Depekolk
Ortsteil von Salzwedel
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Depekolk gehört zu Ortschaft Liesten und ist ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Depekolk Stadt Salzwedel | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 47′ N, 11° 19′ O | |
| Höhe: | 41 m ü. NHN | |
| Fläche: | 3,73 km²[1] | |
| Einwohner: | 56 (31. Dez. 2023)[2] | |
| Bevölkerungsdichte: | 15 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |
| Postleitzahl: | 29416 | |
| Vorwahl: | 039032 | |
Lage von Depekolk in Sachsen-Anhalt
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Geographie
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Im Jahre 1319 wird ein Geistlicher aus dem Dorf namens Johannis als In Curia Johannis dicti depekolc genannt, als die von Garthow dem Kloster Arendsee Hebungen dem Dorf Liesten zuwiesen.[5] Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wurde das Dorf als Dyepkolk aufgeführt.[6] Weitere Nennungen sind 1541 Dipkolck, 1687 Depekolck, 1820 Depekolk[1] oder Diepkolk[7] und 1804 Depekolck.[8]
Herkunft des Ortsnamens
Jürgen Udolph übersetzt den mittelniederdeutschen Ortsnamen mit „tiefes Wasserloch“.[9] W. Schmidt schrieb im Jahre 1912, dass das Dorf im Volksmund „dippkolk“ genannt wird.[10]
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Groß Apenburg auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.[1]
Am 20. Juli 1950 wurde dio Gemeinde Depekolk in die Gemeinde Liesten im Landkreis Salzwedel eingegliedert.[11] Mit der Eingemeindung von Liesten nach Salzwedel am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Depekolk zur Stadt Salzwedel und zur neu errichteten Ortschaft Liesten.
Einwohnerentwicklung
Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:[1]
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Depekolk, die früher zur Pfarrei Jeggeleben gehörte,[17] wird heute betreut vom Pfarrbereich Apenburg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[18]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Depekolk ist ein Feldsteinbau mit Westquerturm und einer Orgel.[19]
- Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
Der Verein Freie Schule Altmark e. V. aus Salzwedel betreibt eine Grundschule und einen Kindergarten im Ort.[20]
Literatur
- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 500–503, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 145 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 330, 41. Depekolk (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
- Ortsteile Liesten und Depekolk auf salzwedel.de
- Depekolk im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie

