Daniela Gerd tom Markotten
deutsche Managerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Daniela Gerd tom Markotten (* 1974 in Bielefeld) ist eine deutsche Managerin.[1] Seit September 2021 war sie im Vorstand der Deutschen Bahn für das Ressort Digitalisierung und Technik zuständig.[2][3] Zuvor war die promovierte Wirtschaftsingenieurin für Daimler tätig.[4] Sie verließ die Deutsche Bahn zum Jahresende 2025 vorzeitig.

Ausbildung
Gerd tom Markotten studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe und promovierte 2003 zum Thema IT-Sicherheit an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.
Wirken
Gerd tom Markotten begann ihre berufliche Laufbahn in der internationalen Nachwuchsgruppe des Daimler-Konzerns und wirkte unter anderem an Projekten in Auburn Hills und Tokio mit. Ab 2005 folgten verschiedene Management-Funktionen im Bereich der Logistik-IT. Mitte 2014 wurde sie Leiterin der Abteilung „Center of Competence Marketing“ im IT-Bereich von Daimler. Ab 2014 verantwortete sie das Auftragszentrum Lkw, Charterway International sowie Fleetboard. 2016 übernahm sie den Bereich „Digital Solutions & Services“ bei Mercedes-Benz Lkw und wurde in Personalunion CEO von Fleetboard.[5][6]
2017 wechselte Gerd tom Markotten zum Mobilitätsdienstleister Moovel, einem Gemeinschaftsunternehmen von BMW und Daimler.[7][8] Mitte 2020 gründete sie das Start-up-Unternehmen iuhhoo, das eine Software für KI-/AR-basierte Videoanrufe zur Fernunterstützung entwickelte.
Im Juni 2021 berief der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn Gerd tom Markotten in den Vorstand.[9] Zu ihren Aufgabenbereichen gehörten neben dem digitalen Transformationsprozess auch die DB Fahrzeuginstandhaltung und der konzerninterne IT-Dienstleister DB Systel.[10] Gerd tom Markotten forcierte den Einsatz von KI-Technologien im Rahmen der Disposition, um die Pünktlichkeit von Zügen wie der S-Bahnen in Frankfurt am Main, München und Stuttgart zu verbessern.[11] Sie arbeitete an besserem Mobilfunk und schnellerem Internet für Reisende.[12] Zudem ließ sie Ersatzteile mit 3D-Druckern herstellen, um Instandhaltungszeiten zu verkürzen.[13] Am 27. September 2023 wurde sie vom Aufsichtsrat der DB für fünf Jahre, bis 2029, wiederbestellt.[14] Das von ihr verantwortete Technikressort wurde zum Jahreswechsel 2025/2026 aufgelöst. Sie schied Ende 2025 vorzeitig aus der DB aus.[15]