Daniela Maier

deutsche Freestyle-Skisportlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Daniela Maier (* 4. März 1996 in Villingen-Schwenningen) ist eine deutsche Freestyle-Skierin. Sie ist auf die Disziplin Skicross spezialisiert. Ihre größten Erfolge sind der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 und der Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen 2022 ex aequo mit der Schweizerin Fanny Smith sowie einer weiteren Bronzemedaille bei den Freestyle-Skiing- und Snowboardweltmeisterschaften 2025.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Daniela Maier
Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 4. März 1996 (30 Jahre)
Geburtsort Villingen-Schwenningen, Deutschland
Größe 168 cm
Gewicht 70 kg
Karriere
Disziplin Skicross
Verein SC Urach
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Winterspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Junioren-WM 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Bronze Peking 2022 Skicross
Gold Mailand-Cortina 2026 Skicross
 Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften
Bronze Engadin 2025 Skicross
 Freestyle-Skiing-Juniorenweltmeisterschaften
Silber Chiesa in Valmalenco 2015 Skicross
Platzierungen im Freestyle-Skiing-Weltcup
 Debüt im Weltcup 5. Dezember 2015
 Weltcupsiege 6
 Gesamtweltcup 28. (2019/20)
 Skicross-Weltcup 2. (2024/25)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Skicross 6 7 9
letzte Änderung: 20. Februar 2026
Schließen

Leben

Daniela Maier wuchs im Schwarzwald in Urach auf und ist Mitglied des Skiclubs Urach (SC Urach) in Vöhrenbach. Sie lebt seit einigen Jahren im oberbayrischen Marquartstein. Maier arbeitet als Polizeiobermeisterin bei der Bundespolizei[1] und trainiert am Bundespolizei-Leistungssportzentrum in Bad Endorf im Landkreis Rosenheim.

Zunächst war sie alpine Skirennläuferin und startete ab Januar 2012 bei FIS-Rennen und nationalen Meisterschaften. Ende der Saison 2012/13 probierte sie Skicross aus, worauf sie sogleich zu einem Sichtungslehrgang eingeladen wurde. Auf die Saison 2013/14 hin wechselte sie definitiv von den Alpinen zu den Freestylern, ebenso schloss sie 2014 das Skiinternat Furtwangen mit dem Abitur ab. In der Europacup-Saison 2014/15 stand Maier zweimal auf dem Podest (davon einmal als Siegerin) und belegte in der Disziplinenwertung den zweiten Platz, ebenso siegte sie bei den deutschen Meisterschaften. Zum Abschluss des Winters gewann sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Chiesa in Valmalenco die Silbermedaille.

Ihr Debüt im Freestyle-Weltcup hatte Maier am 5. Dezember 2015 im Montafon, wo sie auf den zwölften Platz fuhr und sogleich die ersten Weltcuppunkte holte. Das beste Ergebnis in ihrer Premierensaison war Platz acht zwei Wochen später in Innichen. Im Verlaufe der Weltcupsaison 2016/17 fuhr sie insgesamt sechsmal unter die besten zehn, wobei sie am 10. Dezember 2016 mit Platz drei in Val Thorens erstmals auf dem Podest stand. Beim Abschlusstraining zum Weltcuprennen auf dem Feldberg am 4. Februar 2017 zog sie sich eine Knorpelverletzung im Knie zu.[2] Diese erwies sich als derart gravierend, dass drei Operationen erforderlich waren. Dadurch verpasste Maier auch die gesamte Saison 2017/18.[3]

In ihrer Comeback-Saison 2018/19 fuhr Maier zweimal unter die besten zehn, bei den Weltmeisterschaften 2019 in Park City auf Platz elf. Im darauf folgenden Winter 2019/20 konnte sie sich mit zwei dritten Plätzen wieder an der Weltspitze etablieren.

Bei den Olympischen Winterspielen 2022 stieß Maier bis ins Finale vor, in dem sie auf Rang vier ins Ziel fuhr. Kurz darauf wurde die drittplatzierte Fanny Smith um einen Rang nach hinten versetzt, da sie Maier während der Fahrt behindert haben soll.[4] Diese Jury-Entscheidung wurde jedoch später revidiert, wodurch die zurückgestufte Konkurrentin Smith doch noch mit der Bronzemedaille ausgezeichnet werden sollte. Da Maier nun wieder den vierten Platz belegen würde, focht der DSV dieses Urteil an.[5] Am 13. Dezember 2022 kam es vor dem Internationalen Sportgerichtshof in einem gütlichen Verfahren zu einer Einigung dahingehend, dass sowohl Maier als auch Smith die Bronzemedaille erhalten.[6]

Bei den Weltmeisterschaften 2025 im Engadin konnte sich Maier die Bronzemedaille und damit ihre erste WM-Einzelmedaille sichern.[7]

Am 20. Februar 2026 gewann Maier olympisches Gold im Livigno Snow Park im Skicross-Finale der Frauen.[8]

Ehrungen und Auszeichnungen

Erfolge

Olympische Winterspiele

Weltmeisterschaften

Weltcupsiege

Maier errang im Weltcup bisher 22 Podestplatzierungen, davon 6 Siege.

Weitere Informationen Datum, Ort ...
Datum Ort Land
8. Dezember 2023 Val Thorens Frankreich
20. Dezember 2024 Innichen Italien
21. Dezember 2024 Innichen Italien
29. März 2025 Idre Fjäll Schweden
24. Januar 2026 Veysonnaz Schweiz
31. Januar 2026 Val di Fassa Italien
Schließen


Weltcupwertungen:

Weitere Informationen Saison, Gesamt ...
Saison Gesamt Skicross
Platz Punkte Platz Punkte
2015/1669.16,6717.200
2016/1755.23,4613.305
2018/1958.21,2713.234
2019/2028.32,737.360
2020/2120.155
2021/228.358
2022/237.387
2023/2414.246
2024/252.915
Schließen

Europacup

  • Saison 2014/15: 2. Skicross-Disziplinenwertung
  • 3 Podestplätze, davon 2 Siege

Juniorenweltmeisterschaften

Weitere Erfolge

  • ein deutscher Meistertitel (2015)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI