Daudere

Siedlung in Osttimor From Wikipedia, the free encyclopedia

Daudere (auch Daudare) ist ein osttimoresisches Dorf und der es umgebende Suco im Verwaltungsamt Lautém (Gemeinde Lautém).

Schnelle Fakten Daten ...
Daudere
Balirinder in der Grassavanne Dauderes in der Regenzeit (April)
Daten
Fläche 54,91 km²[1]
Einwohnerzahl 1.785 (2022)[2]
Chefe de Suco Agito Boavida Pinto
(Wahl 2023)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Aelafa 298
Anarua 348
Macalodo 193
Nassuloi 185
Sagueli 243
Samaira 136
Uanambere 173
Vassatoi 101
Der Suco Daudere
Daudere (Osttimor)
Daudere (Osttimor)
Daudere
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Der Ort

Der Ort Daudere liegt auf 253 m Meereshöhe am Ostufer des Flusses Raumoco, an der Ostgrenze des Sucos. Hier mündet der Builui aus Maina II kommend in den Raumoco. Zu dem Siedlungszentrum gehören auch die direkt benachbarten Orte Anarua, Uanamibere, Vassatoi (Vasotoi), Sagueli (Squeli), Nassuloi (Nassalue) und Samaira und etwas weiter nördlich, die Dörfer Macalodo (Makalodo) und Aelafa.[3] Das Siedlungszentrum verfügt über einen medizinischen Posten und eine Grundschule.[4]

Der Suco

Schnelle Fakten Orte, Position ...
Daudere
Orte Position[5] Höhe
Aelafa  26′ 50″ S, 126° 49′ 24″ O 253 m
Anarua  26′ 58″ S, 126° 49′ 23″ O 253 m
Daudere  27′ 1″ S, 126° 49′ 20″ O 253 m
Macalodo  26′ 55″ S, 126° 49′ 24″ O 253 m
Nassuloi  27′ 3″ S, 126° 49′ 15″ O 181 m
Raumoco  24′ 51″ S, 126° 47′ 32″ O 15 m
Sagueli  27′ 7″ S, 126° 49′ 23″ O 253 m
Samaira  26′ 57″ S, 126° 49′ 17″ O 253 m
Uanamibere  26′ 52″ S, 126° 49′ 25″ O 253 m
Vassatoi  27′ 3″ S, 126° 49′ 24″ O 253 m
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Tropischer Trockenwald am Ostufer des Raumocos
Der Fluss Odofuro in Daudere

Der Suco Daudere hat 1.785 Einwohner (2022), davon sind 894 Männer und 891 Frauen. Im Suco gibt es 341 Haushalte.[2] Über 97 % der Einwohner geben Makasae als ihre Muttersprache an. Minderheiten sprechen Fataluku oder Tetum Prasa.[6]

Daudere liegt im Westen des Verwaltungsamts Lautém. Der Fluss Raumoco durchquert den Suco, bis er in die Straße von Wetar mündet. Westlich des Flusses Buiguira liegt der Suco Euquisi, östlich die Sucos Serelau und Maina II und im Süden das Verwaltungsamt Luro mit seinem Suco Afabubu. Die nördliche Küstenstraße, einer der wichtigsten Verkehrswege des Landes, führt auch an der Küste Dauderes entlang und überquert den Raumoco und den westlichen Grenzfluss über zwei Brücken. An der Mündung des Raumoco liegt das Dorf Raumoco (Raumaco),[3] das über eine Grundschule verfügt.[4]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Daudere eine Fläche von 36,09 km².[7] Nun sind es 54,91 km²,[1] da Daudere den Süden des Sucos Serelau und Teile des Verwaltungsamts Luro erhielt. Dafür gab Daudere an Serelau Gebiete im Nordosten ab, inklusive des Dorfes Lailaovemuti.[8]

In Daudere befinden sich die acht Aldeias Aelafa, Anarua, Macalodo, Nassuloi, Sagueli, Samaira, Uanambere und Vassatoi.[9]

Geschichte

2015 entdeckte man beim Bau eines Hauses am Raumoco eine Bronzetrommeln der Dong-Son-Kultur aus dem Gebiet des heutigen Vietnams. Das 80 kg schwere und ungefähr 2000 Jahre alte Artefakt ist eine der am besten erhaltenen von nur etwa 20 Bronzetrommeln, die man in Südostasien entlang der alten Schifffahrtswege fand.[10] Die Trommel hat einen Durchmesser von 103 cm und eine Höhe von 78 cm. Ihre Oberfläche ist mit einem zwölfstrahligen Stern verziert, auf dem Rand verteilt sitzen vier kleine Froschskulpturen. Die Trommel soll in Frankreich weiter untersucht und später im Nationalmuseum Osttimors ausgestellt werden.[11]

Politik

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Fernando Horacio zum Chefe de Suco gewählt.[12] Bei den Wahlen 2009 gewann Aderito Morais[13] und wurde 2016 in seinem Amt bestätigt.[14] 2023 gewann Agito Boavida Pinto die Wahlen.[15]

2023 wurden als Chefe de Aldeias gewählt: Domingos Vilanova (Aelafa), Sebastião Constancio (Anarua), João Martins (Macalodo), Josefina Ricardo (Nassuloi), Iaberto da Costa (Sagueli), Zacarias Pereira (Samaira), Celestino Marques (Uanambere) und Miquel R. F. Cabral (Vassatoi).[16]

Einzelnachweise

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