Der Medicus 2

Film von Philipp Stölzl (2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Medicus 2 (auch Der Medicus II) ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseur Philipp Stölzl, der auch beim 2013 veröffentlichten Vorgänger Der Medicus Regie führte.[3] Das Drehbuch schrieben Stewart Harcourt, Philipp Stölzl, Caroline Bruckner, Jan Berger und Marc O. Seng. Die Rolle des Rob Cole übernahm wie im Vorgänger Tom Payne.[4][5]

TitelDer Medicus 2
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2025
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Der Medicus 2
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 143 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen
Stab
Regie Philipp Stölzl
Drehbuch
Produktion
Musik Ingo Ludwig Frenzel
Kamera Frank Griebe
Schnitt Marty Schenk
Besetzung
Chronologie
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Handlung

Im 11. Jahrhundert landet der Medicus Rob Cole nach seiner Flucht aus Isfahan in seiner alten Heimat in London. Dort möchte er erneut seine medizinischen Fähigkeiten einsetzen, um Menschen zu helfen.

Dabei stößt er bei den Eliten auf Widerstand und er wird in die Intrigen des Königshauses verstrickt. Nachdem der englische König ihn bittet, dessen vom Wahnsinn heimgesuchte Tochter zu behandeln, beginnt er, sich mit der menschlichen Psyche auseinanderzusetzen.[6][3]

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden vom 2. September bis zum 20. Oktober 2024 in Ungarn und Deutschland statt. Gedreht wurde unter anderem in Berlin, Köln und Schleswig-Holstein, wo in Grömitz eine Strandszene entstand.[4][7] In Ungarn wurde an jenem Set gedreht, an dem auch The Last Kingdom entstand.[8]

Der Film wurde von Zeitsprung Pictures (Produzenten Till Derenbach und Michael Souvignier), der UFA Fiction (Produzenten Wolf Bauer und Sebastian Werninger) produziert, Koproduzenten waren Beta Film (Jan Mojto, Dirk Schürhoff) und Constantin Film (Oliver Berben, Martin Bachmann, David Kehrl). Den Weltvertrieb übernahm Beta Cinema. Executive Producer war Tom Payne, beteiligt waren das ZDF (Frank Zervos) und Amazon Prime Video (Christoph Schneider, Andreas Hartmann, Cristian Parra).[4][5][9]

Unterstützt wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderungsanstalt, der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH sowie der Film- und Medienstiftung NRW.[4][5]

Die Kamera führte Frank Griebe, die Montage verantwortete Marty Schenk und das Casting Cassandra Han. Das Szenenbild gestaltete Pater Sparrow, das Kostümbild Juli Szlávik und das Maskenbild Sarah Singh, Ines Ransch und Nóra Koltai.[4][6][9]

Im Gegensatz zum Vorgänger hat dieser Film keine literarische Vorlage, der Film ist eine von der dreiteiligen Buchreihe (Der Medicus, Der Schamane und Die Erben des Medicus) losgelöste Fortsetzung des ersten Films.[10]

Veröffentlichung

Ein erster Trailer wurde im September 2025 veröffentlicht.[11] Weltpremiere war am 15. Dezember 2025 im Kölner Cinedom.[12][13]

In Deutschland kam der Film am 25. Dezember 2025 in die Kinos.[4][6][5]

Rezeption

Dieter Oßwald lobte auf dem Arthaus-Portal Programmkino.de, die visuelle Wundertüte sei prall gefüllt. Man fühle sich mittendrin, statt nur dabei in diesem so düsteren wie dreckigen 11. Jahrhundert. Und freue sich über das Licht der Aufklärung am Ende des Tunnels des dumpfen Fanatismus. Fazit: Ein überwältigendes Eskapismus-Epos mit froher Botschaft![14]

Christian Werner bezeichnete die Produktion auf uncut.at als handwerklich gut gemacht und solide in Szene gesetzt. Wer den ersten Teil gefeiert habe, werde mit dem Nachfolger ebenso seine Freude haben.[15]

Yannick Vollweiler vergab auf film-rezensionen.de fünf von zehn Punkten. Der Film versuche, an die Ambitionen des Vorgängers anzuschließen, erreiche dabei allerdings nicht dessen erzählerische Geschlossenheit. Trotz starker visueller Gestaltung, hochwertiger Ausstattung und einem spielfreudigen Ensemble verliere sich die Fortsetzung in historischen Unwahrheiten, thematischer Überladung und einer unstrukturierten Handlung.[16]

Michael Güthlein bewertete die Produktion auf epd-film.de mit drei von fünf Sternen. Das Spätsequel lebe von soliden Schauwerten, konfliktreichem Plot und einem hochkarätigen Ensemble. Leider verliere Stölzl in der zweiten Hälfte den medizinischen Aspekt aus den Augen, der den Medicus interessanter mache als übliche Historienfilme. Trotz kreativer Abweichungen von historischen Fakten und einer Aneinanderreihung vorhersehbarer Wendungen werde man bis zum hanebüchenen Finale aber grundsätzlich gut unterhalten.[17]

Antje Wessels meinte, dass der Film erneut durch seine opulente Inszenierung, die authentische Darstellung des Mittelalters und die leidenschaftliche Performance von Tom Payne überzeuge. Schwächen zeigten sich in der Darstellung psychischer Erkrankungen, sowie in der zweiten Filmhälfte, in der Intrigen und Machtspiele die medizinische Thematik in den Hintergrund drängen. Insgesamt bliebe der Film ein sehenswertes, wenn auch nicht vollkommen stimmiges Drama.[18]

Einzelnachweise

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