Dave Peyton

US-amerikanischer Jazz-Musiker, Songwriter, Pianist, Arrangeur From Wikipedia, the free encyclopedia

Dave Peyton (* 19. August 1889; † 30. April 1955 in Chicago) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Piano, Orchesterleitung), Songwriter, Arrangeur, und Musikkritiker. Er schrieb Kolumnen für den Chicago Defender.

Wirken

Peyton begann seine Karriere als Pianist im Trio von Wilbur Sweatman (zusammen mit Schlagzeuger George Reeves), in dem er von 1908 bis 1912 spielte.[1] Er übernahm die Band, die bereits 2011 als „Sweatman and Peyton’s Dixie Group“ bekannt war.[2] Anschließend leitete Peyton seine eigenen Ensembles in verschiedenen Theatern in Chicago. Zu seinen Sidemen gehörten Charlie Allen, George Mitchell, Bob Shoffner, Ruben Reeves, Kid Ory, Bud Scott, Jasper Taylor, Jimmy Bertrand, Baby Dodds, Preston Jackson, Darnell Howard, Jerome Don Pasquall, Joe King Oliver und Lee Collins. Obwohl er nur einmal unter seinem eigenen Namen aufnahm (mit Richard M. Jones am Klavier in „Baby o’ Mine“ (1935, Decca 7115) oder Joe Louis Chant), nahm sein Orchester 1928 auch unter der Leitung von Fess Williams auf („Dixie Stomp/Drifting and Dreaming“, Voc. 15690). In den 1930er Jahren leitete er ein Orchester im Regal Theater und spielte von Mitte der 1930er bis Ende der 1940er Jahre als Solist in Bars und Nachtclubs.[3] In den 1950er Jahren änderte er seine berufliche Ausrichtung und eröffnete eine chemische Reinigung.[4]

Peyton galt dem Sweatman-Biografen Mark Berresford zufolge viele Jahre lang in den Musikkreisen Chicagos als eine überaus wichtige und einflussreiche Persönlichkeit.[1] Insbesondere war er für sein Organisationstalent bekannt: Er arbeitete als Musikunternehmer und besetzte auf Anfrage Orchester für die nach Rassentrennung getrennten Veranstaltungsorte. Dies war ihm unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Ernie Young (einem der Gründer der Music Corporation of America) möglich. Peyton war zudem ein versierter Arrangeur und konnte Lieder für die Künstler personalisieren, sodass ihre Darbietung populärer Lieder unverwechselbar wurde. Dies tat er für Vaudeville-Stars wie Al Jolson und Eva Tanguay. Von 1925 bis 1929 schrieb er eine wöchentliche Musikkolumne im Chicago Defender.[5]

Peyton wird vor allem für die von ihm komponierten Songs erinnert; darunter der Klassiker „I Ain’t Got Nobody“ (dessen Melodie auch Spencer Williams alleine zugeschrieben wird) sowie „Roumania“, das auch Fats Waller interpretierte.[4] Bereits 1909 komponierte er gemeinsam mit Sweatman „Oh You Dahomey,“ das Beachtung fand.[6]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI