Dennis Day

amerikanischer Sänger und Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Dennis Day (* 21. Mai 1916 in der Bronx, New York als Owen Patrick Eugene McNulty; † 22. Juni 1988 in Bel Air, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Sänger und Schauspieler.

Leben und Karriere

Owen Patrick Eugene McNulty wurde in eine irischstämmige Familie in der Bronx geboren. Er besuchte die Cathedral Preparatory Seminary und danach das Manhattan College, welches er 1939 abschloss. Danach plante er Rechtswissenschaften am Fordham University zu studieren, aber die Gesangskarriere kam dazwischen: Day hatte Mary Livingstone, der Ehefrau von Komiker Jack Benny, einige Gesangsaufnahmen von sich geschickt. Livingstone und Benny gefielen diese so sehr, dass sie ihn regelmäßigen Sänger und Ensemblemitglied für Jack Bennys Radioshow The Jack Benny Program verpflichteten. Der bisherige Sänger Kenny Baker war kurz zuvor ausgestiegen und Benny suchte nach einem passenden Ersatz.[1] Bereits vor dem Jack Benny Program hatte Owen McNulty erste Erfahrungen als Sänger in der Radioshow von Larry Clinton gesammelt.

Im Rahmen seiner Auftritte bei Jack Benny erhielt McNulty auch den Künstlernamen Dennis Day. Nach seinem ersten Auftritt im Oktober 1939 war Day über die folgenden 26 Jahre fester Bestandteil des Jack Benny Program, das bis 1955 als Radioshow sowie später auch von 1951 bis 1965 als Fernsehserie lief. Innerhalb der Sendung gab Dennis Day wöchentliche Gesangseinlagen zum Besten und galt über viele Jahre als „Amerikas liebster irischer Tenor“.[2] Tatsächlich sang er besonders oft Lieder mit irischem Einschlag wie beispielsweise Danny Boy. Daneben zeigte Day aber auch ein komödiantisches Talent: Ähnlich wie sein Vorgänger Kenny Baker verkörperte Day in den Shows von Benny einen zwar liebenswerten und unschuldig wirkenden, jedoch sehr gutgläubigen und unterbezahlten Sänger, dessen oftmals einfältige Äußerungen Bennys Figur zur Verärgerung und das Publikum zum Lachen brachten. Obgleich Day beim Ende von Bennys Show im Jahr 1965 fast 50 Jahre alt war, machte die Sendung bis zuletzt immer wieder Witze über Days angebliche Unerfahrenheit und Jugend.[3] Bis zu Bennys Tod im Jahr 1974 sollten Benny und Day immer wieder zusammenarbeiten.

Zwar hatte seine Verbindung mit Benny ihm den Durchbruch gebracht, aber Day gelang es, sich auch eigenständig einen Namen zu machen. Als Sänger veröffentlichte Day im Laufe seiner Karriere rund 120 Schallplatten[4] und unternahm zahlreiche Konzertreisen. Mit verschiedenen Singles und Alben war er in den Billboard-Charts vertreten. Sein Filmdebüt gab Day zwar 1940 in der Westernkomödie Buck Benny Rides Again noch an der Seite von Benny, aber danach hatte er auch größere Filmrollen ohne diesen – so etwa in den Musicalfilmen Music in Manhattan (1944), Golden Girl (1951) und The Girl Next Door (1953). Weiteren Erfolg hatte Day auch mit seinem eigenen Radioprogramm A Day in the Life of Dennis Day, das zwischen Oktober 1946 und Juni 1951 auf NBC lief. In A Day in the Life of Dennis Day verkörperte Day eine ähnlich naive Figur wie in Jack Bennys Show, in diesem Fall einen singenden Soda Jerk, der immer wieder in Probleme gerät.[5] Zwischen 1952 und 1954 führte er durch seine eigene Fernsehshow (zunächst bis 1952 The RCA Victor Show, dann ab 1953 The Dennis Day Show). Bis in die 1980er-Jahre absolvierte Day Auftritte als Sänger und wirkte gelegentlich an Fernsehproduktionen mit.

Day, ein bekennender Katholik, war von 1948 bis zu seinem Tod mit Margaret Ellen Almquist (1923–2013) verheiratet. Diese war die ältere Schwester der Schauspielerin Ann Blyth. Day und Almquist hatten insgesamt zehn Kinder. 1987 wurde Day mit der unheilbaren Nervenkrankheit ALS diagnostiziert. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich durch einen schweren Sturz im März 1988 weiter. und schließlich starb er im Juni 1988 mit 72 Jahren.[6] An Dennis Day erinnern zwei Sterne auf dem Hollywood Walk of Fame in den Kategorien Radio und Film. Beigesetzt ist Dennis Day auf dem Holy Cross Cemetery in Culver City.[7]

Filmografie (Auswahl)

  • 1940: Buck Benny Rides Again
  • 1943: The Powers Girl
  • 1943: Sleepy Lagoon
  • 1944: Music in Manhattan
  • 1948: Musik, Tanz und Rhythmus (Melody Time, Erzählerstimme)
  • 1950: I’ll Get By
  • 1951: Golden Girl
  • 1951–1965: Jack-Benny-Show (The Jack Benny Program, Fernsehserie, 128 Folgen)
  • 1952–1954: The Ezio Pinza Show (Fernsehserie, als Gastgeber)
  • 1953: The Girl Next Door
  • 1955: Babes in Toyland (Fernsehfilm)
  • 1959: Alfred Hitchcock präsentiert (Alfred Hitchcock Presents, Fernsehserie, Folge 4x26)
  • 1962: Im Wilden Westen (Death Valley Days, Fernsehserie, Folge 10x23)
  • 1964, 1965: Amos Burke (Burke’s Law, Fernsehserie, 2 Folgen)
  • 1967: Hoppla Lucy! (The Lucy Show, Fernsehserie, Folge 6x07)
  • 1969: Wo die Liebe hinfällt (Love, American Style, Fernsehserie, Folge 1x09)
  • 1976: Won Ton Ton – der Hund, der Hollywood rettete (Won Ton Ton, the Dog Who Saved Hollywood)
  • 1976: Frosty’s Winter Wonderland (Fernsehfilm, Stimme von Parson Brown)
  • 1981: The Rovers Comedy House (Fernsehserie, unbekannte Folgenzahl)
Commons: Dennis Day – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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