flügels des MCG und steht Gewerkschaften nahe, unterstützt aber ebenfalls die Parteipositionen zu Grenzgängern.[2][4]
Weblinks
- Daniel Sormanni auf der Website der Bundesversammlung
