Europaschutzgebiet Davenna
Natura-2000 Schutzgebiet in Vorarlberg
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Das Europaschutzgebiet Davenna ist ein kleines Natura-2000-Gebiet im Montafon im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Auch der gesamte Berg, der Gipfel (1881 m) und der Gipfelkamm werden als Davenna bezeichnet. Das Schutzgebiet umfasst die an der Südflanke gelegenen Felsformationen, Dolomit-Schutthalden, Rauhgrasfluren und Föhren- und Latschenwälder. Durch ständigen Steinschlag aus den Felswänden des Kammes ist das Gebiet sehr dynamisch, die Lebensräume verändern sich immer wieder, dies führt zu einer Vielfalt an Habitaten, Pflanzen und Tieren, die sich an die wechselnde Natur anpassen.[1][2]
Davenna | ||
Natura-2000-Gebiet Davenna, Blick von Rellseck | ||
| Lage | Verwallgruppe
Österreich
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| Fläche | 112 ha | |
| Natura-2000-ID | AT3425000 | |
| FFH-Gebiet | 112 ha | |
| Geographische Lage | 47° 7′ N, 9° 53′ O | |
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| Meereshöhe | von 865 m bis 1880 m | |
| Einrichtungsdatum | 2015 | |
| Verwaltung | Regionsmanagement Europaschutzgebiete Montafon-Klostertal | |
| Rechtsgrundlage | Landesrecht Vorarlberg: Rechtsvorschrift für Naturschutzverordnung; Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union | |


Geschichte
Bis Ende der 1970er Jahre wurde hier Gips im Tagbau industriell abgebaut. Seit damals ist die Natur wieder sich selbst überlassen. 2015 wurde das obere Gebiet unter Schutz gestellt. Am unteren Ende des Schutzgebiets führt der Gipsbruchweg kurz durch die Schutzzone, der Weg von Valleu Richtung Davenna-Gipfel führt kurz an der Grenze der Schutzzone vorbei, ansonsten sind keine Wege im Schutzgebiet. Da es eine Wegepflicht gibt, besteht praktisch für fast das ganze Schutzgebiet ein Betretungsverbot.[3]
Rechtliche Grundlage
Das Europaschutzgebiet wurde gemäß der Vorarlberger Naturschutzverordnung als Europaschutzgebiet mit einem Landesgesetz ausgewiesen. Grundlage für die Unterschutzstellung ist die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) der Europäischen Union.[4][5]
Schutzgüter und Erhaltungsziele
Ziel ist der Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung der mosaikartigen vielfältigen natürlichen Lebensräume, insbesondere die Buschvegetation, die Kalkrasen, die Kalkschieferschutthalden und die Felsspaltenvegetation.[4] Hier kommen Bewimperte Alpenrosen (Rhododendron hirsutum) vor, in den Felsspalten das Rundblättrige Täschelkraut und der Schweizer Mannsschild.
Auch schützenswerte Tiere leben hier, unter anderem Libellen-Schmetterlingshaft (Libelloides coccajus), Mooreidechsen (Zootoca vivipara) und sogar Steinadler (Aquila chrysaetos).

