Der Banditendoktor
Fernseh-Kriminalfilm (1957)
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Der Banditendoktor ist ein deutscher Fernseh-Kriminalfilm nach der gleichnamigen Erzählung von B. Traven.
| Film | |
| Titel | Der Banditendoktor |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1957 |
| Länge | 42 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Peter A. Horn |
| Drehbuch | Peter A. Horn |
| Kamera | Gerd Rosenbaum, Siegfried Blohm |
| Schnitt | Barbara Hartinger |
| Besetzung | |
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Handlung
In einer Kneipe im Süden der USA, nahe der mexikanischen Grenze: Ein etwas heruntergekommener, whiskytrinkender Mann erzählt einem anderen Gast von seinem Leben in Mexiko. Dort ging er vor vier Jahren hin, um billiges Land zu kaufen und eine Baumwollfarm aufzubauen. Doch durch einen Schädling ging die Baumwolle ein und er verarmte. Eines Nachts steht Pedro vor seiner Tür, der Kopf einer Verbrecherbande. Pedros Sohn sei krank und der Mann solle ihn behandeln. Da Pedros Handlanger Felipe und José ihn mit Gewehren bedrohen, muss er mitgehen, obwohl er kein Arzt ist und nur wenige medizinische Kenntnisse hat. Bei Pedros Haus angekommen, trifft er dort auf dessen Frau Felicia, den Sohn Beppo und Luisa – eine junge Frau, die anscheinend den kranken jungen Mann liebt und um sein Leben fürchtet.
Zunächst will niemand dem Fremdem mitteilen, was dem Kranken fehlt, doch dann entdeckt er eine Schusswunde im Oberschenkel. Da er kein Blut sehen kann, betäubt er seine Angst mit Schnaps, dann reinigt und verbindet er dem Kranken die Wunde. Er will kein Geld für die Behandlung annehmen, aber Luisa versorgt ihn mit Lebensmitteln. Am nächsten Morgen wird der Mann wieder von Pedro besucht: Er teilt ihm mit, dass es dem Neffen schon viel besser geht und er inzwischen mit den anderen weitergeritten ist. Nun soll der Mann, gegen Bezahlung, Felipe und José das Schreiben beibringen. Er willigt ein und spart das Geld für seine Rückreise in die USA.
Inzwischen verbreitet sich das Gerücht über einen amerikanischen „Banditendoktor“ im Land. Als der Mann genug Geld zusammenbekommen hat, macht er sich auf den Weg. An einem Bahnhof trifft er zufällig auf den Polizeichef des Bezirks, der ihm von der Fahndung nach dem Banditendoktor erzählt, ohne in dem Mann eben diesen zu erkennen. So erfährt er, dass die Banditen ihre neuerworbenen Schreibkenntnisse nur für Droh- und Erpresserbriefe verwenden. Dann tauchen Beppo und Felipe auf, um dem Mann ein Paket zu bringen: Medikamente, die Pedro ihm als Ersatz für die bei der Behandlung des Kranken verbrauchten versprochen hatte. Durch die Paketübergabe wird der Mann beinahe als Banditendoktor enttarnt, doch dann trifft der Zug ein, und er kann unbehelligt Mexiko verlassen. In der Kneipe tauscht er das Paket bei dem Gast, der sich seine Geschichte angehört hat, gegen eine Flasche Whisky ein.
Produktion
Der Film ist eine Produktion des Südwestfunk und wurde am 19. November 1957 im ersten Programm ausgestrahlt. 2011 erschien er bei Pidax auf DVD.
Rezeption
„gut gespielt, mit sicher gesetzten Spannungsmomenten und sparsamem Humor, aber in der Handlung doch etwas mager“
„Leider gerieten ihm [Peter A. Horn] Stoff und Tempo der Story vom Arzt wider Willen so whisky-schwer und schleppend, dass die Kürze des Spiels auch sein größter Vorzug wurde.“