Daniel Suidani

salomonischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Daniel Suidani (geb. ca. 1970; gest. 21. Oktober 2025 in Honiara[1]) war ein Politiker auf den Salomonen. Er war Premierminister der Provinz Malaita von 2019 bis 2023 und ein führender Gegner der Beziehungen, welche die Zentralregierung von Manasseh Sogavare zur Volksrepublik China unterhält.

Daniel Suidani, 2022

Leben

Ursprünglich Grundschullehrer[1], wurde er im Juni 2019 zum Premierminister der Provinz de Malaita gewählt. Er kritisierte die Entscheidung der Zentralregierung im selben Jahr, die diplomatischen Beziehungen zur Republik China (Taiwan) zugunsten der Volksrepublik China abzubrechen.[1][2] Er verbot Investitionen chinesischer Unternehmen in Malaita und geriet dadurch in Konflikt mit der Zentralregierung, die sich der Neuen Seidenstraße angeschlossen hatte.[3][4]

Im Jahr 2021 wurde er in Taiwan wegen einer Hirnverletzung behandelt.[3] Ihm wurde vorgeworfen, die Unruhen von 2021, Ausschreitungen gegen China, angestiftet zu haben.[1]

Im Februar 2023 wurde er durch ein Misstrauensvotum im Provinzparlament seines Amtes enthoben.[3] Im März desselben Jahres erklärte der nationale Minister für Provinzregierung, Rollen Seleso, ihn für ausgeschlossen aus dem Provinzparlament und begründete dies mit Daniel Suidanis Weigerung, die Ein-China-Politik anzuerkennen.[5][3] Bei den Provinzwahlen im April 2024 gewann er seinen Parlamentssitz zurück.[4][1] Im März 2025 erklärte der Oberste Gerichtshof der Salomonen die Entscheidung der Zentralregierung, ihn im März 2023 seines Amtes zu entheben, für rechtswidrig.[6]

Tod

Daniel Suidani starb am 21. Oktober 2025 im Krankenhaus an Nierenversagen, am Tag vor der gerichtlichen Überprüfung seines Antrags auf Abweisung der Anklage gegen ihn wegen angeblicher Anstiftung zu den Unruhen von 2021.[1]

Einzelnachweise

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