Depekolk

Ortsteil von Salzwedel From Wikipedia, the free encyclopedia

Depekolk gehört zu Ortschaft Liesten und ist ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Schnelle Fakten Stadt Salzwedel ...
Depekolk
Stadt Salzwedel
Koordinaten: 52° 47′ N, 11° 19′ O
Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 3,73 km²[1]
Einwohner: 56 (31. Dez. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 29416
Vorwahl: 039032
Depekolk (Sachsen-Anhalt)
Depekolk (Sachsen-Anhalt)
Lage von Depekolk in Sachsen-Anhalt
Dorfkirche Depekolk
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Geographie

Depekolk, ein nach Südwesten erweitertes Straßendorf,[1] liegt rund 13 Kilometer südöstlich von Salzwedel in der Altmark am Benkendorfer Vorfluther (Fließgraben).[3] Zwei Kilometer südlich liegt der etwa 66 Meter hohe Wind-Berg.[4]

Nachbarorte sind Liesten, Rademin, Ladekath, Jeggeleben und Büssen.

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Jahre 1319 wird ein Geistlicher aus dem Dorf namens Johannis als In Curia Johannis dicti depekolc genannt, als die von Garthow dem Kloster Arendsee Hebungen dem Dorf Liesten zuwiesen.[5] Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wurde das Dorf als Dyepkolk aufgeführt.[6] Weitere Nennungen sind 1541 Dipkolck, 1687 Depekolck, 1820 Depekolk[1] oder Diepkolk[7] und 1804 Depekolck.[8]

Herkunft des Ortsnamens

Jürgen Udolph übersetzt den mittelniederdeutschen Ortsnamen mit „tiefes Wasserloch“.[9] W. Schmidt schrieb im Jahre 1912, dass das Dorf im Volksmund „dippkolk“ genannt wird.[10]

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Groß Apenburg auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.[1]

Am 20. Juli 1950 wurde dio Gemeinde Depekolk in die Gemeinde Liesten im Landkreis Salzwedel eingegliedert.[11] Mit der Eingemeindung von Liesten nach Salzwedel am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Depekolk zur Stadt Salzwedel und zur neu errichteten Ortschaft Liesten.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
173453
177446
178939
179864
180165
181846
184055
186446
187145
188564
Jahr Einwohner
1892[00]106[12]
1895060
1900[00]043[12]
1905083
1910[00]088[12]
1925106
1939107
1946199
2010[00]069[13]
2014[00]062[14]
Jahr Einwohner
2015[00]70[14]
2020[00]55[15]
2021[00]53[16]
2022[00]57[16]
2023[0]56[2]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:[1]

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Depekolk, die früher zur Pfarrei Jeggeleben gehörte,[17] wird heute betreut vom Pfarrbereich Apenburg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[18]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Dorfkirche Depekolk ist ein Feldsteinbau mit Westquerturm und einer Orgel.[19]
  • Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

Der Verein Freie Schule Altmark e. V. aus Salzwedel betreibt eine Grundschule und einen Kindergarten im Ort.[20]

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 500–503, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 145 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 330, 41. Depekolk (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Commons: Depekolk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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