David Schliesing

deutscher Regisseur und Dramaturg From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Schliesing wurde in der Altmark geboren und wuchs in Berlin auf. Nach dem Abitur am Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium in Berlin-Marzahn begann er 2003 ein Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Potsdam. Ab 2005 studierte er Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und hatte Regieassistenzen und Hospitanzen am Landestheater Neustrelitz, am Theater Neubrandenburg und in Berlin.

Erste eigene Regiearbeiten sowie Tätigkeiten als Musiker und Schauspieler absolvierte er an der Berliner Off-Bühne „Zimmer 16 camera dell’ arte“. Am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin inszenierte er 2007 eine moderne Bühnenfassung des Werther von Johann Wolfgang von Goethe, die Musik, Werbetexte und Videoelemente in den Text integrierte. Die Inszenierung erhielt in der Presse anerkennende Besprechungen.[1] Seine Tätigkeit als Dramaturg fand in der Kulturkritik ebenfalls positive Beachtung.[2] Im Juni 2009 inszenierte er als Diplominszenierung zum Abschluss seines Studiums Georg Büchners Schauspiel Leonce und Lena.[3]

Ab der Spielzeit 2010/11 war Schliesing Dramaturg am Theater Mainz. Zur Spielzeit 2013/14 wechselte er als Dramaturg an das Theater Bonn. Ab der Spielzeit 2016/17 war Schliesing bis 2019 als leitender Schauspieldramaturg am Theater Magdeburg engagiert.[4] Gemeinsam mit dem Regisseur Jan-Christoph Gockel entwickelte er mehrere Theaterprojekte (Grimm: Ein deutsches Märchen, Herz der Finsternis).[5][6]

Seit 2021 arbeitet er als Audioredakteur beim Landtag von Sachsen-Anhalt.

Politik

David Schliesing engagiert sich in der Partei Die Linke, wo er seit 2020 Mitglied ist.

Bei der Bundestagswahl 2021 trat er als Direktkandidat für seine Partei im Wahlkreis 67 (Landkreise Börde und Jerichower Land) an.[7] Schliesing erhielt 8,7 % der Erststimmen.[8] Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte er erneut als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Börde – Jerichower Land, wo er 10,6 % der Erststimmen erhielt.[9] Über Platz 2 der Landesliste der Partei „Die Linke“ in Sachsen-Anhalt wurde Schliesing im Februar 2025 in den Deutschen Bundestag gewählt.[10]

Dort ist er Obmann und Mitglied des Kulturausschusses, Mitglied des Verkehrsausschusses sowie stellvertretendes Mitglied des Forschungsausschusses. Zudem ist Schliesing Schriftführer.[11]

Produktionen (Auswahl)

Dramaturgien

Einzelnachweise

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