Derventa

Stadt in Bosnien und Herzegowina From Wikipedia, the free encyclopedia

Derventa (serbisch-kyrillisch Дервента) ist eine Stadt mit etwa 25.000 Einwohnern im Norden von Bosnien und Herzegowina. Sie liegt in der Republika Srpska.

Schnelle Fakten Basisdaten, Struktur und Verwaltung (Stand: 2016) ...
Derventa
Дервента

Derventa (Bosnien und Herzegowina)
Derventa (Bosnien und Herzegowina)
Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina
Entität: Republika Srpska
Koordinaten: 44° 59′ N, 17° 54′ O
Höhe: 120 m. i. J.
Fläche: 517 km²
Einwohner: 25.311 (2018[1])
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: +387 (0) 53
Postleitzahl: 74400
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Bürgermeister: Milorad Simić (SNSD)
Webpräsenz:
Sonstiges
Stadtfest: 28. August (Derventski Vašar)
Lage der Gemeinde Derventa in Bosnien und Herzegowina (anklickbare Karte)PaleZvornikTrnovoJablanicaGrudeUsoraGračanicaPetrovac (RS)RibnikJezeroNovi GradKostajnicaPrnjavorOdžak
Lage der Gemeinde Derventa in Bosnien und Herzegowina (anklickbare Karte)
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Derventa war vor dem Bosnienkrieg eine Industriestadt, die zum Teil zerstört wurde. Nach dem Krieg wurden die meisten Fabriken nicht wieder in Betrieb genommen. Große Arbeitgeber fehlen, das Stadtbild wird dominiert von einigen renovierten Häusern aus der sozialistischen Zeit und neuerbauten Cafés und Kleinunternehmen.

Geographie

Luftbild von Derventa

Derventa liegt im Tal der Ukrina, einem rechten Nebenfluss der Save. Im Sommer 2010 war die Stadt schwer von Überschwemmungen betroffen. Die Opština Derventa grenzt an die Gemeinden Srbac, Brod, Modriča, Doboj, Prnjavor und im Norden an Kroatien.

Bevölkerung

Vor dem Bosnienkrieg war die ethnische Bevölkerungsverteilung von Derventa ziemlich ausgeglichen. Zum Zeitpunkt der Volkszählung 1991 hatte die Stadt Derventa 17.748 Einwohner.[2]

Weitere Informationen Jahr ...
Derventa
Jahr 1991 1981 1971
Muslime 5.558 (31,31 %) 4.593 (31,99 %) 5.065 (42,83 %)
Serben 4.555 (25,66 %) 2.934 (20,43 %) 2.496 (21,10 %)
Kroaten 4.317 (24,32 %) 3.727 (25,95 %) 3.439 (29,08 %)
Jugoslawen 2.623 (14,77 %) 2.799 (19,49 %) 459 (3,88 %)
Andere 695 (3,91 %) 304 (2,11 %) 365 (3,08 %)
zusammen 17.748 14.357 11.824
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Platz der Orthodoxie, im Hintergrund die Römisch-katholische Kirche St. Georg

In der Gemeinde Derventa lebten zum gleichen Zeitpunkt 56.489 Einwohner, von denen sich 22.938 (40,6 %) als Serben, 21.952 (38,9 %) als Kroaten, 7.086 (12,54 %) als Muslime und 3.348 (5,92 %) als Jugoslawen bezeichneten.

Zur Gemeinde gehören insgesamt 57 Orte, die in 30 Ortsgemeinschaften (mjesne zajednice) zusammengefasst sind: Agići, Begluci, Bijelo Brdo, Bosanski Dubočac, Brezici, Bukovac, Bukovica Mala, Bukovica Velika, Bunar, Cerani, Crnča, Dažnica, Derventa, Donja Bišnja, Donja Lupljanica, Donji Detlak, Donji Višnjik, Drijen, Gornja Bišnja, Gornja Lupljanica, Gornji Božinci, Gornji Detlak, Gornji Višnjik, Gradac, Gradina, Kalenderovci Donji, Kalenderovci Gornji, Kostreš, Kovačevci, Kulina, Kuljenovci, Derventski Lug, Lužani, Lužani Bosanski, Lužani Novi, Mala Sočanica, Mišinci, Miškovci, Modran, Osinja, Osojci, Pjevalovac, Pojezna, Poljari, Polje, Rapćani, Stanići, Šušnjari, Tetima, Trstenci, Tunjestala, Velika, Velika Sočanica, Vrhovi, Zelenike, Žeravac und Živinice.

Zwischen 1905 und 1942 gab es im Ortsteil Polje eine größere Gruppe deutschsprachiger Bewohner. Sie stammten teils aus der deutschen Siedlung in Windthorst (Nova Topola), teilweise aus dem damals österreichisch-ungarischen Galizien. 1942 wurden die meisten nach Deutschland umgesiedelt. Nur die wenigen, die kroatische oder serbische Ehepartner hatten, blieben in Derventa.

Verkehr

Derventa liegt an der Magistralstraße 17-2 (Brod-Doboj). Bis zum internationalen Grenzübergang nach Slavonski Brod sind es 26, bis zur kroatischen Autobahn 3 (ZagrebBelgrad) 31 Kilometer. Magistralstraßen führen auch nach Gradiška (77 km) und Banja Luka (83 km).

1879 wurde Derventa durch die Eröffnung des Abschnitts Bosanski Brod – Žepče der nach Sarajevo führenden Bosnabahn ans Eisenbahnnetz angeschlossen. 1968 wurde der Verkehr auf dem Teilstück Derventa – Doboj und 1969 auf der verbliebenen Stichstrecke nach Bosanski Brod eingestellt.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

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