Der Galgenstrick

Film von Jack Nicholson (1978) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Galgenstrick ist der Titel einer US-amerikanischen Westernkomödie aus dem Jahr 1978, bei der Jack Nicholson in der Hauptrolle zu sehen ist und auch Regie geführt hat. Die weibliche Rolle wurde mit Mary Steenburgen besetzt, die damit ihr Filmdebüt gab.

TitelDer Galgenstrick
OriginaltitelGoin’ South
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Der Galgenstrick
Originaltitel Goin’ South
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1978
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Jack Nicholson
Drehbuch John Herman Shaner
Al Ramrus
Charles Shyer
Alan Mandel
Produktion Harry Gittes
Harold Schneider
Musik Perry Botkin Jr.
Van Dyke Parks
Kamera Néstor Almendros
Schnitt John Fitzgerald Beck
Richard Chew
Besetzung
Synchronisation
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Handlung

Henry Lloyd Moon ist ein kleiner Viehdieb und arbeitsfauler Einbrecher. Bei dem Versuch, nach Mexiko zu fliehen, wird er von einigen Deputies gefangen genommen. Als Viehdieb erwartet ihn der Tod durch den Galgen – gälte da nicht in der Gegend eine besondere Verfügung, die es erlaubt, dass Gesetzlose vor dem Strick gerettet werden können, wenn eine Frau aus dem Ort bereit ist, den Verurteilten zu heiraten. Buchstäblich in letzter Sekunde erklärt eine junge Dame bereit, ihn zu ehelichen.

Die heiratswillige Julia Tate hat indes ihre eigenen Vorstellungen von Ehe und sieht in dem Verbrecher eher eine willkommene Arbeitskraft, als einen Ehemann. Ihr sitzt die Eisenbahn im Nacken, die eine Trasse durch ihr Land plant. Ihre Hoffnung ruht auf der Goldmine, die sie von ihrem Vater geerbt hat. Bislang hat die Mine zwar nicht eine Unze Gold abgeworfen, aber Julia erhofft sich durch Moons Mitarbeit Erfolg. Sie träumt genug Geld zu erwirtschaften, um nach Philadelphia ziehen zu können.

Moon ist von der Arbeit reichlich genervt, zumal Julia, die noch Jungfrau ist, nicht mit ihm ins Bett geht. So entwickelt sich ein zweifelhaftes Eheleben, das gleichermaßen von gegenseitigem Misstrauen und Attraktion geprägt ist. Als die beiden tatsächlich auf Gold stoßen, vertieft sich ihre Partnerschaft, allerdings im gleichen Maße wie das Misstrauen. Das Gold lagern sie in einer Truhe und deponieren diese in der Bank. Erschwert wird das Verhältnis durch Deputy Towfield, der sich durch Moon seiner Braut beraubt sieht.

Als Moons alte Gang bei Julia zu Hause auftaucht verkompliziert sich die Situation. Die Gangster machen die sonst alkoholabstinente Julia betrunken. Beim Gelage erfahren sie, dass Julia und Moon gemeinsam Gold schürfen. Julia wird eifersüchtig, als Hermine, ein Mitglied der Bande, ohne Erfolg versucht, ihre frühere sexuelle Beziehung zu Moon wieder aufleben zu lassen. Julia weist Moon daraufhin zurück. Gekränkt schmiedet Moon mit seiner Bande den Plan, Julia zu verraten und in zwei Tagen das Gold zu stehlen. Am nächsten Tag entgeht Julia bei einem Einsturz in der Mine nur knapp dem Tod. Dieser Vorfall führt beiden vor Augen, wie sehr sie einander bedeuten.

Am Tag des geplanten Raubüberfalls geht Moon noch vor Öffnung der Bank allein dorthin, stiehlt das Gold und will es zu Julia zurückbringen. Er muss allerdings feststellen, dass Julia die Truhe zuvor mit Steinen gefüllt, ihre Farm an die Eisenbahn verkauft und die Stadt mitsamt dem Gold bereits verlassen hat. Moon nimmt die Verfolgung Julias Postkutsche auf. Julia überzeugt Moon, gemeinsam mit ihr nach Mexiko durchzubrennen.

Synchronisation

Die deutsche Fassung wurde bei Berliner Synchron nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Arne Elsholtz eingesprochen.[1]

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Sprecher
Henry Lloyd Moon Jack Nicholson Manfred Schott
Coogan, Moon’s Old Gang Tracey Walter Uwe Paulsen
Deputy Towfield Christopher Lloyd Arne Elsholtz
Hilfssheriff Hector John Belushi Wolfgang Pampel
Hog Danny DeVito Manfred Lehmann
Whitney Haber Ed Begley Jr. Hubertus Bengsch
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Kritiken

  • Western-Burleske mit viel Situationskomik; vorhersehbar und nicht sehr originell, streckenweise dennoch amüsante Unterhaltung.[2]
  • Nicholsons zweite Regiearbeit: eine nicht gerade weltbewegende, aber ausgelassene Burleske mit slapstickhaften Zügen. – Launig gemachter Geschlechterkampf.[3]
  • Phil Hardy konstatiert, der Film sei „ein ansteckend vergnüglicher, lässiger Western, von Nicholson mit echtem Charme inszeniert“. Nicholsons Regie habe „ein wundervolles Maß, etwa in der herrlich komischen (...) Schießerei zwischen der Bande und dem Gesetz am Ende des Films.“[4]

Auszeichnungen

Der Film erhielt lediglich eine Filmpreis-Nominierung. Diese erhielt Mary Steenburgen. Sie wurde 1979 für den Golden Globe in der Kategorie Bestes weibliches Filmdebüt in einem Spielfilm nominiert.

Einzelnachweise

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