Deggenau
Ortsteil von Deggendorf
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Deggenau ist ein Gemeindeteil und eine Gemarkung der Großen Kreisstadt Deggendorf im niederbayerischen Landkreis Deggendorf.

Geographie
Der Ort Deggenau liegt links der Donau an der Bundesautobahn 3 gegenüber der Isarmündung. Hier befindet sich auch auf der linken Donauseite der Deggendorfer Hafen.
Die Gemarkung Deggenau umfasst 657,06 ha[1] und die Orte Breitenberg, Deggenau, Elmering, Gailberg, Görgen, Goldberg, Gschnaidt, Hub, Leoprechtstein, Mietzing, Reinprechting, Sandweg, Steinriesl, Thanhof, Ucking, Ufersbach, Waldschaid und Weinberg.
Geschichte
In einer Urkunde von 1140 zeichnete ein Heinrich von “Tekinowe” als Zeuge eines Rechtsgeschäfts.[2] Tekinowe wird auch im 2. bayerischen Herzogsurbar erwähnt und zählte zum Gericht Deggendorf.[3] 1920 gründete Josef Wallner in Deggenau die Bayerische Hafenbetriebs GmbH zum Zweck einer eigenen Kies- und Sandbaggerei und zum schrittweisen Ausbau des in Deggendorf geplanten Hafens. Es entstanden umfangreiche Kaianlagen sowie ein Getreidesilo, diverse Lagerhallen und eine Tankanlage.[2]
Im Bauboom der 1960er und 1970er Jahre gelangten die Umschlagskapazitäten des altstadtnahen Deggendorfer Stromhafens allmählich an ihre Grenzen. Spätestens mit dem Durchstich des Main-Donau-Kanales 1992 war die schiffbare Nord-Süd-Verbindung wiederhergestellt, und der Hafen platze aus allen Nähten. Es wurden neue Anlagen in Deggenau geplant und im Folgejahrzehnt auch verwirklicht. Zehn Jahre später feierte man 2002 in Deggendorf die Eröffnung des (nach Duisburg) zweiten deutschen Freihafens. Im Mai 2016 wurde die Freizone wieder aufgegeben.[4]
Die durch das Gemeindeedikt von 1818 gegründete Gemeinde Deggenau wurde am 1. Juli 1972 nach Deggendorf eingemeindet.[5] Die Gemeinde Deggenau umfasste zu diesem Zeitpunkt folgende Orte:
- Deggenau
- Breitenberg
- Elmering
- Gailberg
- Görgen
- Goldberg
- Gschnaidt
- Hub
- Leoprechtstein
- Mietzing
- Reinprechting
- Sandweg
- Steinriesl
- Thanhof
- Thanreut
- Ucking
- Ufersbach
- Waldschaid
- Weinberg
Literatur
- Klaus Rose: Deggendorf. Historischer Atlas von Bayern I/XXVII, München 1971, ISBN 3769698738 (Digitalisat)